F: Gerth
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Bezirksliga I: Torfestival am 19. Spieltag

Brake holt wichtigen Dreier, Jöllenbeck kämpft sich zurück. Enger verliert das nächste Kellerduell. RW Kirchlengern baut Erfolgsserie aus. Kantersieg für Spitzenreiter FCO.

Unnötige Niederlage - BV Stift Quernheim unterliegt bei der FT Dützen mit 2:3. RW Kirchlengern schlägt BW Vehlage mit 2:1 und gewinnt damit das achte Spiel in Folge. Auswärtssieg fällt viel zu hoch aus, der TuS Bruchmühlen gewinnt deutlich mit 6:0 bei Kellerkind SC Bad Salzuflen. Der TuS Lohe verlässt mit dem ersten Sieg nach fast sechs Monaten die Abstiegsränge.

TuS Dielingen - FSC Eisbergen 6:0
Den ersten Sieg in 2019 perfekt gemacht und dabei im halben Dutzend getroffen: Der TuS Dielingen hat sich für die 1:3 Niederlage in Kutenhausen eindrucksvoll revanchiert und den FSC Eisbergen beim 6:0 (4:0) ordentlich „vermöbelt“. Giovanni Ronzetti stach mit drei Treffern heraus, den Rest besorgten beim höchsten Heimsieg seit Jahren Vitalij Loginov (1:0), Giorgio Ronzetti (3:0) und Gibril Jammeh (5:0).

Damit haben die Dielinger ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf nun acht Punkte ausgebaut. Und mit der Einstellung vom gestrigen Auftritt sollte auch am kommenden Samstag, 2. März, zu Hause gegen TuRa Löhne einiges möglich sein.

Am vergangenen Sonntag beim 1:3 in Kutenhausen hatten die Dielinger die erste Halbzeit verschlafen, diesmal waren sie von Beginn an in den Zweikämpfen präsent – und das zahlte sich aus. Nach einer Ecke war Vitalij Loginov per Kopf zum frühen 1:0 (7.) zur Stelle. Der TuS Dielingen hatte einen optimalen Start erwischt, doch es sollte noch besser kommen, viel besser.

Eisbergens Abwehrspieler Marc Oelmann hielt Giorgio Ronzetti fest, auf Kosten eines Foulelfmeters und zerrissenen Ärmel. Giovanni Ronzetti verwandelte zum 2:0 (19.), doch kaum war der „Schnick-Schnack-Schnuck-Jubel“ beendet, da pfiff der gute Schiedsrichter Stefan Uphaus auf der anderen Seite. Diesmal bekamen die Gäste nach Foul von Ali Döpke an Fabien Steinmann die Kugel auf dem Punkt serviert, doch Andriko Salein rutschte bei der Ausführung weg und schob vorbei.

Stattdessen ließen es die Gastgeber auf der anderen Seite klingeln. Giorgio Ronzetti lief den schwimmenden Eisberger Abwehrspielern davon und schloss beherzt ab – 3:0 (29.). Ein Doppelschlag, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später passte der auf der rechten Seite durchgebrochene Tristan Groß uneigennützig in die Mitte, wo Giovanni Ronzetti keine Mühe hatte, um zu vollenden. Eine 4:0-Führung nach 31 Minuten – so etwas dürfte es in Dielingen lange nicht mehr gegeben haben.
Für die Gäste kam es noch dicker, denn sie verloren den verwarnten Marc Oelmann nach Foul an Tristan Groß mit gelb-rot (39.).

In der zweiten Halbzeit setzten die Dielinger sofort nach und ließen nach Chancen für Loginov und Giorgio Ronzetti den fünften Treffer durch den eingewechselten Gibril Jammeh (63.) folgen. Der Schlusspunkt in der 87. Minute war wieder Giovanni Ronzetti vorbehalten, der mit einem verwandelten Strafstoß das halbe Dutzend voll machte.


