
Timon Becker avancierte mit zwei Toren zum Matchwinner. Coach Sugzda vermisste trotz des Sieges die nötige Spielkontrolle.
Sonntag war High Noon in Zamdorf, wo sich die Gastgeber und der SC Baldham-Vaterstetten einen wilden Schlagabtausch lieferten, der auch in jeden guten Western Einzug gehalten hätte. Die Gäste entschieden diesen am Ende mit 3:2 für sich. „Ein bisschen zu wild, es ging hin und her. Beide Mannschaften haben mit offenem Visier gespielt“, berichtet Gediminas Sugzda. Der SCBV-Coach hätte es gerne kontrollierter gehabt: „Ein chaotisches Spiel, ich hätte mir mehr Ruhe erwartet.“
Christoph Popp hatte den SVZ 1:0 (25.) in Führung gebracht, Timon Becker glich nach einer Ping-Pong-Aktion im Strafraum nur acht Minuten später aus (33.). Durch einen Aufbaufehler ging der personell geschwächte SCBV mit dem Pausenpfiff erneut in Rückstand, denn Leonard Evertz verwertete die Einladung zum 2:1. „Bei beiden Gegentoren sahen wir nicht gut aus. Wir haben noch keinen Punktspielrhythmus, aber das kommt noch“, so Sugzda.
Nach dem Seitenwechsel avancierte Timon Becker zum Mann des Tages. In der 58. Minute traf er im Nachschuss zum 2:2-Ausgleich und kurz darauf holte er den entscheidenden Elfmeter heraus. Simon Lämmermeier übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 3:2 (60.). „Heute waren die Leidenschaft und der Kampfgeist entscheidend. Beides haben wir reingebracht“, lobte Sugzda. „Wir haben gefightet, das ist immer das Wichtigste im Spiel.“