
In den beiden Staffeln der Frauen-Landesliga war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service für jede Staffel.
FV 09 Nürtingen – SSG Ulm 99 3:1
In Nürtingen erlebten die Zuschauer eine furiose Anfangsphase der Hausherrinnen, die die Weichen früh auf Sieg stellten. Mit einem schnellen Doppelschlag durch Nina Schmid (9.) und Stefanie Veit (11.) ging der FV 09 Nürtingen bereits nach elf Minuten komfortabel in Führung. Die SSG Ulm 99 bewies jedoch Moral und verkürzte in der 22. Minute durch Lea Steller auf 2:1, was die Spannung in der ersten Halbzeit wieder erhöhte. Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Ulm um den Ausgleich, doch ein unglückliches Eigentor von Carina Renz (51.) stellte den alten Abstand wieder her. In der Folge verteidigte Nürtingen den Vorsprung konzentriert und sicherte sich die drei Punkte auf eigenem Platz, während Ulm trotz des Anschlusstreffers leer ausging.
SV Hoffeld – FC Ellwangen 3:2
In einer hochemotionalen Begegnung in Hoffeld entwickelte sich ein packender Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Der FC Ellwangen erwischte den besseren Start und ging in der 35. Minute durch Leonie Lechner in Front. Nach der Pause drehte der SV Hoffeld innerhalb weniger Minuten die Partie: Sina Görnitz (53.) glich zunächst aus, bevor Julia Hörz (60.) die Hausherrinnen erstmals in Führung brachte. Die Gäste aus Ellwangen zeigten sich jedoch wenig beeindruckt und kamen durch Jana Köder (68.) zum 2:2-Ausgleich. Die Entscheidung in dieser nervenaufreibenden Schlussphase fiel in der 76. Minute, als erneut Julia Hörz zur Stelle war und den 3:2-Siegtreffer markierte. Hoffeld rettete den knappen Vorsprung mit viel Leidenschaft über die Ziellinie.
SpVgg Satteldorf – TSV Ottmarsheim 5:0
Die SpVgg Satteldorf feierte einen souveränen Heimsieg und demonstrierte dabei vor allem im zweiten Durchgang ihre offensive Stärke. Den Grundstein für den Erfolg legte Sonia Munz, die in der 22. Minute zur 1:0-Pausenführung traf. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Satteldorf den Druck spürbar. Jasmin Fürst (57.) und erneut Sonia Munz (61.) schraubten das Ergebnis innerhalb kurzer Zeit auf 3:0 hoch. Ottmarsheim fand gegen die spielstarken Gastgeberinnen kaum Mittel zur Entlastung. In der Schlussphase krönte Jana Ebert die geschlossene Mannschaftsleistung mit einem späten Doppelpack in der 80. und 90. Minute zum deutlichen 5:0-Endstand.
FV Bellenberg – TSV Nellmersbach 0:2
Vor 30 Zuschauern entwickelte sich in Bellenberg eine lange Zeit ausgeglichene Partie, in der die Defensive beider Teams zunächst wenig zuließ. Es dauerte bis tief in die zweite Halbzeit, ehe der TSV Nellmersbach den entscheidenden Durchbruch schaffte. Kim Redelfs wurde zur Matchwinnerin des Tages, als sie in der 68. Minute den Führungstreffer für die Gäste markierte. Der FV Bellenberg warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, um den Ausgleich zu erzwingen, wurde aber in der Nachspielzeit eiskalt erwischt. Erneut war es Kim Redelfs, die in der 93. Minute mit ihrem zweiten Treffer den 0:2-Endstand besiegelte und die drei Punkte für Nellmersbach unter Dach und Fach brachte.
TSV Crailsheim – TGV Dürrenzimmern 1:5
In Crailsheim sahen die Zuschauer eine beeindruckende Gala-Vorstellung von Ina Steinmetz, die die Partie fast im Alleingang entschied. Zunächst sah es für die Hausherrinnen gut aus, als Franziska Wüstner in der 22. Minute die Führung für den TSV Crailsheim erzielte. Doch die Freude währte nur kurz: Ina Steinmetz glich in der 27. Minute aus und drehte das Spiel nur fünf Minuten später (32.) zum 1:2-Pausenstand. Auch im zweiten Durchgang war Steinmetz nicht zu bremsen und erhöhte in der 61. und 80. Minute auf 1:4. Den Schlusspunkt unter diesen deutlichen Auswärtssieg setzte Kassandra Draband in der 88. Minute. Während Crailsheim nach der frühen Führung den Zugriff verlor, feierte Dürrenzimmern einen hochemotionalen Erfolg.
TSV Wendlingen – TSV Münchingen II 0:0
In einer von taktischer Disziplin geprägten Begegnung trennten sich der TSV Wendlingen und die Reserve des TSV Münchingen mit einem torlosen Unentschieden. Über die gesamte Spielzeit hinweg neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend im Mittelfeld, wobei klare Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten Mangelware blieben. Beide Abwehrreihen agierten äußerst konzentriert und ließen keine nennenswerten Lücken zu. Trotz einiger Bemühungen in der Schlussphase fand keine der beiden Mannschaften den entscheidenden Impuls, um den Abwehrriegel des Gegners zu knacken. So blieb es am Ende bei einer Punkteteilung, mit der beide Teams aufgrund ihrer stabilen Defensivarbeit wohl leben können.