Vogelwilde Schlussphase: Die Vehlager mit Sergej Lauer (r.) kamen im Hinspiel gegen Dützen in der Nachspielzeit zum 2:2, doch das reichte nicht zum Punktgewinn
Vogelwilde Schlussphase: Die Vehlager mit Sergej Lauer (r.) kamen im Hinspiel gegen Dützen in der Nachspielzeit zum 2:2, doch das reichte nicht zum Punktgewinn

Der Kampf um Rang zwei steht im Mittelpunkt

Bezirksliga, Staffel 1: Verfolgerduell zwischen TuRa Löhne und RW Kirchlengern steht an. FC Bad Oeynhausen ist gegen Bad Salzuflen klar favorisiert. Am Tabellenende wollen SC Enger und BW Vehlage endlich wieder siegen

In der Bezirksliga-Staffel 1 ist das Rennen um den aller Voraussicht nach zur Aufstiegsrelegation berechtigenden Platz zwei deutlich spannender als die Frage nach dem kommenden Meister. Hinter dem FC Bad Oeynhausen, der mit neun Zählern Vorsprung nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen sein dürfte, muss sich der Zweitplatzierte TuS Bruchmühlen (38 Punkte) mit den Verfolgern aus Jöllenbeck, Kirchlengern (beide 37), TuRa Löhne (35) und FT Dützen (34) herumschlagen. Mit Tura Löhne und RW Kirchlengern treffen zwei davon im direkten Duell aufeinander

TuS Bruchmühlen - TuS Lohe (So 15:00)
Die Gäste holten sich mit dem 4:0 gegen den SC Enger in der Vorwoche zwar Selbstvertrauen, auf dem heimischen Kunstrasen geht der TuS aber als haushoher Favorit in die Partie, auch wenn TuS-Trainer Michael Bernhardt bei der Heim-Statistik seiner Elf reichlich Verbesserungspotenzial sieht. „Wir sind in der Heimtabelle nur auf Rang sieben, während wir gemeinsam mit Bad Oeynhausen beste Auswärtsmannschaft sind. Vor allem haben wir zuhause relativ wenig Tore geschossen“, stellt Bernhardt fest. Hinter den Einsätzen von Andreas Vidovic und Jannik Diekmann (beide infektgeschwächt) stehen noch Fragezeichen, definitiv ausfallen werden Kerem Yildirim, Jan Klußmann und Artur Chalamendik.

In der Hinrunde gewann der Gastgeber glanzlos bei den Lohern, außerdem ist die Heimbilanz der Gastgeber (5-1-3) nicht eines Aufstiegsanwärters würdig. Als Tabellenzweiter haben die Bruchmühlener (38 Punkte) schon neun Punkte Rückstand auf den FCO. Die Loher haben auswärts erst zweimal gewonnen, möchten nach den beiden Heimsiegen gegen Enger und SVKT nachlegen.

Lohes Trainer Christian Möller muss auf Jannik Schling (Rot gesperrt) und Adrian Koch (hat mit der 2. Mannschaft das Spitzenspiel in Kleinenbremen) verzichten. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Nico Bruns (Zahnschmerzen). Dafür ist Alexander Felde wieder dabei. Möller hofft auf taktische Disziplin: „Wir müssen unbedingt die taktische Richtung einhalten: Tief stehen, die Räume eng machen. Eine gute Defensive wird der Schlüssel sein.“ Es wird jetzt hammerhart für die Loher Fußballer: Nach Bruchmühlen geht es gegen den FCO, BV Stift Quernheim und FT Dützen.


SC Enger - TuS Dielingen (So 15:00)
Nein, der Tabellenletzte SC Enger ist nicht gut aus der Winterpause gekommen. In zwei Spielen gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf gab es Niederlagen. Die Aufbruchstimmung, ausgelöst auch durch die Winterneuzugänge, scheint schon wieder dahin. Umso wichtiger ist da das Heimspiel gegen Dielingen. Die Gäste aus dem Altkreis Lübbecke sind aktuell Zehnter und sind an einem guten Tag sicher schlagbar. Kein guter Tag war das Hinspiel, das der SCE klar mit 1:5 verlor. „Am Ende hat der Kopf nicht mehr mitgespielt“, sagte Engers Trainer Michèl Ciomber damals. Das sollte diesmal nicht passieren.