Zuschauer: 70
Tore: 1:0 Vitalij Loginov (7.), 2:0 Giovanni Ronzetti (19. Foulelfmeter), 3:0 Giorgio Ronzetti (29.), 4:0 Giovanni Ronzetti (31.), 5:0 Gibril Jammeh (63.), 6:0 Giovanni Ronzetti (87. Foulelfmeter)


TuS Lohe - SC Enger 4:0
Das lange Warten auf den fünften Saisonsieg hatte am Sonntag endlich ein Ende: Durch einen auch in der Höhe verdienten 4:0 (2:0)-Sieg verließ der TuS Lohe den Abstiegsrang 14 und kletterte einen Platz hoch mit nun 16 Punkten. Lohe übernahm gleich von Beginn an das Kommando gegen defensiv äußerst schwache Gäste und musste schon nach 20 Minuten höher führen als nur 1:0. Zu hoch sollten die Loher den Sieg nicht hängen, am kommenden Wochenende kommt mit Kutenhausen-Todtenhausen eine Mannschaft anderen Kalibers.

Andreas Hinkelmann vertrat den Grippe erkrankten Trainer Christian Möller und war nach dem 4:0 rundum zufrieden: „Wir haben richtig guten Fußball gespielt und dabei tolle Spielzüge gezeigt. Ein Alexander Felde ist heute förmlich aufgeblüht, auch Adrian Koch hat im Deckungszentrum eine starke Partie gemacht. Ich denke, die Elf hat es heute begriffen, worum es ging, wir haben auch nach dem 2:0 weiter nach vorne gespielt.“ Die Partie war keine fünf Minuten alt, da hatte Alexander Felde (3., 5., jeweils geblockt bei seinen Schussversuchen) schon zwei sehr gute Chancen auf den Schlappen, Enger verteidigte sorglos und extrem fehlerhaft (Zweikampfquote mies, Bälle oft ins Zentrum abgewehrt, viel zu weit weg von den Gegenspielern) und kassierte so zwangsläufig das 0:1 durch Marco Reineke nach 15 Minuten der von Felde freigespielt den Ball aus gut 13 Metern in die rechte Ecke zirkelte. In der 22. Minute musste Julian Hartmann das 2:0 nachlegen, er schaltete aus zwei Metern im Gewühl einen Tick zu langsam. Lohe verlor auch nach dem Ausfall der beiden Angreifer Rene Kagels (32, angeschlagen) und Julian Hartmann (40., Knie verdreht) offensiv ausgerichtet nach vorne und erhöhte kurz vor der Pause durch Alexander Felde (43., Vorarbeit Marco Reineke) auf 2:0.

Nach dem Seitenwechsel wehrten sich die Gäste aus Enger bei zwei Halbchancen (47., Freistoß auf die Latte) etwas mehr, dann übernahm Lohe wieder das Kommando und erarbeitete sich Chancen am laufenden Band. Doch nur Felde (74., sein zweiter Treffer) und Nico Natale (89., Pass Felde, vorher hatte Squarra das Spiel schnell gemacht) trafen noch zum 4:0-Erfolg, dem höchsten Heimsieg. Die beiden Reinekes Marco und Daniel, „Calli“ Erdbrügger, der quirlige Haeder und Alexander Felde ragten heraus. Lohe atmet auf.

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So wird das nichts mit dem Klassenerhalt: Der SC Enger hat mit dem 0:4 (0:2) beim TuS Lohe das zweite Kellerduell in Folge verloren und behält so weiterhin die Rote Laterne. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen“, ärgerte sich SCE-Coach Michèl Ciomber.

Die Engeraner kamen von Beginn an nicht in die Zweikämpfe, auch wegen einiger personeller Ausfälle passten die Abstände hinten und vorne nicht. „Das war nur Begleitservice. Mehr nicht“, sagte Ciomber. Bis zur Pause hatten die Wittekindstädter keine einzige Torchance. Dafür fielen die Treffer auf der anderen Seite, nämlich in der 13. und 42. Minute zum 0:2-Zwischenstand.

