2024-04-20T08:00:28.265Z

Ligabericht
Überraschend setzten sich Frank Meeth (Mitte) und die Salmrohrer bei den Sportfreunden Eisbachtal durch.
Überraschend setzten sich Frank Meeth (Mitte) und die Salmrohrer bei den Sportfreunden Eisbachtal durch. – Foto: Andreas Klein/Archiv

Salmrohr überrascht beim Tabellenzweiten

Rheinlandliga: Meeth-Elf siegt bei Sportfreunden Eisbachtal - Spitzenreiter SG Schneifel nur remis - Tarforst, Ehrang/Pfalzel, Rot-Weiss Wittlich und Morbach verlieren.

Spfr. Eisbachtal – FSV Salmrohr ⇥1:2 (1:2)

Der FSV erwischte einen denkbar schlechten Start und geriet bereits nach 120 Sekunden in Rückstand: Luca Yannik Meyer unterlief beim Klärungsversuch ein Eigentor. Die Gäste bewiesen Moral und glichen durch Jannik Grün aus. Der Verteidiger nutzte einen Eisbachtaler Torwartfehler eiskalt aus (18.). Nach einer schönen Vorlage von Jan Krämer wurde Meyer im gegnerischen Sechzehner gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hendrik Thul zur 2:1-Pausenführung. Eisbachtal hatte im ersten Durchgang ein Übergewicht an Chancen, blieb nach der Pause aber blass. FSV-Trainer Frank Meeth bilanzierte: „Wir haben uns die in der vorigen Woche beim 1:2 gegen die SG Hochwald verlorenen Punkte wieder zurückerkämpft und einen Sieg der Moral gelandet. Gegen ein Schwergewicht der Liga haben wir immer an uns geglaubt. Allerdings hätten wir auch mit 0:3 in Rückstand liegen können. Mir hat imponiert, dass wir das Spiel nach dem Kaltstart zur Pause bereits gedreht hatten.“​

Salmrohr: Kieren – Abend, Meyer, Mennicke (85. Stoffel), H. Thul (90.+3 Bernard), L. Thul, Wrusch, Eichhorn (80. Delgado), Krämer (56. Lautwein, 68. Munzel)), Hansen, Grün​

Schiedsrichter: Ralf Volk (Koblenz)​

Zuschauer: 222​

Tore: 1:0 Luca Meyer (2., Eigentor), 1:1 Jannik Grün (18.), 1:2 Hendrik Thul (41.)​

SG Malberg – FSV Tarforst ⇥2:1 (1:0)

Julius Müller brachte Malberg in der 23. Minute per Foulelfmeter in Führung. Tarforst tat sich im Westerwald schwer und musste nach knapp einer Stunde das zweite Gegentor hinnehmen: Luca Thom und Lukas Müller kombinierten per Doppelpass für Gefahr, und Thom vollstreckte. Den Gästen gelang in der Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer durch Luca Herrig (69.). Damit bleibt die Lage der im Abstiegskampf feststeckenden FSV-Akteure angespannt. Tarforst-Trainer Holger Lemke sagte: „Wir haben uns mal wieder selbst geschlagen. Auch in diesem Spiel sah ich uns als das bessere Team, wobei uns diese Tatsache nicht weiterhilft. In einem chancenarmen Spiel hatten wir gerade im ersten Durchgang die besseren Möglichkeiten. Malberg hat im Prinzip aus einer Chance zwei Tore gemacht. Das ist dann am Ende auch sehr ärgerlich.“​

Tarforst: Neumann – Quint, Hoffman (46. Arnold), Kiesewetter (87. Jost), Schuch (63. E. Heitkötter), Herrig, Böhme (46. Müller-Adams), Neumann, Benndorf, Schultheis, Weirich​

Schiedsrichter: Ronny Jäckel (Mayen)​

Zuschauer: 150​

Tore: 1:0 Julius Müller (23.), 2:0 Luca Thom (58.), 2:1 Luca Herrig (69.)​

SG Schneifel – VfB Wissen ⇥1:1 (0:0)

Die Schneifeler bleiben souveräner Tabellenführer, konnten die Ausrustcher der Konkurrenz (sowohl Eisbachtal als auch Ahrweiler fuhren keinen Dreier ein) nicht restlos ausnutzen. Gegen Wissen starteten die Hausherren stark und hatten durch Torjäger Jan Pidde früh eine Großchance, allerdings ging sein Schuss um Zentimeter am VfB-Gehäuse vorbei (7.). Der Gast von der Sieg agierte robust, versuchte im ersten Durchgang aber erfolglos, Nadelstiche zu setzen. Nach starker Vorarbeit von Pidde markierte Simon Reetz das 1:0 ins linke Eck (55.). In der 74. Minute bahnte sich die Vorentscheidung an, als Wissens Torwart Lukas Litschel Schneifel-Akteur Philipp Bauer abgeräumt hatte und Schiedsrichter Fasoulas auf Strafstoß entschied. Pidde trat an, scheiterte jedoch am stark parierenden Keepter Litschel. In der Schlussphase verwandelte Philipp Weber einen Elfmeter zum nicht unverdienten 1:1-Endstand für den Ex-Regionalligisten (81.). „Wissen hatte einen relativ einfachen Spielstil, agierte überraschend destruktiv und überwiegend mit langen Bällen. Das Remis geht in Ordnung, und mit dem Punkt können wir aufgrund der anderen Ergebnisse der oberen Teams gut leben“, fasste Schneifel-Trainer Stephan Simon die Partie in Stadtkyll zusammen. ​