Aller guten Dinge sind drei! Sollte dieses Sprichwort tatsächlich zutreffen, müsste für Bezirksligist TuS Dielingen am Sonntag im Auswärtsspiel beim SC Enger etwas Zählbares herausspringen. Denn nach den Niederlagen in der Saison 2016/17 (0:3) und 2017/18 (0:1) unternehmen die Dielinger nun ihren dritten Anlauf in Enger auf einen Dreier.

Die Vorzeichen dafür stehen gut. Denn während die Dielinger mit ihrem stürmenden Brüderpaar Giovanni und Giorgio Ronzetti (zusammen 18 Tore) immerhin schon 23 Punkte aus sieben Siegen und zwei Unentschieden sammelten und in der Tabelle auf dem soliden 10. Platz rangieren, trägt der SC Enger etwas mit sich herum, das ansonsten niemand haben will: Die Rote Laterne.
Doch genau das erhöht die Fallhöhe für die favorisierten Gäste. „Die Gefahr, den Gegner zu unterschätzen, ist sicherlich da. Deshalb wird es bei uns eine Ansprache mit erhobenem Zeigefinger geben“, betont Dielingens Coach Sebastian Schmidt.

Er wird seine Formation auf jeden Fall verändern müssen, denn mit Abwehrmann Yannik Bisanz (Kurzurlaub), Abräumer Samet Uslu (Verletzung am Auge) und Kapitän Marco Stagge (beruflich unterwegs) fehlen drei Akteure, die im jüngsten Duell gegen TuRa Löhne (1:2) in der Startelf standen. Und in David Schmidt (5. Gelbe Karte) steht ein weiterer Leistungsträger nicht zur Debatte. „Das trifft uns hart“, meint Sebastian Schmidt, dessen Vorgabe für die Partie beim Tabellenletzten jedoch unverändert bleibt: „Da muss ein Sieg her!“



FSC Eisbergen - TuS Brake Bielefeld (So 15:00)




SV Kutenhausen-Todtenhausen - TuS Jöllenbeck (So 15:00)
Das Hinspiel gewannen die „Jürmker“ noch souverän mit 4:0. „Ich erwarte dieses Mal nicht unbedingt das gleiche Ergebnis, aber gewinnen wollen wir auf jeden Fall“, sagt Trainer Tobias Demmer. In Kutenhausen muss der TuS-Coach auf Brian Ketscher verzichten, der sich einer Operation am Zeh unterziehen musste.



TuRa Löhne - FC Rot-Weiß Kirchlengern (So 15:00)
TuRa Löhne – RW Kirchlengern (Hinrunde 4:2). Das 4:2 an der „Else“ in der Hinrunde war einer der stärksten Auftritte der Löhner, die schon 4:0 führten und dann die Zügel etwas schleifen ließen. Dem Spiel gegen das Team der Stunde fiebern alle bei TuRa entgegen. Trainer Cetin Cakar hofft bei dem Duell auf Augenhöhe auf defensive Stabilität, schnelles Umschalten und Galligkeit vor dem Tor.

Während TuRa den sechsten Heimsieg ansteuert und bis auf Platz drei vorrücken kann, will RWK seinen Erfolgslauf fortsetzen. Unter Trainer Daniel Halfar glückten acht Siege in Serie, die letzte Niederlage gab es am 21. Oktober 2018 mit 0:3 gegen Stift Quernheim. RWK hatte allerdings viele enge Siege darunter, unter anderem 2:1 gegen Lohe, FC Herford, 2:1 in Dützen, 3:2 gegen Brake. Mal sehen, ob die Rinnelts und Co. den Vormarsch von Rot-Weiß stoppen können.

Noch immer weist Daniel Halfar als RWK-Trainer eine blütenweiße Weste auf. „Wir hoffen natürlich, dass das auch am Sonntag so bleibt“, so Halfar vor dem Gastspiel bei TuRa Löhne. Dass das gewonnene Selbstvertrauen seiner Elf in Überheblichkeit umschlagen könnte, glaubt der Ex-Profi nicht. „Wir sind natürlich selbstbewusst, machen im Training aber eher einen Schritt mehr als zu wenig“. lobt der Trainer die Einstellung seiner Spieler, die Halfar gemeinsam mit seinem Trainerteam auf TuRa vorbereitet hat. „Dennoch werden aber auch die Tagesform und die Einstellung entscheiden“, glaubt der Coach. „Das ist ja das Schöne am Fußball: Es kommt immer anders, als man denkt.“ Hakim Aytan konnte zuletzt nur eingeschränkt trainieren, ob der Angreifer am Sonntag spielen kann, steht noch nicht fest.


