Diese Grätsche führte zum Elfmeter für Kirchlengern. F: Finke
Diese Grätsche führte zum Elfmeter für Kirchlengern. F: Finke

Bezirksliga Staffel 1: Drei Top-Spiele im Video!

TuS Bruchmühlen besiegt SV Kutenhausen/Todtenhausen trotz doppelter Unterzahl mit 5:3. SC Enger ist nach Niederlage gegen Eisbergen abgestiegen

Während der FC Bad Oeynhausen in der Bezirksliga Staffel 1 nach dem 4:0 gegen TuRa Löhne wieder in der Spur zu sein scheint, wird die Lage beim FC Herford am Tabellenende immer bedrohlicher. Die Herforder unterlagen Brake mit 0:8 und rutschten auf einen Abstiegsplatz. Den Befreiungsschlag verpasste der TuS Lohe durch ein 1:2 daheim gegen Vehlage.Der FSC Eisbergen gewinnt den Abstiegskracker gegen SC Enger

SC Enger - FSC Eisbergen 1:2
Der Abstieg ist längst besiegelt – doch der SC Enger hat sich in der Fußball-Bezirksliga im Heimspiel gegen den FSC Eisbergen teuer verkauft. Am Ende gab es eine knappes 1:2 (0:1). „Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, sagt SCE-Trainer Michèl Ciomber.

Die ersten 45 Minuten gingen klar an die Gäste von der Porta Westfalica. Ciomber: „Wir haben sehr viele Fehler gemacht und die erste Halbzeit komplett verschlafen.“ Und so war die frühe Führung der Eisberger (4.) zur Pause denn auch vollauf verdient. Nach dem Wechsel stellte Enger um – und schon lief es viel besser. Gleich in der 48. Minute vergab Sebastian Schnittger eine Riesenchance.

Dann machte es Schnittger besser, als er nach einem im Mittelfeld abgefangenen Abstoß allein auf den Keeper zulief und diesen per schönem Heber überwand (61.). Danach gab es auf beiden Seiten gute Chancen, etwa beim FSC, der zweimal die Latte traf oder für den SCE erneut durch Schnittger, dessen Schuss bei einem Konter auf der Linie geklärt wurde (74.). Und so feierte Eisbergen mit seinem Treffer zum 2:1 per 20-Meter-Schuss doch noch den Sieg (80.).


Schiedsrichter: Saban Cakar - Zuschauer: 70
Tore: 0:0 Lukas Wehage (3.), 0:1 Lukas Wehage (4.), 1:1 Sebastian Schnittger (61.), 1:2 Jan Nolting (80.)



TuS Bruchmühlen - SV Kutenhausen-Todtenhausen 5:3
„Wer mit neun Mann am Ende noch so stark gewinnt, kann gar nicht schlecht gespielt haben“, sagte Trainer Michael Bernhardt nach dem 5:3 (3:2)-Heimsieg seines TuS Bruchmühlen in der Fußball-Bezirksliga gegen den SV Kutenhausen-Todtenhausen.
Nach einer 3:2-Führung dezimierte sich der TuS doppelt, kassierte den Ausgleich – um am Ende doch noch zu gewinnen. Damit bleibt die Fichtenelf weiterhin Tabellenzweiter. Julien Mädler avanciert mit einem Viererpack zum Spieler des Tages. Schon nach wenigen Sekunden schockten die Gäste den TuS. Julian Idelberger erzielte nach einem Konter das frühe 0:1. Von den Gastgebern, die über die gesamte Spielzeit spielbestimmend waren, kam aber die schnelle Antwort. Mädler traf zum Ausgleich (4.).

Die erneute Gästeführung durch Jonas Horstmann (15.) drehten Ali Erdogan (28.) und Mädler (36.) noch vor der Halbzeitpause für Bruchmühlen zum 3:2.
„Dann wurde es komisch“, so Coach Bernhardt. Nach zwei unnötigen gelb-roten Karten für Ali Erdogan (41.) und Calvin König (65.) glich Eric Beims für die Kutenhausen aus (72.). Dank einer mannschaftlich starken Leistung gelang Bruchmühlen aber tatsächlich noch ein später Doppelschlag von Julien Mädler zum Sieg (75., 83.).

Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Julian Idelberger (2.), 1:1 Julien Mädler (4.), 1:2 Jonas Horstmann (15.), 2:2 Ali Erdogan (28. Foulelfmeter), 3:2 Julien Mädler (36.), 3:3 Eric Beims (72.), 4:3 Julien Mädler (75.), 5:3 Julien Mädler (83.)


