
Der SV Bachelen und Danny Fäuster gehen nach vier Jahren getrennte Wege. Während Fäuster im Sommer den Sprung nach Wegberg-Beeck wagt, schlägt einer seiner Nachfolger den umgekehrten Weg ein: Andre Lehnen, zuletzt Co-Trainer in Beeck, übernimmt zur neuen Saison zusammen mit Nico Herzog beim SV. Die Weiterentwicklung der Spieler und des Kader steht beim SVB dabei ganz oben.
"Uns ist klar, dass die letzten Jahre wirklich gut waren – auch geprägt vom jetzigen Trainerteam – und dass sich in der Mannschaft unheimlich viel entwickelt hat", lobt Geschäftsführer David Katthagen die Arbeit des bisherigen Trainerteams.
Der 41-Jährige macht im Gespräch deutlich, dass der Verein vor einer entscheidenden Phase steht. „Wir wollen diesen jungen, sehr talentierten Kader halten - das ist keine Selbstverständlichkeit", so Katthagen. Die Mannschaft spielt in ihrer erst zweiten A-Liga-Saison bereits oben mit. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, braucht es eine Lösung, „der man die Ambition glaubhaft abnimmt. Uns war es besonders wichtig, eine Trainerlösung zu präsentieren, die allen zeigt, dass wir es ernst meinen. Wir wollten jemanden finden, der die Mannschaft weiterentwickeln kann." Der Name Andre Lehnen war für die Verantwortlichen naheliegend. Lehnen, der aktuell auch als Jugendcoach im Verein aktiv ist, bringt eine beeindruckende Vita mit. Vor allem seine Zeit in Helpenstein, das er ungeschlagen zur Meisterschaft und in die Landesliga führte, spricht für sich.
Der zweite Mann, der das Duo vollendet, wurde in Nico Herzog gefunden. "Wir haben also bewusst nicht nach einem Co-Trainer gesucht, sondern nach einem zweiten Trainer", so Katthagen. Der Kontakt kam über Lehnen zustande. Katthagen schätzt den neuen Coach fachlich wie menschlich: „Nico war sich anfangs nicht sicher, ob er aus dem Fußball-Ruhestand zurückkehren soll, aber jetzt brennt er absolut." Die Struktur für die Saison 2026/2027 ist damit aufgebaut. Mit Alexandru Ianto-Radin kommt ein bei den Spielern hochgeschätzter Ex-Co-Trainer zurück, der als Bindeglied fungieren soll. Zusammen mit Torwarttrainer Lars Wolters, Betreuer Alex Bauer und David Katthagen, der in die sportliche Leitung rückt, steht das Fundament.
Die Erwartungshaltung im Verein ist klar, aber ohne unnötigen Druck: „Wir wollen immer nach Vorne", betont Katthagen. „Es geht nicht darum, im ersten Jahr direkt den Aufstieg auszurufen, aber wir nehmen alles mit." Das Ziel für die nächsten ein bis drei Jahre ist jedoch gesetzt: Wenn die Mannschaft weiter reift und gezielt verstärkt wird, soll es für das „fußballverrückte Dorf" Brachelen in Richtung Bezirksliga gehen. Mit dem neuen Trainer-Duo hat der SVB jedenfalls klargemacht, dass er für den nächsten Schritt bereit ist.