TuS Bruchmühlen muss in Vehlage bestehen

Bezirksliga, Staffel 1: Tabellenführer FC Bad Oeynhausen empfängt Schlusslicht SC Enger, im Spiel FC Herford gegen TuRa Löhne trifft TuRa-Trainer Cetin Cakar auf seine alte Mannschaft.

Spiele gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte stehen den Vereinen aus dem Bünder Land am Sonntag bevor. Die auf dem Papier schwerste Aufgabe muss der TuS Bruchmühlen lösen, der bei BW Vehlage antritt. Während RW Kirchlengern beim SC Bad Salzuflen gastiert, empfängt der BV Stift Quernheim mit dem FSC Eisbergen einen weiteren Aufsteiger. Im Duell des Ersten gegen den Letzten trifft der FC Bad Oeynhausen auf den SC Enger. Brisanz verspricht auch die Partie zwischen TuRa Löhne und dem FC Herford.

TuS Lohe - TuS Jöllenbeck (So 14:30)
Die Jöllenbecker (25 Punkte) sind eine knackige Hausnummer, die da auf die Loher zukommt. Aber vorher in Wehklagen zu verfallen ist keineswegs eine Option für Trainer Christian Möller. Vor dem Anpfiff hat noch niemand verloren. „Jöllenbeck kommt vom Kunstrasen. Da hoffe ich doch, dass sie mit dem tiefen Loher Rasengeläuf ihre Probleme bekommen. Aber wir müssen da auch unseren Teil leisten, damit es ein Erfolgserlebnis gibt“, sagt der Coach. Damit meint er Ehrgeiz, Biss zur und wenn es sein muss über die Schmerzgrenze sowie aggressive gesunde Zweikampfhärte. Es sind Mentalitätsmonster gefragt, um etwas zu reißen – auch gegen den hohen Favoriten.

Personell sieht es ähnlich wie zuletzt aus. Ausfälle und Wiederkehrer halten sich die fast Waage. Nico Bruns hat sich zum Glück keinen Kreuzbandriss zugezogen, sondern fällt nun einige Wochen mit einer Außenbanddehnung im Knie aus, Baver Deniz und Maximilian Koch sind wohl beruflich verhindert, Lukas Hartmann hat Sportverbot (offene Wunde ist aufgebrochen und hat sich entzündet) und Daniel Reineke fehlt werden der 5. gelben Karte. Da ist es gut, dass Stürmer Julian Hartmann schmerzfrei trainiert hat und Innenverteidiger Jannik Schling am Samstag von der Karibik-Kreuzfahrt zurückkehrt. Er soll auf dem Schiff konditionelle Einheiten absolviert haben und dürfte eine Option für die Startelf sein. In der Viererkette ist er mit seiner Kopfballstärke und der physischen Präsenz unersetzbar.

Für die „Jürmker“ steht die Reise nach Bad Oeynhausen zum dort beheimateten TuS Lohe auf dem Programm. Nach dem 2:1-Sieg aus der Vorwoche geht Trainer Tobias Demmer am Sonntag von einem schweren Spiel aus. „Der Rasen in Lohe ist eher von der schlechten Sorte, an ein richtiges Fußballspiel ist da nicht zu denken. Insofern glaube ich, dass es ein zähes Spiel wird“, sagt der Coach.



TuS Dielingen - TuS Brake Bielefeld (So 14:30)
Der TuS Dielingen empfängt am Sonntag den starken Aufsteiger TuS Brake. Letzterer gewann am vergangenen Spieltag gegen den TuS Lohe mit 4:1 und rangiert mit 20 Punkten auf Platz sieben.
Herausragender Spieler des TuS Brake ist Torjäger Ivan Allert, der 14 der 34 Treffer markiert hat und die Dielinger Defensive zu beschäftigen wissen wird.
Aber auch die Serie des TuS Dielingen kann sich sehen lassen. Aus den letzten drei Spielen holte das Team von Trainer Sebastian Schmidt sieben Punkte. Marc Böhm ist gelb-rot gesperrt, auch Ali Döpke und Abdullah Seyhan fehlen den Gastgebern.