Nach dem Wechsel stand dann eine ganz andere SCE-Elf auf dem Platz. „Wir sind super aus der Kabine gekommen“, so Ciomber. So knallte ein Freistoß von Kapitän Can Polat an die Latte und Sayim Yilmaz vergab völlig frei aus fünf Metern per Kopf. Doch das Engeraner Hoch hielt nur für 20 Minuten. Spätestens als Lohe nach einem stark gespielten Konter auf 3:0 stellte, war die Luft raus (73.). Dass Polat auch noch eine umstrittene gelb-rote Karte wegen angeblichen Meckerns sah, setzte dem ganzen noch die Krone auf. Dass Lohe noch das 4:0 erzielte, hatte nur noch statistischen Wert (88.).
„Der Loher Sieg ist hochverdient“, gab Michèl Ciomber offen zu, „nur 20 Minuten gut spielen reicht eben nicht.“


Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Marco Reineke (13.), 2:0 Nico Natale (42.), 3:0 Alexander Felde (73.), 4:0 Nico Natale (88.)


SC Bad Salzuflen - TuS Bruchmühlen 0:6
In der Vorwoche hatte Michael Bernhardt, Trainer des TuS Bruchmühlen, beim 3:1-Sieg gegen den FC Herford noch die mangelnde Chancenverwertung seiner Elf kritisiert. Die schien Bernhardt erhört zu haben, denn beim 6:0-Erfolg am Sonntagnachmittag beim SC Bad Salzuflen auf dem Kunstrasen in Wüsten präsentierte sich der Tabellenzweite höchst effektiv und machte aus den ersten vier Abschlüssen vier Tore.

Nach dem frühen 1:0 durch Julien Mädler in der 6. Minute schraubten Marco Brandao Bello (15.), erneut Mädler (24.) und Linksfuß Manuel Rahde (36.), der auch als Vorbereiter von insgesamt vier Toren glänzte, das Ergebnis bis zur Pause vorentscheidend auf 4:0 in die Höhe. Im zweiten Abschnitt passierte nicht mehr ganz so viel, dennoch reichte es für die Gäste zu zwei weiteren Treffern in der Schlussviertelstunde durch einen Doppelschlag von Alexander Schal.

„Das Ergebnis ist um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen und täuscht über den Spielverlauf etwas hinweg, denn auch Bad Salzuflen hatte einige sehr gute Gelegenheiten“, relativiert der Trainer den Kantersieg.

„Wir hatten aber heute einen sehr guten Robin Rentz im Tor und waren vorne eben sehr effektiv“, so Bernhardt, der mit dem Abwehrverhalten seiner Akteure allerdings nicht zufrieden war. „Da hat sich so etwas wie Frühjahrsmüdigkeit bemerkbar gemacht, wir haben bis zum eigenen Strafraum nicht gut verteidigt und zu viele Chancen zugelassen“, bemängelte Bernhardt.


Zuschauer: 45
Tore: 0:1 Julien Mädler (6.), 0:2 Marcos Brandao Bello (15.), 0:3 Julien Mädler (24.), 0:4 Manuel Rahde (36.), 0:5 Alexander Schal (76.), 0:6 Alexander Schal (78.)


FC Herford - FC Bad Oeynhausen 0:8
Arg unter die Räder kam der auf mehrere Stammkräfte verzichtende Aufsteiger FC Herford bei seinem mit 0:8 (0:1) endenden ersten Neujahrsheimspiel der gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter FC Bad Oeynhausen.
„Mir fehlen die Worte! Das ist ein ganz bitterer Tag. Uns wurden heute deutlich die Grenzen aufgezeigt. Wir waren körperlich nicht in der Lage, mitzuhalten. Die Jungs wissen jetzt hoffentlich, worauf es ankommt. Wir können uns nur durch gutes Training verbessern. Dafür müssen alle mitziehen“, lautet die ernüchternde Analyse des nach einer Stunde „notgedrungen“ sich selbst einwechselnden Herforder Spielertrainers Engin Yildiz. „Bad Oeynhausen ist natürlich auch eine Supermannschaft.“

Zumindest attestierte Yildiz seinen Schützlingen eine gute erste Halbzeit, in der sein Team den Primus aus der Badestadt zumindest anfangs neutralisierte. Während man zwei gefährliche Spielzüge in der Anfangsviertelstunde schadlos überstand, klärte bei einem Entlastungsangriff FCO-Keeper Mirko Göhner durch gekonntes Stellungsspiel vor dem heraneilenden Sidibe Mamadou Kaba.