FC Bad Oeynhausen - TuRa Löhne 4:0
Bezirksligist FC Bad Oeynhausen hat das mit Spannung erwartete Nachbarderby gegen TuRa Löhne verdient mit 4:0 (1:0) gewonnen und damit seinen Vier-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze vor dem TuS Bruchmühlen souverän verteidigt. Die handverlesenen 99 Zuschauer in der Sparkassen-Arena sahen ein überraschend einseitiges Derby, in dem der Tabellenführer von Beginn an Dominanz ausstrahlte. Insbesondere über die mit Timo Mühlmeier und Louis Bierbaum extrem starke rechte Außenbahn wurden immer wieder gefährliche Angriffe inszeniert.
In der 20. Minute hatten die FCO-Anhänger dann das erste Mal den Torschrei auf den Lippen, als Bierbaum den Ball aus fünf Metern nicht im Gehäuse unterbrachte. Einzige echte Löhner Torchance hatte Luca Albrecht, der Torhüter Mirko Göhner mit einem Flachschuss zu einer Parade zwang (22.). In der 26. Minute fasste sich der ebenfalls wieder sehr gut aufgelegte Hashem Celik aus 20 Metern ein Herz und die Kugel schlug unhaltbar zum 1:0 ein. „Endlich hat Hashem mal aus der Distanz geschossen“, freute sich FCO-Trainer Holm Windmann. In der zweiten Halbzeit musste Windmann die starken Bierbaum und Mühlmeier aufgrund von Verletzungen auswechseln. Ersetzt wurden die Beiden durch Tim Möller und Betim Sahitaj, die in der Folge genau da weiter machten, wo ihre Vorgänger aufgehört hatten. Ein Angriff nach dem Nächsten rollte in Richtung TuRa-Gehäuse und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Treffer fallen würde.
Dieser fiel dann in der 51. Minute durch Tim Möller auf Zuspiel von Celik. Nun waren auch die letzten Zweifel an einem Erfolg des FCO ausgeräumt und einer lief zu absoluter Höchstform auf. Tim Möller war von keinem Gegenspieler mehr zu stoppen. Zunächst traf Möller nach Zuckerpass von Serhat Atilgan zum 3:0 (72.) und schließlich zehn Minuten vor Spielende zum 4:0-Endstand. Der Widerstand der Gäste war zu diesem Zeitpunkt schon längst gebrochen. Bei etwas konsequenterer Chancenverwertung wäre ein noch deutlicher Erfolg der Hausherren durchaus möglich gewesen. TuRa schaffte es diesmal nicht, seine zahlreichen Ausfälle ( unter anderem Marc Rinnelt, Jannis Kerksiek, Maximilian Beckhoff) zu kompensieren und wirkte insgesamt zu lethargisch und vor allem im Angriff zu harmlos. Dies musste nach Spielende auch Trainer Cetin Cakar unumwunden zugeben: „Wir standen uns heute meistens selbst im Weg, haben viel zu viele Fehler gemacht. Irgendwie hatten wir keine rechte Spannung und waren zu schwach in der Offensive. Der FCO war heute in allen Belangen die bessere Mannschaft.“


Sein Trainerkollege Holm Windmann war mit dem Auftritt seiner Jungs verständlicherweise sehr zufrieden: „Es ist ja bekannt, dass Mannschaften, die gegen Ende einer Saison zwischen Platz 3 und 8 liegen, immer so etwa 15 Prozent weniger investieren als die Teams, für die es noch um den Titel oder den Abstieg geht. So war das heute auch. Aber ich muss natürlich auch sagen, dass die Mannschaft von Beginn an konzentriert gespielt hat und prima über die Außenbahnen agiert hat. Wir mussten schon im ersten Durchgang das eine oder andere Tor mehr schießen. Die einzige Phase, die mir heute nicht gefallen hat, war die Viertelstunde nach dem 2:0. Da waren wir nicht so konzentriert.“ Der FCO hat damit vor den letzten vier Saisonspielen weiterhin vier Zähler Vorsprung an der Tabellenspitze und reist am kommenden Sonntag zum Kreisrivalen SV Kutenhausen-Todtenhausen.

Zuschauer: 99
Tore: 1:0 Hashem Celik (26.), 2:0 Tim Möller (51.), 3:0 Tim Möller (72.), 4:0 Tim Möller (79.)


