370 Zuschauer sahen auf dem gut präparierten Rasenplatz in Ferschweiler eine intensiv geführte Partie. Metterich hatte spielerische Vorteile. Der Ball lief besser durch die eigenen Reihen als bei den Ralingern. Großchancen von Lennard Müller (SG-Torwart Marius Kaufmann klärt per Fuß, 14.) und Julian Barz (18., Latte) blieben ungenutzt. Ein unnötiges Foul von Matthias Streit an Luca Barthel führte zum Elfmeter, den Sebastién Blaise eiskalt verwandelte (31.). Metterich wirkte durch den Rückstand geschockt, hatte Glück, dass Alessandro Fiorani – einer von mehreren früheren Luxemburger Erstligaspielern im Sauertaler Kader – nach einer Ecke nur an die Latte köpfte (40.).
Am Spielfeldrand hatte der von rund 150 mitgereisten Anhängern unterstützte FCM klare Vorteile und kämpfte sich nach Wiederbeginn auf dem Platz zurück. Der starke, in der Verlängerung nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellte Alexander Gelautz scheiterte mit einem 30-Meter-Knaller nur knapp (54.), Benedikt Groß’ Kopfball strich um Zentimeter vorbei (56.). Anschließend wurde Sauertal wieder stärker und verpasste durch Andreas Mayer und Jannick Barthel (71./72.) die mögliche Vorentscheidung. Als es bereits nach einem knappen Erfolg der Sauertaler aussah, schlug Metterich doch noch zu: Nach Flanke von Alexander Otten drückte Benedikt Groß den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (90.+2). In der Verlängerung blieben Chancen dünn gesät. Die Kräfte ließen auf beiden Seiten nach. Am Ende war auch Sauertal aufgrund der Ampelkarte gegen Jannick Barthel (120.+1) nur noch zu zehnt.
Im Elfmeterschießen durfte sich dann SG-Keeper Kaufmann, der aus Ferschweiler stammt, als Held feiern lassen, indem er gegen Maurice Leif parierte.
Großes Aufatmen herrschte hinterher beim Sieger. „Wir haben nun zum dritten Mal gegen Metterich unentschieden gespielt. Es war für mich neben Echtersbach die beste Mannschaft in der Staffel. Sie sind extrem unangenehm zu spielen, sind physisch stärker als wir. Unser Sieg war in diesem fairen Spiel nicht unverdient“, sagte Matteo Amodio, der die SG gemeinsam mit seinem Vater Filippo coacht und über den Sommer hinaus weitermacht. Gelingt der Aufstieg über die Hintertür, hätten die beiden Luxemburger die SG nach dem Neustart binnen vier Jahren von der C- in die A-Klasse geführt. „Der Weg ist deutlich schwieriger als gedacht“, gibt Matteo Amodio zu.
Sein Gegenüber Johann Reifers kann seiner letzten Saison in Metterich nach vier Jahren an der Außenlinie – für ihn übernimmt Hendrik Müller (TV berichtete) – trotz der Niederlage viel Positives abgewinnen: „Wir mussten so viel Misslichkeiten wegstecken, hatten viele personelle Probleme. Am Ende der Hinrunde standen wir mit 20 Punkten da. Jetzt überhaupt noch zu einem Entscheidungsspiel gekommen zu sein, war schon top.“ Am Sonntag sei das Spielglück nicht aufseiten seiner Mannschaft gewesen. „Sauertal ist eine erfahrene Truppe. Das hat man immer wieder gemerkt. Routine kannst du dir halt nicht antrainieren, sondern sie muss sich über Jahre hinweg entwickeln.“




