Mit dem SC Eltersdorf ist Trainer Bernd Eigner auf dem Sprung in die Regionalliga. Hinter dem 48-Jährigen liegt eine lange, lange (Profi-)Karriere.
Mit dem SC Eltersdorf ist Trainer Bernd Eigner auf dem Sprung in die Regionalliga. Hinter dem 48-Jährigen liegt eine lange, lange (Profi-)Karriere. – Foto: Dirk Meier

Meine Top-Elf: Eine Sammlung bekannter Namen

Eltersdorfs Trainer Bernd Eigner kann auf eine ereignisreiche Karriere - u.a. als Profi zurückblicken. Der 48-Jährige mit der Elf seines (Profi-)Lebens

Bernd Eigner hat sich Mühe gegeben. Und das ist nicht so einfach dahergesagt. Knapp einen halben Tag hat der 48-Jährige, der aktuell Bayernligist SC Eltersdorf trainiert, seine lange, lange Spielerkarriere Revue passieren lassen. Er hat mehrere Top-Mannschaften seines Lebens aufgestellt und sich dann letztlich für folgende Truppe entschieden. Es wird deutlich: Als Profi bei St. Pauli, Bielefeld, Hannover, Braunschweig, Paderborn, Bonn und Mannheim hat der gebürtige Bamberger im Konzert der Großen mitgemischt...

Tor

Uwe Zimmermann (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Eintracht Braunschweig): "Er war damals schon fast 40 und hat eine unglaubliche Ruhe ausgestrahlt, hat im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen Wattenscheid alleine die Altintops zur Verzweiflung gebracht."

Abwehr

Günther Schäfer (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Arminia Bielefeld): "Ist zwar für einen Abwehrspieler ziemlich klein, aber umso bissiger. Ein absoluter Terrier, der immer mit Schaum vor dem Mund antrat. Unglaublicher Willensspieler."

Frank Edmond (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Eintracht Braunschweig): "Eine Lok Leipzig-Legende, die bereits zu Landesmeister-Pokal-Zeiten gespielt hat. Frank war mit mir meist der Innenverteidiger in Braunschweig. Ein sehr ruhiger und sachlicher Zeitgenosse, ein typischer Ossi (schmunzelt), mit dem ich das ein oder andere Bierchen getrunken hab. Wir haben damals schon immer über das Training philosophiert…"

Holger Stanislawski (Karriereende, gemeinsame Zeit beim FC St. Pauli): "Unglaublich kopfballstark und außerdem ein riesen Typ. Wir haben sehr sehr viel gelacht beim Mittagessen, zwischen den Einheiten und den unzähligen Espressi."

Mittelfeld

Alessandro Da Silva (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Eintracht Braunschweig, Paderborn und Waldhof Mannheim): "Er kann zwar unter dem Wasserhahn duschen, ist aber ein brasilianischer Giftzwerg vor dem Herrn. Wie alle Brasilianer will er immer Fussballspielen. Kannte trotz unserer Freundschaft kein Pardon und hat mich leider in der 2. Ligasaison auch noch von hinten so umgetreten, dass ich zwei Monate außer Gefecht war. Wir haben trotz der Entfernung heute noch Kontakt, was mich sehr freut."

Silvio Meissner (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Arminia Bielefeld): "Charakterstark und ein absoluter Fighter. So einen Spieler wünscht sich jede Mannschaft."

Armin Eck (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Arminia Bielefeld): "Ich erinnere mich noch gut, wir waren mehr oder weniger ausgemustert und deshalb vor dem Absprung aus Bielefeld. Nichtsdestotrotz blicke ich gerne auf diese Zeit zurück - vor allem wegen ihm. Man kann noch heute seine damaligen Qualitäten erkennen. Armin ist ein Pfundstyp, ein typischer Zehner."

Jörg Böhme (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Arminia Bielefeld): "Mister 1000 Volt. Er spielte mit einer Aggressivität, die unfassbar war; überragender Linksfuss."

Sturm

Bruno Labbadia (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Arminia Bielefeld): "Unglaublicher Profi. Der Mann mit der besten Einstellung, die ich jemals erlebt habe. Er hat mich beispielsweise nach dem Training immer wieder gebeten, Flanken zu schlagen. Vor dem Spiel ist er oft, wenn mal frei war, alleine anschwitzen gewesen. Zudem hat er Nudeln mehr oder weniger blank gegessen. Bruno hat seinen Körper gepflegt. wo es nur geht. Von ihm konnte man nur lernen."

Otto Addo (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Hannover 96): "Ließ mit seinen schlaksigen Beinen die Gegner wie Slalomstangen nur so stehen. Man hat schon gesehen, dass er es im Fußball weit bringen wird. Ein unfassbar guter Spieler."

Gerald Asamoah (Karriereende, gemeinsame Zeit bei Hannover 96): "Genau wie Otto Addo blutjung damals. Irre, mit welcher Kraft Gerald gespielt hat. Er konnte damals kein Auto fahren und ist überall angeschrammt. Es war in der 3. Liga damals oft so, dass er und Otto Addo zwei Tore gemacht haben, ehe ich das erste Mal am Ball war. Absolute Stimmungskanone."

Trainer

Reinhold Fanz (gemeinsame Zeit bei Hannover, Braunschweig und Bonn): "Reinhold war mein bester Trainer, weil ich am meisten von ihm gelernt habe. Unter anderem war er ja auch in der Sportschule in Grünwald/Hessen mein Ausbilder. Er konnte all seine Entscheidungen problemlos erklären und war zudem ein Mensch, der das Miteinander gestärkt hat. Ein Kumpeltyp, der aber auch eine natürlich Autorität hat. Noch heute habe ich Kontakt zu ihm."

Aufrufe: 030.8.2020, 04:00 Uhr
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