
Am vergangenen Sonntag trafen die beiden Vereine in der Kreisliga A erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander, mit verheerendem Ausgang für den schwer abgestürzten SC West. Mit dem 10:1-Erfolg auf eigenem Platz untermauerte Türkgücü die eigenen Ambitionen und stürzte den Gegner in das nächste Tal der Tränen. Nach fünf Spieltagen findet sich der SC West mit nur einem Punkt auf der Habenseite schon wieder in ihm aus den Vorjahren schon bestens vertrauten Gefilden – ganz tief im Tabellenkeller.
Überraschen darf der fortwährende Niedergang an der Schorlemerstraße bei genauer Betrachtung nicht. „Uns fehlen aus unterschiedlichen Gründen einfach die nötigen Qualitätsspieler, die man braucht und obendrein auch die Breite im Kader“, sagt Trainer Caglar Mollaahmetoglou. Dass er gemeinsam mit seinem Kollegen Murat Yildiz gegen Türkgücü sogar selbst in der Startelf stand, spricht Bände. „Wir haben die Aufgabe beim SC West erst im Mai übernommen. Da blieb leider keine Zeit, um einen üppigen 25-Mann-Kader zusammenzustellen“, betont der 34-Jährige.
Hinzu stellten sich auch noch andere Hürden. So entschied sich der als „Unterschiedsspieler“ eingeplante Orkun Akbaba während der Vorbereitung, doch eine fußballerische Pause einlegen zu wollen. Andere interessante Kicker, die Mollaahmetoglou und Yildiz an der Angel hatten, wollten sich im Sommer zunächst erst ein Bild von der Mannschaft machen.
„Das Problem war aber, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Mannschaft hatten“, sagt Mollaahmetoglou. Klar ist, dass dem Klub in der aktuellen Konstellation der nächste Abstieg droht, auch wenn sich das Team mit Ausnahme des Türkgücü-Spiels bislang nach Kräften wehrte. Neben der Rückkehr Verletzter wie Sercan Esen, Dibirin Yilmaz oder Hendrik Mertes braucht es zur Rückrunde auch zwingend Verstärkungen. Bis dahin müssen sie das Beste aus der Situation machen
