
RW Oberhausen hat offenbar die Schlagzahl seiner Transferbemühungen erhöht und verstärkt sich innerhalb kürzester Zeit mit zwei hochinteressanten Namen: Ayman Aourir (Eintracht Hohkeppel) und Christopher Schepp (SV Meppen) stoßen für die kommende Saison zum Regionalligisten.
Der technisch hochversierte Aourir wurde in der Jugendabteilung von Bayer Leverkusen ausgebildet und kam erhielt in jungen Jahren bereits einen ersten Schnuppereinsatz auf der internationalen Bühne, in der Europa League gegen BK Häcken. Mit der Hoffnung auf Spielpraxis, ging der damals 19-Jährige zwei Ligen nach unten zu Alemannia Aachen. Doch weil es im ersten Halbjahr dort auch nur für zwei Kurzeinsätze reichte, suchte Aourir sein Heil in Hohkeppel.
Dort wusste wuselige Offensivmann auch endlich zu überzeugen, war im limitierten Angriff des Aufsteigers neben Enzo Wirtz einer der wenige Lichtblicke und verzeichnete auch seine ersten drei Treffer in der Viertklassigkeit. In Oberhausen soll nun der nächste entwicklungstechnische Schritt erfolgen.
"Ayman ist ein technisch starker Spieler mit cleveren Bewegungen auf engstem Raum und einem mutigen Passspiel ins letzte Drittel. Er sucht gerne das direkte eins gegen eins und besitzt noch einiges an Potenzial, welches wir in der kommenden Saison weiter fördern möchten. Ein ambitionierter Spieler, der mit uns gemeinsam wachsen möchte“, sagte Oberhausens sportlicher Leiter, Dennis Lichtenwimmer-Conversano über den Zugang.
Das zweifellos hohe Potenzial möchte er nun erfolgsbringend bei seinem neuen Verein einbringen: "Ich spüre das Vertrauen des Vereins und möchte dieses mit guten Leistungen zurückzahlen. Mein Ziel ist es, mit den Jungs eine erfolgreiche Saison zu spielen und dafür werde ich versuchen, alles zu geben", gibt sich Aourir optimistisch.
Weniger ein Investment in die Zukunft, sondern als Soforthilfe dürfte Christopher Schepp in Oberhausen eingeplant sein. In seinem ersten Jahr in der Regionalliga, damals in der Nord-Staffel für BW Lohne, stellte der 25-Jährige umgehend seinen Torinstinkt unter Beweis und knipste in 19 Spielen gleich zwölf Mal. Danach ging es innerhalb der Regionalliga weiter zum SV Meppen, wo er in zwei Spielzeiten insgesamt 25 Treffer vorzuweisen hatte.
Besonders in Anbetracht des Abgangs von Tarsis Bonga kann RWO einen robusten, zuverlässigen Knipser in seinen eigenen Reihen sehr gut gebrauchen: "Ich möchte meine Stärken in die Mannschaft einbringen und meine Torgefahr unter Beweis stellen", sagte Schepp bei seiner Vertragsunterzeichnung. "Ich hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen und dem Trainer. Der Verein hat sich sehr um mich bemüht und mir eine Perspektive geboten, die gut zu mir passt."
Mit jedem weiteren Transfer legt RWO zumindest das Fundament für einen erfolgreiche Saison. In der wohl favoritenarmen Regionalliga-Saison 2025/26 ist mit Blick auf die vielversprechenden Ergänzungen auch der ganz große Wurf alles andere als ausgeschlossen.