Jonas Greib hat mit Miersdorf/Zeuthen für eine Überraschung in Lübben gesorgt.
Jonas Greib hat mit Miersdorf/Zeuthen für eine Überraschung in Lübben gesorgt. – Foto: Udo Pütsch

Miersdorf/Zeuthen besiegt Auswärtsfluch

MIT GALERIE: Mit neun Mann den Dreier bei Grün-Weiß Lübben gerettet.

Was für eine Partie in der Brandenburgliga. Grün-Weiß Lübben bekommen zwei Elfer, von Miersdorf Zeuthen werden zwei Spieler vom Feld gestellt und gewinnen trotzdem.
Nach kurzem Abtasten entwickelte sich vor 141 Zuschauern, darunter circa 25 Auswärtsfans, eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die Gäste kamen dabei zunächst besser ins Spiel und hatten erste Möglichkeiten durch Lukas Müller, Jan Wolter und Marco Alisch. Auf der Gegenseite musste Keeper Sebastian Vogel einen straffen Schuss des Ex-Miersdorfers Neubauer abwehren.

Es wurde eine umkämpfte Partie, in der die Eintracht mit Disziplin und Einsatzwillen den Hausherren zunehmend den Schneid abkaufte. In der 28. Minute hielt Matthias Bagola nach einem perfekten Seitenwechsel aus gut 20 Metern einfach direkt drauf und erzielte ein Traumtor zum 0:1. Beim folgenden Bemühen, das Blatt zu wenden, fehlte den Grün-Weißen aber der erforderliche Zuschnitt während Eintracht immer wieder auch die Hintermannschaft der Gastgeber beschäftigte.

Der zweite Abschnitt begann mit der schon üblichen Zitterphase für die Eintracht. Die Gemütslage des Lübbener Coaches ließ sich daran ablesen, dass er nach dem Pausentee gleich vier neue Kräfte auf den Rasen schickte. Als Torhüter Sebastian Vogel bei einem Abwehrversuch auch einen Angreifer der Hausherren traf, entschied der Referee auf Strafstoß. Der führende der Torjägerliste, Romano Lindner, trat an und scheiterte an Vogel, der damit seinen Fehler eindrucksvoll ausbügelte.

Die Begegnung wurde nun zunehmend hektischer. Grün-Weiß fand aber den Spielfaden nicht und Eintracht spürte, dass hier der erste Auswärtssieg möglich ist. Eine schöne Freistoßvariante verwandelte am Ende Kapitän Jan Wolter sehenswert zum 0:2 (59.). Der Gastgeber, der den Schlüssel für das Spiel nicht fand, musste jetzt die Brechstange heraus holen. Eintracht behielt aber lange Zeit kühlen Kopf.

Ab der 80. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Als Torhüter Sebastian Vogel bei einem Angriff der Gastgeber erneut Kontakt mit einem Gegenspieler hatte, entschied der Unparteiische wiederum auf Elfmeter und Gelb-Rot für Eintrachts Keeper. Da Lindner, der auch sonst blass blieb, zuvor scheiterte, trat Eduard Gutar an und verwandelte gegen den eingewechselten Florian Hartwig zum 1:2 Anschlusstreffer. Nun wurde es auch außerhalb des Platzes lauter. Matthias Bagola ließ sich in Unterzahl zu einer Rangelei provozieren und sah ebenfalls Rot, während sein Gegenspieler mit Gelb davon kam.

Jetzt setzte der Gastgeber gegen 9 Eintracht Akteure alles auf eine Karte. Kurz vor Ende dann Jubel bei den Hausherren, doch der Treffer fand zurecht keine Anerkennung, da er aus Abseitsposition erzielt wurde. Wenig später dann der Jubel bei den Eintracht Akteuren. Trotz zweier Strafstöße und Platzverweise gelang im Dahme-Spreewald Derby der erste Auswärtssieg.

Alle Daten und Fakten zum Match: Spielbericht

Zur Elf der Woche: Brandenburgliga

Aufrufe: 03.11.2020, 09:34 Uhr
Udo PütschAutor

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