Nach 20 Minuten eröffnete Tim Möller mit einem Flachschuss aus 21 Metern den Torreigen, bevor der im weiteren Verlauf durch jeweilige Steilpässe ausgehebelte FCH zweimal Glück besaß. Hierbei leistete Schlussmann Fabian Krutz in der 29. Minute seine größte Rettungstat gegen Sascha Manske. Nach dem Seitenwechsel hielt Herford das Geschehen immerhin noch in der Anfangsviertelstunde offen. Allerdings reichte es nur zu einer Torchance durch Umit Akman. Danach entschied ein jeweils durch Serhat Atilgan vorbereiteter Doppelschlag von Hashem Celik (62.) und Manske (64.) vorzeitig die Partie. Danach brachen bei den Hausherren alle Dämme.

„Ich will das 8:0 nicht überbewerten. Es ist nicht so, dass wir die Herforder an die Wand gespielt haben. Sie haben sich in der ersten Halbzeit durchaus aufgeräumt präsentiert und besaßen in einer Szene sogar die Chance zum Ausgleich. Wir haben es uns teilweise selbst schwer gemacht“, sagt FCO-Coach Holm Windmann. „Wir haben auch schon vor der Pause guten Fußball gespielt, aber erst mit dem 2:0 in der 62. Minute und dem sofort folgenden 3:0 zeigten die Herforder Auflösungserscheinungen. Bis dahin war es recht schwierig. Es freut mich auch, dass alle unsere Stürmer getroffen haben. Wir waren am Ende permanent auf Tore aus.“


Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Tim Möller (20.), 0:2 Hashem Celik (62.), 0:3 Sascha Manske (63.), 0:4 Hashem Celik (77. Foulelfmeter), 0:5 Nizamadin Cakmak (79. Eigentor), 0:6 Maximilian Gierasinski (82.), 0:7 Sascha Manske (85.), 0:8 Serhat Atilgan (89.)


FC Rot-Weiß Kirchlengern - SC Blau-Weiß Vehlage 2:1
Am 19. Spieltag kam es zum Aufeinandertreffen zwischen dem FC Rot-Weiß Kirchlengern und dem SC BW Vehlage. In einem intensiven Spiel mit vielen Zweikämpfen und viel Ballbesitz für Kirchlengern sowie einer gut gestaffelten Defensive der Gäste gewann Kirchlengern am Ende verdient mit 2:1 (0:0).

In der ersten Halbzeit tat sich Kirchlengern sehr schwer gegen die Abwehrreihe von Vehlage und erspielte sich wenige gute Torchancen. Bereits hier forderte RWK-Trainer Daniel Halfar:,, Der letzte Pass muss genauer kommen.“ Einmal kam dieser angesprochene letzte Pass im ersten Durchgang an. Nach starker Vorarbeit vom auffälligen Yusuf Tumani kam Daniel Sitter freistehend zum Schuss, dieser wurde kurz vor der Linie vom Torwart des Sportclubs Thorsten Korejtek pariert. In der Offensive sorgten die Gäste für keine nennenswerten Aktionen.