SC Blau-Weiß Vehlage - TuS Bruchmühlen (So 14:30)
Erst eine Niederlage kassierte der Aufsteiger aus der Stadt Espelkamp bislang auf eigenem Platz. „Die haben schon eine ganz gute Truppe“, geht Michael Bernhardt die Aufgabe beim Rangneunten mit Respekt an.
Der Trainer des TuS Bruchmühlen hofft, dass der am Tag zuvor stattfindende Kilver Dorfabend nicht allzu viele Spuren bei seinen Kickern hinterlässt. „Wir hätten gerne Freitag oder Samstag gespielt, aber Vehlage wollte nicht verlegen“, so Bernhardt, der bei seiner Mannschaft im Offensivbereich derzeit die Leichtigkeit vermisst. „Wir spielen manchmal zu kompliziert, anstatt den Ball einfach reinzumachen.“ Bis auf Eddy Wachtel und Artur Chalamendik sind alle Akteure einsatzbereit.


FC Bad Oeynhausen - SC Enger (So 14:30)
Auch wenn der SC Enger (7 Punkte) Schlusslicht in der Liga ist, erwartet Trainer Holm Windmann kein leichtes Spiel. „Die haben zuletzt gegen Bruchmühlen bis zur 82. Minute ein 1:1 gehalten, haben erst dann nach drei weiteren Toren klar verloren. Ich erwarte ein Spiel wie gegen SVKT. Wir stellen uns darauf ein, dass sich der Gegner massiv hinten reinstellt. Da müssen wir geduldig bleiben und gute Ideen entwickeln, wie wir die knacken. Volle Kraft voraus“, sagt Windmann. Angeschlagen waren Kevin Reimer (Leiste), Jeger Ghauem (Wadenprobleme) und Tim Möller (war krank). Nach dem verletzungsbedingten Aus in Eisbergen wieder voll im Training war Serhat Atilgan.

Die Rollen im Spiel zwischen dem Tabellenführer und dem Rangletzten sind natürlich klar verteilt. „Bad Oeynhausen spielt sehr konstant, da kommt viel Qualität auf uns zu“, sagt auch Engers Trainer Michél Ciomber, der die einzige Chance für sein Team darin sieht, dass die Badestädter ihren Gegner unterschätzen. „Aber wird würden die schon gern ein wenig ärgern“, sagt Ciomber. Positiv für Enger ist allerdings, dass Emmanuel Olfert und Silvio Dominguez wieder dabei sein werden, die verletzten Flemming heidbrink, Artur Kasparov und Martin Olfert dagegen fallen auch weiterhin aus.



BV Stift-Quernheim - FSC Eisbergen (So 14:30)
Alles andere als einen Selbstläufer erwartet Rolf Kuntschik gegen den Tabellenvierzehnten. „Die Spiele gegen Eisbergen und den SC Enger sind in den kommenden Wochen die schwierigsten für uns“, meint der Trainer des BV Stift Quernheim.
„Mannschaften, die sich eher hinten ’reinstellen, liegen uns bekanntermaßen ja nicht so gut“, so Kuntschik, der noch das schlappe 0:0 seiner Elf gegen den TuS Dielingen im Kopf hat. „Da waren die Voraussetzungen ähnlich und wir haben nicht das umgesetzt, was wir besprochen hatten. Eisbergen wird versuchen, uns das Leben schwer zu machen, da müssen wir vernünftige Lösungen finden.“ Offensivspieler Maxi Laege hat nach langer Verletzungspause wieder beschwerdefrei trainiert, auch Nico Fiedler steht wieder zur Verfügung. Dafür fallen aber Manuel Vette und Daniel Wester aus. Ein Wiedersehen feiert Kuntschik am Sonntag mit Carsten Korff. Der Trainer der Gäste war einst als Spieler viele Jahre unter Kuntschik beim FC Bad Oeynhausen aktiv.


