
Odenwaldkreis. Der letzte Spieltag in den Odenwälder Ligen hat es in sich: In der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald und in der B-Liga entscheidet sich die Meisterschaft. In der A-Liga geht es um den Einzug in die Aufstiegsrelegation und in der C-Liga ist noch nicht absehbar, wer aufsteigen darf.
In der Kreisoberliga kommt es zum Fernduell um die Meisterschaft zwischen dem Tabellenführer TSV Höchst, dem Zweiten, TSG Steinbach, und dem Tabellendritten Hassia Dieburg. Die beiden Odenwälder Mannschaften trennen nur einen Punkt. Bei Punktgleichheit wären die Höchster über den direkten Vergleich (1:0 und 3:1) vor Steinbach.
Der TSV steht seit dem 13. Spieltag an der Tabellenspitze und hatte am vergangenen Spieltag bereits die Chance, sich die Meisterschaft zu sichern. Doch durch das 1:1 gegen die KSG Georgenhausen wird es jetzt noch einmal spannend. Die Höchster müssen am Sonntag (15 Uhr) bei der SSV Brensbach (5.) antreten. Das Hinspiel endete 4:0.
Verfolger TSG Steinbach erhielt sich seine Chance auf die Meisterschaft am vergangenen Wochenende durch ein 3:1 gegen Absteiger TSV Lengfeld. Auch davor überzeugte die Mannschaft von Trainer Cetin Karaman: Nach der Niederlage gegen den TSV Höchst Mitte April siegte Steinbach sechsmal in Folge. Am Sonntag trifft die Mannschaft aus dem Michelstädter Stadtteil auf Absteiger Viktoria Urberach (zieht zurück), wo die Hoffnungen auf TSG-Toptorjäger Filip Vlahov (22 Saisontore) ruhen dürften. Das Hinspiel endete torlos.
Der lachende Dritte könnte Hassia Dieburg sein. Die Hassia hat drei Punkte Rückstand auf Höchst, aber gewinnt den direkten Vergleich (0:4, 6:0). Der direkte Vergleich gegen die TSG Steinbach ging verloren (0:6, 1:2). Am letzten Spieltag geht es für die Dieburger gegen die SG Rimhorn/Neustadt (10.). Der große Pluspunkt: Dieburg hat die beste Offensive der Liga und mit Cedric Fuhlbrügge (37 Tore) den Toptorjäger in seinen Reihen.
Zum Showdown um die Aufstiegsrelegation in der Kreisliga A treffen der Zweite, SV Hummetroth II, und der Dritte, VfL Michelstadt, im direkten Duell aufeinander. Für die zweite Mannschaft des SVH schien alles angerichtet: Am vergangenen Spieltag trafen die Hummetröther bereits am Freitagabend auf die SG Rothenberg (6.). Mit einem Sieg wäre der zweite Platz sicher gewesen, doch Rothenberg traf durch Josip Balukcic (90.) spät zum 3:3-Ausgleich. Aus vier Punkten Vorsprung vor dem letzten Spieltag wurden zwei. Zuvor startete die Hessenliga-Reserve mit sechs Siegen in Folge eine Serie und musste sich davor nur dem vorzeitigen Meister SG Sandbach geschlagen geben. Das Hinspiel gegen den VfL Michelstadt verlor Hummetroth II nach 5:2-Führung bis zur 70. Minute noch 5:6.
Mit einem erneuten Sieg wäre der VfL Michelstadt in der Aufstiegsrelegation um die Kreisoberliga. Die Michelstädter gewannen nach der Niederlage gegen die SG Sandbach Mitte April zuletzt fünfmal hintereinander. Am vergangenen Wochenende kamen für die Elf von Trainer Ali Sadik kampflos drei Punkte gegen Türkspor Beerfelden (3:0) dazu, das während der Saison seine Mannschaft zurückgezogen hatte. Der VfL geht am Wochenende mit der besten Offensive (119 Tore) und dem Top-Torjäger der Liga, Fabian Hörr (35 Tore), in die Partie.
In der B-Liga hat sich die GSV Breitenbrunn bereits den Aufstieg gesichert. Nun geht es für die Mannschaft von Spielertrainer Christopher Volk noch darum, die Meisterschaft klarzumachen. Breitenbrunn trifft auf die SG Rothenberg II (15.) und hat zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger SSV Brensbach II. Der direkte Vergleich ist ebenfalls auf der Seite der GSV (4:2, 2:2). Brensbach II trifft auf die SG Rimhorn/Neustadt II. Auch der VfL Michelstadt II könnte sich noch den zweiten Aufstiegsplatz sichern. Grundvoraussetzung hierfür ist allerdings, dass die erste Mannschaft in die Kreisoberliga aufsteigt, denn zwei Mannschaften eines Vereins dürfen nicht in derselben Liga spielen, wenn es nicht die unterste Spielklasse ist.