Joe Gmähle und Walter Zellner vom SEF bedanken sich beim Hofbrauhaus für das Sponsoring der Anzeigentafel.
Joe Gmähle und Walter Zellner vom SEF bedanken sich beim Hofbrauhaus für das Sponsoring der Anzeigentafel. – Foto: Lehmann

SEF legt Gegner TSV Kastl vier Tore auf und verliert die Heimpremiere

Schwarzer Tag für die Routiniers

Der SE Freising hat zum Landesliga-Saisonauftakt gegen den TSV Kastl mit 2:5 (2:3) verloren. An den vielen Gegentoren sind die Freisinger nicht unbeteiligt.

Freising - Eine neue, digitale Anzeigentafel gibt’s jetzt in der Savoyer Au (gesponsert vom Hofbrauhaus Freising), und der Anzeigen-Bediener hatte am Samstagnachmittag beim Ligaauftakt und Freisings erstem Heimspiel gleich allerhand zu tun.

Keine zwei Minuten war die Partie gegen die Gäste aus Kastl alt, als bei „Heim“ bereits eine eins aufleuchtete. Sebastian Niedermayer, 19-jähriger Neuzugang aus Deggendorf, hatte sich an der linken Außenbahn clever den Ball erobert, der anschließende Schuss schlug passgenau im linken Kreuzeck ein – Kastls Keeper Fabian Taube reagierte erst gar nicht (2.). Und beinahe wären die Niedermayer-Festspiele weitergegangen, nur wenig später klatschte ein weiterer Schuss des Youngsters an den Pfosten (8.).

Führungstor der SEF in der zweiten Minute - Berg und Talfahrt der Gefühle in Freising

Freising begann munter, nach knapp 20 Minuten war’s mit der Euphorie dann aber auch schon wieder vorbei. Und es patzte nicht etwa einer der jungen Akteure, sondern Co-Trainer Flo Bittner. Unbedrängt spielte Freisings Routinier fast an der Mittellinie einen Katastrophen-Querpass, Kastl spritzte dazwischen und konterte über Dominik Grothe zum Ausgleich (18.).

Keine zehn Minuten später patzte Bittner erneut, wieder konnte Grothe nach einem Thiel-Zuspiel locker abschließen (26.). Doch die gelb-schwarze Elf, der vor allem im Spielaufbau weiterhin einige Fehler unterliefen, steckte nicht zurück. Zunächst scheiterte Neuzugang Benedict Geuenich noch am starken TSV-Keeper Taube (32.), kurz vor der Pause war das Leder dann aber drin. Domagoij Tiric, für den angeschlagenen Kapitän Flo Schmuckermeier eingewechselt, spielte einen butterweichen Diagonalpass, Andi Manhart war über rechts auf und davon und egalisierte (44.). Halbzeit war jedoch noch nicht, und so gerieten die Lerchenfelder erneut ins Hintertreffen. Wieder unterlief Bittner ein Fehler, zudem war Freisings Defensive unsortiert – Leonhard Thiel war’s egal (45.+4).

Die SEF-Abwehr kümmert sich um den Angreifer des TSV Kastl.
Die SEF-Abwehr kümmert sich um den Angreifer des TSV Kastl. – Foto: Lehmann

Wer jedoch dachte, Freising würde nach der Pause gleich völlig auseinanderbrechen, wurde eines Besseren belehrt. Nicht der Favorit aus Kastl bestimmte das Spiel, vielmehr waren die Eintracht-Mannen dran am Ausgleich. Doch Benedict Geuenich traf erneut den Pfosten (52.) und Kastls Schlussmann parierte in höchster Not, wie etwa gegen Flo Bittner (67.)

„Wer dem Gegner vier Tore auflegt, hat in so einem Spiel keine Chance.“

Freising-Coach Plabst

In aussichtsreicher Position war Youngster Luka Brudtloff im Strafraum an den Ball gekommen, Fabian Taube klärte das Leder aber gerade noch zur Ecke (78.). Das sollte sich rächen - zehn Minuten vor dem Ende war die Messe gelesen: Dieses Mal patzte Michael Schmid, Sebastian Spinner schloss sicher ab (80.). Das 5:2 von Sebastian Handle war denn nicht mehr als Ergebniskosmetik (90.).

„Wer dem Gegner vier Tore auflegt“, resümierte Trainer Alex Plabst hinterher trocken, „hat in so einem Spiel keine Chance.“ Zudem monierte der SEF-Coach – wie schon in der Vorbereitung – noch zu viele Abspielfehler und technische Probleme. „Positiv war, dass sich unsere beiden Neuzugänge Benedict Geuenich und Sebastian Niedermayer so gut eingefügt haben.“

Aufrufe: 026.7.2021, 10:00 Uhr
Matthias SpanradAutor

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