Ernesto Kullolli, der in dieser Szene  Fußgönheims Andrej Juric abläuft, hat sich bereits Ende vergangener Saison im Team von RWO Alzey etabliert.
Ernesto Kullolli, der in dieser Szene Fußgönheims Andrej Juric abläuft, hat sich bereits Ende vergangener Saison im Team von RWO Alzey etabliert. – Foto: pakalski-press/Axel Schmitz

RWO Alzey setzt sich ein außergewöhnliches Ziel

Zum Saisonstart trifft der Landesligist am Sonntag auf den SV Rülzheim

ALZEY. Eine der herausfordernden Aufgaben für Trainer ist es im Vorfeld von Spielzeiten, die öffentliche Neugier in Sachen „Saisonziel“ zu befriedigen. Ist es sinnvoll, dass beispielsweise Aufstiegsaspiranten ihr Ziel tatsächlich an die große Glocke hängen? Oder wären sie besser beraten, mit dem Wort „Nichtabstieg“ tiefzustapeln? Es will wohl überlegt sein, wie man sich im Vorfeld positioniert. Denn schnell kann einem eben dieses Postulat auch auf die Füße fallen.

Saisonziel bleibt offen

Max Kimnach und Lars Weingärtner, die beiden Trainer von RWO Alzey, verständigten sich auf die Formulierung, dass sie „ihre Mannschaft in dieser Spielzeit weiterentwickeln wollen. An Plätzen wollen wir das nicht festmachen“, so der Weinheimer Kimnach.

Sie bleiben damit der Linie treu, mit der sie vor drei Jahren den Trainerjob beim Landesligisten übernommen haben. Sie schrieben sich auf die Fahne, den bis dahin üblichen hohen Spieleraustausch am Wartberg abzuschwächen. Und zwar zugunsten eines Kaders, der über die Jahre zusammenwächst. Eben das ist ihnen gelungen, was sie als Erfolg für sich werten dürfen.

Die taktische Basis bleibt gleich

Auch zum Abschluss der zurückliegenden Saison hielten sich die Abgänge in Grenzen. Mit Pascal Mohr und Belel Meslem verließen nur zwei Stammspieler den Verein. Das hatte in der Vorbereitung den Vorteil, dass im Taktischen auf dem aufgebaut werden konnte, was in der vergangenen Saison schon einstudiert war. Die wenigen Neuen wurden und werden nun sukzessive an den Standard herangeführt.

Die Fortschritte wurden in den zurückliegenden Testspielen deutlich. Mit jeder Partie funktionierten die Abläufe besser. Es war kein Zufall, dass RWO gegen den ASV Fußgönheim gut aussah. Und gegen die SG Meisenheim sowieso. Dass dort obendrein Siege gefeiert wurden, belohnte zusätzlich für die Leistung.

RWO Alzey
1:0
SV Rülzheim

Nun muss RWO Alzey dieses Niveau mit in die Meisterschaft nehmen. Sonntag, 15 Uhr, kommt der Verbandsliga-Absteiger SV Rülzheim ins Wartbergstadion. Kimnach: „Für mich eine der Top-Mannschaften der Liga“. Also auch ein guter Maßstab, um zu sehen, wo die Alzeyer tatsächlich stehen.

Aufrufe: 06.8.2022, 09:00 Uhr
Claus RosenbergAutor