BV Stift-Quernheim - FC Rot-Weiß Kirchlengern 0:3
Nachdem in der Hinrunde Stift Quernheim mit 3:0 in Kirchlengern gewinnen konnte, sah es in dieser Partie genau andersherum aus. In einem wenig spektakulären Kampf um den Derbysieg behielt Rot-Weiß nun die Nase vorn und gewann verdient mit 3:0 (0:0) in Stift Quernheim.

In der ersten Halbzeit gestaltete sich die Partie folgendermaßen: Kirchlengern wollte den Ball wusste aber nicht so richtig damit etwas anzufangen denn die Gastgeber standen in der Defensive gut. Offensiv fand Stift Quernheim dafür allerdings gar nicht statt. Nach 20 Spielminuten verpasste es dagegen Davor Ilic RWK in Führung zu bringen als er aus guter Position zu hoch zielte. Kurz vor der Pause kamen die Hausherren dann auch zu einer guten Gelegenheit. Shindar Mohammad flankte einen Freistoß auf den Kopf von Mihail Yanev der diesen Ball aber genau in die Arme von Kirchlengern-Schlussmann Felix Heithölter köpfte.

Nach der Pause wusste Kirchlengern dann immer besser mit ihrem Ballbesitz umzugehen und münzte diesen in Tore um: Nachdem sich Daniel Sitter auf der linken Seite durchsetzen konnte passte er flach vor das Tor und fand Kapitän Davor Ilic der zum 1:0 einschob (64.). Nun wurden die Gäste vom Elsesportplatz noch dominanter und erzielten folgerichtig das 0:2 nur fünf Zeigerumdrehungen nach dem Führungstor. Alexander Sitter wurde im Strafraum von Patrick Langer unfair gestoppt.

Volkan Turp schickte BV-Torwart Lukas Heller in die falsche Ecke und vollendete den Elfmeter sicher. Nach 75 Spielminuten krönte Ilic seine Leistung nachdem per Solo das dritte Tor erzielte und die Partie damit endgültig entschied. Beide Trainer waren sich am Ende einig das der Auswärtssieg für Kirchlengern verdient war. BV-Trainer Rolf Kuntschik war mit der offensiven Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden:

,,Das präzise und schnelle Angriffspiel war einfach nicht gut genug und in der zweiten Halbzeit standen wir auch nicht mehr so stabil wie noch im ersten Durchgang.“ RWK-Coach Daniel Halfar war dagegen erneut sehr glücklich über die Mannschaftsleistung:,, Wir wussten das wir das Spiel gewinnen werden wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen. Die Mannschaft hat es heute gut gemacht.“

Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Davor Ilic (63.), 0:2 Volkan Turp (67. Foulelfmeter), 0:3 Davor Ilic (74.)


FC Herford - TuS Brake Bielefeld 0:8
Ein Schützenfest feierte der TuS Brake beim FC Herford. Sage und schreibe 8:0 gewann das Team von Trainer Frank Milse in der Nachbarstadt. Und das Kuriose: Zur Halbzeit führte der TuS erst 1:0 durch einen Treffer von Ivan Allert (44.).
Nach der Pause drehte die Milse-Elf dann aber richtig auf und machte seinen Coach, der nach der österlichen Pleite durchaus etwas traurig war, wieder froh. Hendrik Hörmann (56.) und erneut Allert (61.) machten früh den Deckel auf die Partie. Doch das reichte den Brakern nicht. Von der 67. bis zur 80. Minute schlug die Stunde von Marcel Palmowski. Vier Treffer steuerte allein der Mittelfeldmann bei. Einen weiteren, seinen dritten, erzielte Ivan Allert. Trainer Milse platzte fast vor Stolz. Er hatte eine überragende Leistung seines Teams gesehen und freute sich über die tolle Reaktion und vor allem über die unfassbare Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

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Stark begonnen, aber auch stark abgebaut: So lautet das Fazit nach der deftigen 0:8-Heimpleite (0:1) des bereits zum fünften Mal in Serie unterlegenen FC Herford im Aufsteigerduell gegen den im gesicherten Mittelfeld der Bezirksliga etablierten TuS Brake. Damit ist die Elf von Trainer Bilal Icbudak auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen.
„Es wäre sehr schade, wenn Herford absteigen würde. Bei einer nur achtminütigen Anfahrtszeit kann es für uns praktisch kein angenehmeres Auswärtsspiel geben“, wünscht Brakes Abteilungschef Ulrich „Mucki“ Quermann dem FCH insbesondere aufgrund auch künftiger Derbys den Klassenerhalt. Dieser erscheint aber wegen der eklatanten jüngsten ergebnistechnischen Entwicklung sehr fraglich.