FC Herford - TuRa Löhne (So 14:30)
Für den Verein ist das ein ganz besonderes Spiel, denn der Gast kommt mit Cetin Cakar als Trainer nach Diebrock. Und der war vor seiner Zeit in Löhne drei Jahre lang bei den Herfordern tätig, führte die in der vergangenen Saison zur Meisterschaft in der Kreisliga A und zum Aufstieg.

Cakar kennt jeden einzelnen FCH-Spieler. „Aber das hat nichts zu sagen“, glaubt der jetzige Herforder Coach Engin Yildiz. Er kennt die Löhner Kicker kaum, nur deren Coach. „Aber ich weiß natürlich nicht, was er gegen uns geplant hat“, gesteht Yildiz ein, um dann klar zu machen, dass er das auch gar nicht wissen muss, denn: „Wir wollen auf eigenem Platz unser Ding durchziehen – wie zuletzt beim Sieg gegen Jöllenbeck.“

Die Löhner allerdings sind auswärts noch ungeschlagen. „Es wäre schön, wenn Cakar hier seine erste Niederlage kassiert“, sagt Yildiz, der auch auf Unterstützung des Publikums in Diebrock setzt. Positiv für den Trainer: Firat Dogan war bei den Trainingseinheiten in dieser Woche zwar leicht angeschlagen, ansonsten aber stehen alle Spieler des Kaders uneingeschränkt zur Verfügung.

Das wird emotional. Nach drei sehr erfolgreichen Jahren mit zwei Aufstiegen bis in die Bezirksliga kehrt der jetzige TuRa-Trainer Cetin Cakar an seine alte Wirkungsstätte zurück. Für den FCH ist es das „Spiel des Jahres“ gegen ihren ehemaligen Erfolgstrainer. „Ich freue mich auf die Jungs, die tolle und spezielle Atmosphäre dort, auf die Gespräche nach dem Spiel. Ich werde es von draußen an der Seitenlinie genießen“, sagt Cakar. Seinen jetzigen Jungs bei TuRa wird er noch die dort spezielle Atmosphäre mit sehr viel Leidenschaft seitens der Zuschauer näher bringen, damit sie vorbereitet sind. Der TuRa-Trainer ist dahingehend überrascht, dass der Aufsteiger (13 Punkte) nicht besser in der Tabelle platziert ist: „Die Mannschaft hat so viel Qualität, dass sie schon mehr Punkte haben müsste. Sie haben gegen die Topteams immer gut gespielt, gegen Jöllenbeck sogar gewonnen. Wir sind gewarnt. Ich erwarte einen Gegner auf Augenhöhe.“ Und drei Punkte möchte Cakar mitnehmen. Angeschlagen vom Spiel gegen Dützen war Torwart Andreas Wiens (Knie).



SC Bad Salzuflen - FC Rot-Weiß Kirchlengern (So 14:30)
Mit dem 2:1 gegen den FC Herford feierte Daniel Halfar einen erfolgreichen Einstand als RWK-Trainer, sah aber Ansätze zur Verbesserung. „Wir haben in der ersten Hälfte zu mutlos gespielt und kaum Chancen gehabt, das war erst nach dem Wechsel besser, als wir deutlich früher attackiert und uns die Möglichkeiten erarbeitet haben“, so Halfar, der mit den Trainingseinheiten in der Woche sehr zufrieden war.Außer dem aus privaten Gründen fehlenden Davor Ilic stehen alle Spieler zu Verfügung. „Es ist schade, dass Davor ausfällt, aber wir haben in der Offensive die nötige Breite, um das zu kompensieren“, zeigt sich Halfar zuversichtlich.

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Freie Turnerschaft Dützen - SV Kutenhausen-Todtenhausen (So 15:30)

Aufrufe: 09.11.2018, 19:40 Uhr
FuPa / NWAutor

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