Schneifel: Lautwein -Babendererde, Diehl (82. Moitzheim), Bauer, Pidde, Reetz, Biesen, Johanns, Zeimmes, Zapp, Bück​

Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück)​

Zuschauer: 250​

Tore: 1:0 Simon Reetz (55.), 1:1 P. Weber (81.)​

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Wissens Cordes (83.), Pidde (SG Schneifel) scheitert mit Foulelfmeter an VfB-Torwart Litschel.​

FC Germania Metternich – FSG Ehrang/Pfalzel ⇥7:2 (4:1)

Ehrang/Pfalzel legte gut los und ging durch Michael Hensel in Führung. Danach verpassten die Gäste durch Julian Bidon eine höhere Führung und bauten ab. Metternich glich aus und geriet auf die Siegerstraße, da von den Gästen zu wenig Gegenwehr kam. Jonas von dem Broch betrieb mit dem Treffer zum 7:2 nur noch Ergebniskosmetik (81.). FSG-Trainer Fabio Fuhs sagte enttäuscht: „Von der Leistung her war das nicht verbandsligatauglich. Wir kamen zwar gut rein, haben aber nach den ersten Minuten viel vermissen lassen. In der Defensive waren wir insgesamt nicht gut und haben viel zu viele Gegentore kassiert.“ ​

Ehrang/Pfalzel: Zingen – Heintel, Bidon, Streit, Hensel, Amberg, Ngangu, M. Fuhs, Lorenz (46. Mombach), F. Fuhs (64. von dem Broch), Thömmes​

Schiedsrichter: Marvin Engelbertz (Scheuerfeld)​

Zuschauer: 152​

Tore: 0:1 Michael Hensel (4.), 1:1, 2:1 Fabien Fries (18., 21.), 3:1, 6:1 Kubilay Toumpan (40., 54.), 4:1, 5:1 Moritz Pies (45., 51.), 6:2 Jonas von dem Broch (81.), 7:2 Jannik Seitz (89.)​

FV Hunsrückhöhe Morbach - SG 2000 Mülheim-Kärlich ⇥1:3 (1:1)

Erstmals nach der Winterpause musste sich die Fußballvereinigung Hunsrückhöhe geschlagen geben. Nach zuvor drei Remis setzte es im Duell mit Mülheim-Kärlich eine „vermeidbare Niederlage, die wir durch individuelle Fehler bei den drei Gegentreffern begünstigt haben“, wie Trainer Thorsten Haubst feststellte. Dabei gelang seinem Team ein optimaler Start: Unison Dama, der später mit einer Zerrung raus musste, gelang auf Zuspiel von Philip Meeth und Maximilian Schemer das 1:0 (12.) – zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung. Die Gäste wurden stärker. Nur fünf Minuten später glich Lorenzo Strazzeri aus. Obwohl die FVH bis dahin gut im Spiel war, kassierte sie Mitte des zweiten Durchgangs durch die Treffer von Tobias Loosen und Pascal Steinmetz einen Doppelschlag (65./68.). Der für Dama eingewechselte Julian Eibes ging Mitte der zweiten Hälfte schon wieder raus – rein aus taktischen Gründen, wie Haubst betonte.​

Morbach: Tiburtius - Ruster, Steinbach (46. Petry), Schultheis, Klassen, Dama (31. Eibes, 68. Conrad), Meeth, Böhnke (68. Schabbach), Kahyaoglu, Schell, Schemer.​

Schiedsrichter: Philipp Michels (Lissendorf)​

Zuschauer: 115​

Tore: 1:0 Unison Dama (12.), 1:1 Lorenzo Strazzeri (17.), 1:2 Tobias Loosen (65.), 1:3 Pascal Steinmetz (68.)​

RW Wittlich – TuS Immendorf ⇥1:2 (1:1)

Im ersten Spiel unter Coach August Schlotter ging Wittlich durch Amodou Abdullei per Handelfmeter in Führung. Das Spiel nach vorne lief gut, auch, wenn Rot-Weiss in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Ausgleich kassierte. Abstiegskandidat Immendorf war im zweiten Durchgang effektiver und erzielte in der 51. Minute den siegbringenden Treffer. Wittlich-Trainer Schlotter bilanzierte: „Wir haben ganz schlecht gespielt und zu viele Fehlpässe produziert. In der Kabine habe ich deutliche Worte gefunden, aber wir sind zu spät aufgewacht. Ab der 70. Minute wurden wir besser, aber der Immendorfer Torwart wuchs über sich hinaus.“ ​

Wittlich: Berhard – Harig, Düpre, Rizvani, Littau, Kahyaoglu, Abdullei (60. Aliu), Stefan (81. Klein), Braun (25. Prebreza), Habbouchi, Wollny,​

Schiedsrichter: Arndt Collmann (Welschbillig)​

Zuschauer: 185​

Tore: 1:0 Amodou Abdullei (28.), 1:1 Sebastian Fischer (45.+3), 1:2 Jan Bruker (51.)​

Aufrufe: 018.3.2024, 14:30 Uhr
Vinzenz Anton/Andreas Arens Autor