2026-04-23T13:43:33.969Z

Spielbericht

Sack zu?

von Kai Hermes · Heute, 12:04 Uhr · 0 Leser

Am Freitagabend trat der Tabellenführer SV Neubörger auswärts beim Zweiten GW Spahnharrenstätte an. Für die Gastgeber war es die wohl letzte Möglichkeit, den Gästen im Meisterschaftskampf noch in die Suppe zu spucken.

In den ersten 20 Minuten kontrollierte Neubörger das Spiel, konnte sich aber keine nennenswerten Chancen erarbeiten. Danach kamen die Hausherren immer besser rein, konnten einige Torabschlüsse verzeichnen, die aber neben oder über das Tor gingen.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff bot sich Neubörger dann nach einem Zusammenspiel von Marius und Jonas Korte aus dem Nichts die Möglichkeit zur Pausenführung, die jedoch nicht genutzt wurde. So ging man torlos in die Kabinen.

In der Halbzeit brachte Uwe Reinelt Jakob Kerßens für Fabian Kossen in die Partie, für Jakob das erste Spiel nach langer Pause. Ein Glücksgriff, wie sich zeigen sollte: Nach einem Ball von Guyhermann Kouassi setzte Marius Korte den Eingewechselten clever in Szene, der den bereits am Boden liegenden Keeper Pöker umkurvte und frei einschieben konnte. Dass Jakob in der 80. Minute bereits wieder ausgewechselt werden musste, gehört ebenfalls zur Geschichte dieser Partie - die Spielpause war wohl zu lang gewesen.

In der Zwischenzeit machte Spahnharrenstätte wieder Druck, kam besonders über lange Bälle und Standardsituationen ins Spiel: Zweimal rettete Bernd Horstmann mit Weltklasse-Reflexen die Führung (eine dieser Paraden kann im sehr sehenswerten EmsTV-Beitrag angeschaut werden).

In der 85. Minute verunglückte ein Rückpass der Hausherren und landete bei Marius Korte, der den Torwart umrundete und sein 20. Saisontor erzielte.

In der Schlussphase spielte Neubörger viele Entlastungsangriffe, zog sich, so schien es, sicher aus der Affäre. Als die Hausherren nach einem verlorenen Zweikampf in der Defensive den Anschlusstreffer durch Tobias Knoll erzielten, waren nur noch wenige Sekunden zu spielen. Unmittelbar nach dem Anstoß beendete Robert Schwarz aus Fresenburg die Partie und der Jubel kannte keine Grenzen mehr.

Weil zudem etwa 30 Minuten feststand, dass Werpeloh und Hüven beide nicht gewinnen konnten, wurde in der Kabine noch ausgiebig die quasi-sichere Meisterschaft gefeiert (bei 12 Punkten Rückstand müsste Spahnharrenstätte zudem 29 Zähler in der Tordifferenz aufholen), wie das Kabinenfoto bezeugt.

Auch mathematisch sicher soll die Meisterschaft am kommenden Wochenende gemacht werden: Am 03.05. empfangen wir Sparta Werlte II um 15:00 Uhr. Seid dabei!