Damit keine Irritationen aufkommen. Hier trainiert ein Hausstand - Papa Tim Riepe mit seinen Jungs.
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SC Enger richtet erstes Jugendtraining aus!

Damit dürfte der Verein aus dem Kreis Herford einer der Vorreiter in Sachen Re-Start beim Jugendtraining sein.

Die Freude am vergangenen Freitag war groß. "Endlich wieder auf den Fußballplatz!", lautete das Motto beim SC Enger. Der findige Jugendvorstand des Klubs aus dem Kreis Herford hatte nach den Lockerungen für den Sport in der neuen Corona-Schutzverordnung schnell gehandelt und Nägel mit Köpfen gemacht. "Eltern und Kinder hatten schon länger eingefordert, dass es wieder Training geben sollte", berichtet Göran Amann: "Jetzt hatten wir die Möglichkeiten dazu!"
Der Jugendvorstand entwickelte fix ein Konzept, reichte dies bei der Stadt Enger ein und erhielt Ende vergangener Woche grünes Licht. Die ersten, die wieder ins Training einstiegen, waren die Sechs-/Siebenjährigen der F2-Jugend des Vereins. Später folgte noch die F1, in dieser Woche kommt die E2 hinzu. Damit sind die Kapazitäten des Klubs dann aber auch schon wieder erschöpft.

"Es können immer nur zwei Kinder plus Trainer auf den Platz - jeweils für 30 Minuten. Dann kommen die nächsten", erläutert Göran Amann. Eltern oder Zuschauer sind nicht zugelassen. Die Umkleiden bleiben geschlossen. Die Hände müssen vor und nach jeder Trainingseinheit desinfiziert werden. Auch intensive Zweikämpfe sind während der 30 Minuten Übungszeit untersagt. "Abstand halten" bleibt das oberste Gebot.

Für das Training bleiben "ein bisschen Laufen, Geschicklichkeit und Koordination", so Amann: "Hauptsache, die Kids können wieder was mit dem Ball machen." Das Mitglied im Jugendvorstand hält es für ganz wichtig, "den Kindern zu zeigen, dass es weitergeht, dass sie eine Perspektive im Verein haben".

Er persönlich könne nicht verstehen, dass die gleichen Kinder, die vormittags gemeinsam in einer Klasse sitzen, nachmittags nicht gemeinsam an der frischen Luft kicken dürfen. Amann sieht jetzt die Politik am Zug: "Wir müssen aufpassen, dass unsere Kids nicht versauern und die Lust an der Bewegung und am Fußball verlieren."



2281 Aufrufe1.3.2021, 11:15 Uhr
Matthias FoedeAutor

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