Zudem beklagt „Billi“ Icbudak eine schwache Trainingsbeteiligung im nur einstelligen Bereich. Dies sei, so der Coach, auch ein Grund für die nach einer Stunde aufkommenden konditionellen Mängel gewesen, als die in ihren vorherigen zehn Auswärtsspielen stets sieglosen Braker in Überzahl (nach Platzverweis gegen Drilon Zeka) ohne jegliche Gegenwehr ein regelrechtes Schützenfest veranstalteten. Hiergegen stemmte sich Herfords Schlussmann Fabian Krutz noch am meisten an. Der vom SC Enger gekommene Winterzugang vereitelte in der Schlussphase mehrfach in Eins-zu-Eins-Situationen ein zweistelliges Desaster. „Für Fabian tut es mir am meisten leid. Er bringt sich sehr vorbildlich in unseren Verein ein“, lobt Bilal Icbudak seinen Keeper.
Krutz’ Vorderleute entfachten zumindest in der ersten Halbzeit ein fußballerisches Feuerwerk mit fünf hochkarätige Einschussmöglichkeiten, an denen Ümit Akman gleich dreimal (aus der Ferne, vom rechten Strafraumeck und aus Nahdistanz) maßgeblich beteiligt war. Beim von Tim Scholz aus Mittelstürmerposition erzielten vermeintlichen FCH-Führungstreffer entschied der Unparteiische auf Stürmerfoul (42.). Und so kam es wie es kommen musste: Kurz vor dem Pausenpfiff erlief Brakes Torjäger Ivan Allert einen Steilpass und vollstrecke aus abseitsverdächtiger Position zum 0:1. Das Aufbäumen der Hausherren dauerte in Halbzeit zwei zehn starke Anfangsminuten lang mit zwei Ausgleichschancen – und dann brach es über den FCH nur so herein.
Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Ivan Allert (45.), 0:2 Hendrik Hörmann (50.), 0:3 Ivan Allert (61.), 0:4 Marcel Palmowski (68.), 0:5 Marcel Palmowski (74.), 0:6 Ivan Allert (76.), 0:7 Marcel Palmowski (79.), 0:8 Marcel Palmowski (81.)
Platzverweise: Gelb-Rot gegen Drilon Zeka (63./FC Herford/Foulspiel)



TuS Lohe - SC Blau-Weiß Vehlage 1:2
Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt hat Aufsteiger BW Vehlage gemacht. Die Blau-Weißen gewannen das "Sechs-Punkte-Spiel" beim TuS Lohe knapp mit 2:1. "Am Ende war der Sieg durchaus glücklich. Aber bei unseren Spielen ist es ja fast immer bis zum Schlusspfiff nervenaufreibend", freute sich Trainer Heinrich Dyck. Dabei hatten die Vehlager auf der Lohe zumindest in der ersten Halbzeit alles im Griff. "Da hat die Mannschaft es wirklich gemacht", so Dyck. Bereits in der fünften Minute konnten die Gäste erstmals jubeln. Watschi Harutjunjan konnte im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden und den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst zum 0:1. Nur neun Minuten später konnte Vehlage durch den Routinier Gerhard Penner auf 0:2 stellen. In den zweiten 45 Minuten wurde es dann ein komplett anderes Spiel. "Warum auch immer, haben wir das Fußballspielen eingestellt. Aber wir hatten unsere Konterchancen, die wir aber nicht konsequent zu Ende gespielt haben". So wurde es besonders in der Schlussviertelstunde mehr als haarig für Vehlage. Folgerichtig traf Nico Natele in der 80. Minute zum 1:2. "Das war in den letzten 15 Minuten wirklich einen Chancen-Feuerwerk von Lohe", gab Heinrich Dyck offen zu. Allerdings konnten sich die Gäste auf ihren Keeper Nico Klosek verlassen, der mit einigen starken Paraden am Ende den Sieg festhielt. Vom geschafften Klassenerhalt will Vehlage aber -nachvollziehbarerweise- noch nichts wissen. "Das war heute enorm wichtig, aber durch sind wir noch lange nicht", tritt Dyck auf die Euphoriebremse.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Der TuS Lohe hat in der Fußball-Bezirksliga den nächsten Befreiungsschlag verpasst und hängt nach der völlig überflüssigen 1:2 (0:2)-Heimniederlage gegen SC Blau-Weiß Vehlage mit 26 Punkten wieder dick im Abstiegsstrudel, da Eisbergen (2:1) und Bad Salzuflen (3:1) ihre Spiele gewannen. Die Elf von Christian Möller muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Partie absolut schnarchnasig und uninspiriert in den ersten 30 Minuten verloren zu haben.


