Nach zweieinhalb Spielzeiten stehen bei 85 Partien ganze 124 Tore zur Buche. Zu seiner Erfolgsquote sagt der Stürmer: „Der Verein lässt mich ich selber sein. Ich habe einen Trainer und eine Mannschaft, die mir vertraut. Mein Trainer setzt auf meine Stärken. Dazu habe ich eine Mannschaft, die einfach Bock hat. Ich werde von jedem supportet.“
Altun erläutert: „Wir hatten ein Auswärtsspiel in Rumeln, also quasi bei mir um die Ecke. Ich konnte erst zur zweiten Halbzeit erscheinen. Wenn sich dann die Fans freuen und einen unterstützen, ist es ein schönes Gefühl.“ Und er konnte in dieser Partie etwas zurückzahlen. Nachdem es zur Pause 1:1 gestanden hatte und der ESV nach Wiederanpfiff in Rückstand geraten war, entschied Samet Altun mit einem späten Doppelpack das Duell noch für die Hohenbudberger.
Dabei wurden seine Stürmerqualitäten nicht gleich erkannt: „Ich habe in der Jugend oft vorne gespielt. In meinen ersten Jahren bei den Senioren wurde ich jedoch häufig auf der Außenverteidigerposition eingesetzt. Erst als sich beim GSV Moers unser Stürmer Christian Zeiler verletzte, wurde ich mal vorne eingesetzt und konnte direkt überzeugen. Allerdings wurde ich beim GSV weiterhin defensiv eingeplant. Auch deshalb haben sich unsere Wege getrennt.“ Die Entwicklung bei seinem Ex-Verein bedauert Altun: „Da bin ich echt traurig drüber. Den GSV mochte ich immer. Es ist in Moers der größte Verein. Es ist schade, dass es dort so zusammengebrochen ist.“
51 Tore sind zu knacken
Zu Altuns Stärken zählt die Athletik, die er auch seiner jahrelangen Breakdance-Erfahrung verdankt, und die Qualitäten in den Eins-gegen-eins-Situationen. Passend hierzu nennt er seine Vorbilder: „Ich mochte es immer, Thierry Henry und Ronaldinho zuzuschauen. Henry hatte alles, besonders sein Abschluss war immer sehr stark.“
Der Torrekord in der jüngsten Vergangenheit in der Kreisliga A steht bei 51 Toren, aufgestellt von Felix Terlinden (Borussia Veen) in der Saison 2022/23. Da gehörten der A-Liga allerdings nicht 18, sondern noch 20 Mannschaften an. Altun dazu: „Wenn ich die 50 schaffen sollte, dann könnte ich mir eigentlich auch den Rekord von Felix holen!“ Das ist jedoch nicht das einzige Vorhaben des Dreifach-Papas: „Am schönsten wär’s, noch einmal mit dem ESV Hohenbudberg aufzusteigen. Der Klub ist meine fußballerische Heimat. Wenn alles normal weiterläuft, möchte ich hier meine Karriere beenden.“
Der ESV liegt nach 21 Spieltagen auf dem fünften Tabellenplatz. Nächster Gegner am kommenden Sonntag, 13 Uhr, ist der SV Schwafheim II. Beim 5:4-Erfolg im Hinspiel hatte Samet Altun einen Dreierpack geschnürt.