BV Stift-Quernheim - FC Herford (So 15:00)
Für Rolf Kuntschik, Trainer des BV Stift Quernheim, sind die kommenden Spiele gegen den FC Herford und eine Woche darauf gegen Bad Salzuflen Partien, „in denen wir punkten müssen.“
Die seit Wochen sehr angespannte Personallage hat sich durch den Ausfall von Christian Fahrnow noch weiter zugespitzt. „Die Jungs, die da sind, geben alles und werden sich auch am Sonntag richtig reinhängen, aber es wäre natürlich wünschenswert, mal mit mehr Leuten zu trainieren, so ist das natürlich nicht optimal.“ Bei den Gästen erwartet der BV-Trainer nach dem 0:8 gegen Bad Oeynhausen eine Reaktion. „Ich erwarte in jedem Fall ein wuseliges Spiel“, so Kuntschik.


FC Bad Oeynhausen - SC Bad Salzuflen (So 15:00)
Der Spitzenreiter hat alle personellen Weichen für die nächste Saison gestellt, geht entschlossen und als klarer Favorit in die Partie gegen den Drittletzten. FCO-Trainer Holm Windmann warnt aber vor den Lippern, die jüngst in Bruchmühlen deutlich unter Wert geschlagen wurden: „Das 0:6, so habe ich von verschiedenen Quellen gehört, entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Bad Salzuflen hat mehrfach Pfosten und Latte getroffen, der TuS aus sechs Chancen sechs Tore gemacht. Wir sind also gewarnt. Das ist eine ganz andere Mannschaft als in der Hinrunde. Wir sollten hinten also nicht eine Sekunde pennen, das wird kein Spaziergang. Das habe ich allen Spielern auch so deutlich klar gemacht.“

Windmann betonte, dass er am vergangenen Sonntag gerne gegen den SC Vlotho gespielt hätte (die sagten das Testspiel wegen vieler Verletzter ab), um im Rhythmus zu bleiben. Es fehlen weiterhin Betim Sahitaj (nach zwei Wochen Pause mit Bänderriss) und Torwart Tim Viergutz (Augenhöhle verletzt). Der Rest ist fit und will den neunten Heimsieg im zehnten Spiel einfahren. Nur Dützen entführte jüngst einen Punkt beim FCO.


Freie Turnerschaft Dützen - SC Blau-Weiß Vehlage (So 15:30)
Lang, lang ist’s her. Als der SC BW Vehlage zuletzt ein Spiel in der Bezirksliga gewann, hingen noch Blätter an den Bäumen und die Weihnachtsdekoration stand im Schrank. Genauer gesagt schrieb man den 11. November 2018, als die Blau-Weißen ihr Herz in die Hand nahmen und dem Tabellenzweiten TuS Bruchmühlen eine ebenso überraschende wie empfindliche 2:3-Niederlage beibrachten – da war beim Lübbecker Aufsteiger die Welt noch in Ordnung.

Doch vier Monate und fünf Spiele später ist von dieser erfreulichen Momentaufnahme nicht viel übrig geblieben: Vehlage verlor fünf Mal in Folge, blieb auf seinen 19 Zählern hocken und muss sich mittlerweile ängstlich umdrehen und als Tabellen-13. nach den Mannschaften auf den drei Abstiegsplätzen Ausschau halten.

Und diese Durststrecke droht an diesem Sonntag weiter zu gehen. Zu Gast sind die Vehlager nämlich beim formstarken Tabellensechsten FT Dützen, der in diesem Jahr nach einem 1:1 bei Spitzenreiter FC Bad Oeynhausen und dem 3:2 gegen BV Stift Quernheim noch ungeschlagen ist. Auch der Verlauf des Hinspiels taugt den Vehlagern nur bedingt als Mutmacher. Zwar schafften die Mannen von Trainer Heinrich Dyck seinerzeit in der spannenden Partie samt vogelwilder Schlussphase den 2:2 Ausgleich in der Nachspielzeit, doch es wurde noch ein bisschen weitergespielt – erst nach dem 2:3 (90.+3) und 2:4 (90.+5) war Schluss.

Aufrufe: 08.3.2019, 19:20 Uhr
FuPa / NWAutor

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