Die Gäste führten nach einer knappen Viertelstunde schon 2:0. Lohe wirkte wie gelähmt. Dafür zeigten die Loher nach der Pause ein völlig anderes Gesicht und schnürten die konditionell ermatteten Gäste phasenweise am Sechzehner an. Lohes Abwehrstratege Pascal Erdbrügger fragte nach dem Spiel zu Recht: „Warum zeigen wir diese Einstellung nicht über die vollen 90 Minuten?“ Erdbrügger war es auch oft, der seine Mannen verbal anstachelte („Alle jetzt noch mal 20 bis 30 Prozent drauflegen“, 70. Minute), weil er sah, dass Vehlage kaum noch hinten raus kam. Einzig Gästetorwart Nico Klosek, der kurz vor Ende ein mögliches Eigentor verhinderte und den Ball noch an die Latte lenkte sowie Unvermögen im Abschluss und auch Pech (die Loher trafen dreimal Aluminium) verhinderten wenigstens das mögliche 2:2. Vor der Pause äußerte dagegen sogar die Loher Anhängerschaft ob der Leistung lautstark Kritik am Spielfeldrand.
Doch der Reihe nach: Die Partie begann unglücklich für den Gastgeber. Nach einem öffnenden Pass (viele Loher sahen eine Abseitsstellung) konnte Lohes Jannik Schling Gästespieler Lauer nur mit einem Foul im Sechzehner stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Harutjunjan sicher in die linke Ecke zum 0:1 (5.). Lohe blieb verunsichert, gewann keine zweiten Bälle im Mittelfeld und kassierte folgerichtig in der 14. Minute schon das 0:2. Über die rechte Seite hatte sich Jarra durchgetankt. Seine Flanke nutzten die Gäste erst im zweiten Versuch: Die erste Großchance klärten die Loher unglücklich zurück zu Penner, der mit einem Rechtsschuss platziert traf. Lohe mühte sich ins Spiel zurück. Zwei Halbchancen durch Daniel Reineke (25.) und Nico Bruns (42., linker Pfosten) sprangen dabei heraus. Die Gäste vergaben nach einem Konter durch Harutjunjan das mögliche 0:3 (40.). Der Pausenpfiff war eine Erlösung.


Nach dem Seitenwechsel und der schnellen Hereinnahme von Hadi Jasin (machte viel Dampf über dir rechte Seite) zeigten die Loher endlich jene Entschlossenheit, die man erwarten konnte. Sechs größere Chancen (darunter zweimal Jannik Schling in der 85. und 89. Minute) blieben ungenutzt. Einzig Marco Reineke traf zum 1:2 (80., aus dem Gewühl). Zweimal rettete noch die Latte.


Zuschauer: 60
Tore: 0:1 Watschagan Harutjunjan (5. Foulelfmeter), 0:2 Gerhard Penner (14.), 1:2 Nico Natale (80.)


Freie Turnerschaft Dützen - TuS Jöllenbeck 2:0
Ein Satz mit X, das war wohl nix. So oder so ähnlich könnte man den Auftritt des TuS Jöllenbeck bei den Freien Turnern in Dützen zusammenfassen. Am Ende mussten sich die „Jürmker“ mit 0:2 geschlagen geben.
TuS-Trainer Tobias Demmer war zu einigen Umstellungen in seinem Spiel gezwungen. Aufgrund einer Operation fehlte Leader Sören Siek. „Er wird auch wohl auch noch bis zum Saisonende ausfallen“, berichtete Demmer, der daran aber nicht die Niederlage festmachen wollte. Insgesamt sei seine Mannschaft gut in die Partie gekommen, habe sich aber letztlich aus der Ordnung bringen lassen. Bis zur Halbzeit hatte der TuS zahlreiche gute Möglichkeiten, Dützen rettete mehrfach auf der Linie. In der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber dann zwei Mal Glück und so kam das 2:0 zu Stande. „So ein Spiel zu verlieren ist einfach total ärgerlich“, resümierte Demmer durchaus angefressen.

Zuschauer: 30
Tore: 1:0 Ramsi Mejri (53.), 2:0 Philipp Kleine (90.)

Außerdem spielte noch:

SC Bad Salzuflen - TuS Dielingen 3:1


Zuschauer: 40
Tore: 1:0 Jan Ehlert (17.), 2:0 Kevin Obaro (34.), 2:1 Samet Uslu (86.), 3:1 Georgios Athanassiadis (90.)

Aufrufe: 028.4.2019, 19:30 Uhr
FuPa/ NWAutor

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