In der Halbzeit muss Halfar die richtigen Worte an seine Mannschaft gerichtet haben. Denn in der 48. Minute erzielte Daniel Sitter die längst überfällige Führung. Nach einem feinen Pass von Kapitän Davor Ilic stand Sitter halb links frei vor Korejtek und vollendete ins linke untere Eck. Danach wurde das Spiel zunehmend hektischer, viele kleine Fouls die zu einigen Diskussionen auf beiden Seiten führten. Kirchlengern wurde dabei etwas unkonzentrierter und ließ Vehlage immer mehr ins Spiel kommen, dabei sprangen aber meist nur Standardsituationen heraus die keine große Gefahr schafften. In der 81. Spielminute nutzten die Gastgeber dann eine Unachtsamkeit der Hintermannschaft von BW: Nach einer zu kurz geratenen Rückgabe schob Rückkehrer Jan Kallabis zum 2:0 ein. Entschieden war die Partie trotzdem nicht, denn nur drei Minuten später verkürzte Vehlage in Person von Benjamin Rossel durch einen gut vorgetragenen Spielzugzum 2:1. In den letzten Minuten warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, während RWK mit den Einwechselungen von Kayhan Kilbasoglu und Lukas Büker nochmal für Stabilisation sorgte. Am Ende stand ein ungefährdeter Heimsieg für Kirchlengern zu Buche, den Trainer Daniel Halfar gerne mitnahm:,, Auch solche Spiele muss man gewinnen, das zeichnet eine gute Mannschaft aus. Durch das Spielfreie kommende Wochenende können wir jetzt intensiv weiterarbeiten.“

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Aufsteiger BW Vehlage hat auch das zweite Pflichtspiel des neuen Jahres verloren. Die Mannschaft Heinrich Dyck kassierte bei RW Kirchlengern eine knappe 1:2 (0:0)-Niederlage.
„Es ist ärgerlich, diese Partie verloren zu haben. Wir haen uns sehr gut aus der Affäre gezogen“, lautete das Fazit von Vehlages Trainer Heinrich Dyck, der mit einem erneut knappen Kader in Kirchlengern angetreten war. Doch seine Mannschaft stand in den ersten 45 Minuten defensiv sehr stabil und ließ nur eine Großchance der Hausherren zu, die von Schlussmann Thorsten Korejtek per Fußabwehr vereitelt werden konnte.

Kurz nach der Pause gerieten die Vehlager allerdings nach einer Unachtsamkeit in der Defensive mit 0:1 (48.) in Rückstand, als der aufgerückte Sitter erfolgreich war. Vehlage hielt die Begegnung anschließend offen, doch Kirchlengern zeigte sich im Abschluss effektiv. Abwehrspieler Kallabis nutzte einen Abspielfehler in der Vehlager Defensive zum vorentscheidenden 2:0.
Zwar gelang Patrick Rossel in der 84. Minute der Anschlusstreffer zum 2:1, doch anschließend hatten die Dyck-Schützlinge keinen zwingenden Abschluss mehr zu verzeichnen.


Schiedsrichter: Yasin Eksi (Türk Gücü PB) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Daniel Sitter (48.), 2:0 Jan Kallabis (81.), 2:1 Benjamin Rossel (84.)


TuS Jöllenbeck - TuRa Löhne 3:1
„Erste Halbzeit pfui, zweite Halbzeit hui“, lautete die Zusammenfassung von Jöllenbecks Trainer Tobias Demmer nach dem 3:1–Heimerfolg über TuRa Löhne.
Die „Jürmker“ taten sich zunächst etwas schwer, vernünftig in die Partie zu kommen, mussten dann auch noch nach einem Eckball das 0:1 hinnehmen (37.). „In der Halbzeit musste ich dann einmal etwas deutlicher werden, das hat aber offenbar auch gut funktioniert, denn dann waren wir wie ausgewechselt und haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt“, war Demmer erfreut über den Sinneswandel seiner Jungs.
Sören Siek schoss den TuS zum Ausgleich (61.) und Fatih Karabas gelang ein Doppelpack (66., 72.), welches den Sieg eintüten sollte. Beide Male wurde er mustergültig am zweiten Pfosten von Erik Günter bedient. „Vor der Leistung in der zweiten Halbzeit ziehe ich meinen Hut, das war wirklich sehr gut anzusehen“, lobte Demmer. Die Löhner fielen zwar in der Tabelle hinter Jöllenbeck und Dützen zurück, können aber am kommenden Samstag mit einem Sieg in Dielingen wieder in die Top 5 zurückkehren.


