2026-01-19T08:28:16.618Z

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Ein Spektakel zeigten RWO und RWE im Pokalduell.
Ein Spektakel zeigten RWO und RWE im Pokalduell. – Foto: Robin Bogaletzki

RW Oberhausen gewinnt Pokal-Spektakel und schmeißt RWE raus

Die Sensation ist perfekt! Rot-Weiß Oberhausen schmeißt Rot-Weiss Essen in einem packenden Spiel aus dem Niederrheinpokal.

Zum Kracherduell und Derby kam es im Niederrheinpokal schon in der 2. Runde. Im Stadion Niederrhein empfing Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen vor 10.000 Zuschauern den Nachbarn Rot-Weiss Essen. Nachdem die Gäste den perfekten Start erwischten und früh in Führung gingen, gelang es RWO noch vor der Pause das Spiel zu drehen. Kurz nach der Pause erhöhten die Kleeblätter und brachten das Stadion zum Beben.

Schwungvoll begann die Partie auf dem Rasen. Die Gäste erwischten dabei den perfekten Start und gingen schon nach fünf Minuten durch ein Traumtor von Ahmet Arslan in Führung. Eine hohe Hereingabe nahm er aus rund 16 Metern direkt und schweißte das Spielgerät genau in den Winkel. Oberhausen zeigte sich vom frühen Rückstand jedoch wenig beeindruckt und etablierte in der Folge das von RWE-Coach Uwe Koschinat prognostizierte frühe Offensivpressing. So entwickelte sich zunehmend ein Duell auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften zu guten Torchancen kamen.

Nennenswert vor den RWE-Kasten kamen die Hausherren nach einer halben Stunde. Ein gut gespielter Pass in die Tiefe fand Seok-ju Hong, der noch ein paar Meter machte und dann den Abschluss suchte. Allerdings bekam er nicht genug Druck hinter den Ball und auch der mitgelaufene Mitspieler konnte nicht platziert abschließen. Nur vier Minuten später war es wieder Hong, dessen Schuss dieses Mal aber knapp über den Querbalken ging (34.). Koschinat merkte, dass seine Mannschaft das Spiel aus der Hand zu geben drohte und seine Befürchtungen sollten sich bewahrheiten. Im Strafraum kam der Ball zu Luca Schlax, der ihn an Felix Wienand vorbei zum Ausgleich in den Maschen schob (35.). Das schien der benötige Weckruf für die RWE-Spieler zu sein, die fortan wieder mehr investierten. Trotzdem sollten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nochmals die Kleeblätter jubeln. Burinyuy Nyuydine drehte mit einem sehenswerten Schuss die Begegnung, erneut war Wienand ohne Chance (45.+1).

RWO furios nach der Pause

Ohne personelle Veränderungen starteten beide Seiten in den zweiten Durchgang. Mit hoher Intensität ging es auf dem Rasen weiter. Jannik Mause vergab gleich zwei gute Gelegenheiten auf den Ausgleich (52./53.) und es kam noch schlimmer für RWE. Hong, der wie entfesselt spielte, marschierte durch die Essener Verteidigung und zimmerte den Ball aus 16 Metern unhaltbar zum 3:1 in die Maschen (54.). Der Essener Anhang reagierte mit deutlich wahrnehmbarem Unmut auf den Auftritt der Mannschaft. „Wir woll’n euch kämpfen sehn“, schallte es lautstark aus dem Gästeblock. An der Seitenlinie reagierte Koschinat und brachte Kaito Mizuta und Marek Janssen für Mause und Luca Bazzoli (61.). Wenig später kam noch Michael Kostka für Jannik Hofmann (63.).

Matona-Glody Ngyomba hatte die Entscheidung auf dem Fuß, als er nahezu ohne Gegenwehr in den Essener Strafraum eindringen konnte. Er verpasste aber den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss, sodass sein Versuch geblockt werden konnte. Den Nachschuss vergab Hong, der wegrutschte (75.). Wirklich Gegenwehr zeigte der gast auch in der Schlussphase nicht. Mizuta versuchte es wenigstens mal, doch auch er fand kein Durchkommen (81.). Besser machte es Lucas Brumme, der einfach aus 25 Meter abzog und zum 2:3 verkürzte (84.). Ramien Safi setzte kurz darauf Kevin Kratzsch mächtig unter Druck, kam aber eine halbe Fußlänge zu spät (87.). Essen warf in der Schlussphase und er sieben Minuten langen Nachspielzeit alles nach vorn, doch Kratzsch war einfach nicht zu überwinden. Am Ende war die Sensation perfekt und der Titelverteidiger in der 2. Runde ausgeschieden.

Aufrufe: 011.10.2025, 16:00 Uhr
Marcel EichholzAutor