Zuschauer: 55
Tore: 0:1 Lars Bürger (37.), 1:1 Sören Siek (61.), 2:1 Fatih Karabas (66.), 3:1 Fatih Karabas (72.)


TuS Brake Bielefeld - SV Kutenhausen-Todtenhausen 1:0
Leon Böckstiegel ist in Brake gemeinsam mit Keeper Sebastian Apelt der Spieler des Spiels. Während Böckstiegel das Siegtor zum 1:0 gegen den SV Kutenhausen/Todtenhausen schoss, hielt Apelt einen Elfmeter.
„Spielerisch waren wir in der ersten Halbzeit wirklich richtig gut, gerade auch wenn man bedenkt, dass wir ordentlich rotieren mussten“, erzählte Brakes Trainer Frank Milse. Der Coach hatte einen schönen und vor allem sicheren Spielfluss seiner Mannschaft gesehen. Einzig die ein oder andere Aktion in der Rückwärtsbewegung sei nicht ganz optimal verlaufen.
Nach einem vermeintlichen Foul von Firat Sansar zeigte der Unparteiische auf den Punkt, doch Schnapper Apelt war auf dem Posten und hielt gegen Hendrik Klein (26.). „Den hat er richtig gut gehalten“, lobte Milse.
Zu einem „psychologisch überragenden Zeitpunkt“ (Milse) gelang Böckstiegel das Tor des Tages (46.). „Ein wichtiges Ding“, kommentierte Milse.


Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Leon Böckstiegel (46.)


Freie Turnerschaft Dützen - BV Stift-Quernheim 3:2
„Für uns war hier in jedem Fall mehr drin.“ So analysierte Rolf Kuntschik, Trainer des BV Stift Quernheim die 2:3-Niederlage seiner personell schwer gebeutelten Mannschaft beim Tabellennachbar FT Dützen, bei dem das Endergebnis bereits zur Pause feststand.

Von der 1:0-Führung der Gastgeber durch ein kurioses Eigentor von Philipp Nitz, der den Ball schon in der 4. Minute ins eigene Tor drosch, erholten sich die Stift Quernheimer schnell und glichen zehn Minuten später durch Timo Nuyken nach einem gut durchgespielten Angriff über die rechte Seite zum 1:1 aus. Lucas Kewitz nutzte in der 21. Minute einen Fehler von FTD-Torwart Patrick Wehmeyer im Nachfassen sogar zur 2:1-Führung.

„Danach haben wir es aber zu wild gespielt und vor allem die langen Bälle der Dützer in die Spitze insgesamt nicht gut verteidigt“, meinte Rolf Kuntschik. „Sowohl der 2:2-Ausgleich durch ein Solo von Marten Neppert als auch das 3:2 für Dützen durch Paul Stichling durch einen Distanzschuss hätten wir verhindern können“, haderte der Trainer mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft.

So ging es mit einem unnötigen Rückstand in die Kabinen. Nach dem Wechsel versuchten die Gäste noch einmal Druck aufzubauen, zwingende Torchancen ergaben sich für die Stift Quernheimer, die mit Christian Fahrnow, der in der 71. Minute ausgewechselt werden musste, einen weiteren verletzten Spieler zu beklagen haben, aber nicht.

„Ich bin froh, dass jetzt erstmal Pause ist“, so Kuntschik angesichts des spielfreien Karnevals-Wochenendes. „Die Jungs haben das insgesamt gut gemacht, es ist schade, dass wir nichts mitnehmen konnten.“


Zuschauer: 100
Tore: 1:0 (4. Eigentor), 1:1 Timo Nuyken (14.), 1:2 Lucas Kewitz (21.), 2:2 Marten Neppert (34.), 3:2 Paul Stichling (36.)
Aufrufe: 024.2.2019, 19:50 Uhr
FuPa / NWAutor

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