
SG Wiesbaum – FSV Salmrohr ⇥1:2 (1:1)
Während der Aufsteiger aus der Vulkaneifel die erste Saisonniederlage quittieren musste, bleibt der FSV Salmrohr auf Kurs Richtung Tabellenspitze. Die Gäste übernahmen die Kontrolle, hatten in einem Kopfball von Florian Gelbe an die Latte schon früh Gelegenheit, in Führung zu gehen. In der 18. Minute war es dann soweit, als ein Kopfball von Gelbe nach Flanke von Lucas Abend im Kasten von Pascal Trierscheid einschlug. Wiesbaum agierte mit langen Bällen und viel Einsatz, kam nach einer halben Stunde zum Ausgleich. Ein auf Höhe der Mittellinie aus dem Halbfeld geschlagener Freistoß von Marco Hattenrath wurde immer länger und schließlich von Lukas Duvivier per Kopf in die Maschen gedrückt (30.). Salmrohrs Trainer Frank Thieltges konnte von der Bank entscheidende Impulse nachlegen und kam in der 74. Minute durch den eingewechselten Hendrik Thul nach einem Diagonalball über die Abwehr von Tobias Stoffel zum Siegtreffer – 1:2. Hendrik Thul traf nochmals die Latte (60.). Wiesbaum versuchte es über Standards. Die als Flanke gedachten weiten Einwürfe von Daniel Gurin stellten den FSV ein ums andere mal vor Probleme, doch Salmrohr hielt dem Druck erfolgreich stand. Coach Thieltges gestand, ein hartes Stück Arbeit bewältigt zu haben. „Der Sieg ist mehr als verdient, weil wir spielerisch die bessere Mannschaft waren und über die weitaus klareren Torchancen verfügt haben. Wiesbaum hat es gut gemacht, stark gekämpft und die Räume eng gemacht. Wir sind geduldig geblieben.“ SG-Trainer Alexander Volk konstatierte: „Meine Mannschaft hat Herz, Eier und Solidarität auf den Platz gebracht. Wir agierten stark in den Umschaltsituationen, haben defensiv mit allen drei Ketten enorm gefightet, konnten uns aber leider dafür nicht belohnen. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“
SV Lüxem – SV Niederemmel ⇥0:0
Während Aufsteiger Niederemmel weiterhin auf den ersten Dreier in der Bezirksliga wartet, verpasste der SV Lüxem die Gelegenheit, mit drei Punkten wieder ins obere Tabellendrittel zu kommen. Der SVL wollte Wiedergutmachung für die 2:5-Pleite aus der Vorwoche in Schöndorf betreiben, musste nach drei Minuten aber bereits einen Rückschlag hinnehmen, als Benny Sorge nach einem Zusammenprall mit Christoph Beyer ebenfalls verletzt raus musste. Lüxem war die aktivere Mannschaft, besaß mehr Ballbesitz, doch Niederemmel befreite sich immer wieder geschickt aus brenzligen Situationen. Tilmann Meeth war es, der sich immer wieder in gefährliche Situationen brachte, doch Gästetorwart Dennis Korn vereitelte mit einer starken Fußabwehr die Lüxemer Führung. Meeth scheiterte zudem an der Latte. Der eingewechselte Nico Hubo hatte vier Minuten vor dem Ende den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber mit einem Flachschuss aus elf Metern am Pfosten. „Wir haben defensiv gut gestanden und wenig zugelassen. Niederemmel fand wenige Ideen im Ballbesitz, wir aber waren einfach nicht zwingend genug. Es ist dann ärgerlich, dass wir unser Übergewicht nicht in Zählbarem umsetzen konnten“, war Lüxems Spielertrainer Patrick Schmidt nur bedingt zufrieden.
SG Ruwertal/Gutweiler – SG Ellscheid ⇥4:0 (2:0)
Nach dem Pokal-Coup im Elfmeterschießen gegen Rheinlandligist SG Schneifel hatte Ellscheid vor allem mit dem hohen Tempo zu kämpfen, das die Ruwertaler an den Tag legten. Nach Zuckerflanke von André Thielen hieß es durch Fabian Eiden in der 35. Minute schon 1:0 für die Hausherren. Nach einem Foul erhöhte Marc Picko für die SGRG mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs auf 2:0 (45.+2). Gegen teilweise überhart agierende Gäste aus der Vulkaneifel fand Ruwertal vor allem spielerische Mittel, die letztlich zum deutlichen 4:0-Sieg führten. Nach Steckpass von Thielen erhöhte Lukas Hofmann auf 3:0 (73.), ehe Pascal Neumann einen Eckball von Niklas Kirsten per Kopf zum 4:0-Endstand in die Maschen setzte (90.+4). Wermutstropfen für die SGRG: Jeweils nach groben Foulspielen mussten Paul Scheuer (20.) und Ruben Herres (78.) ausgewechselt und später mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Ellscheids Anton Minninger sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (88.). Ruwertals Coach Bastian Jung zeigte sich hochzufrieden mit dem Sieg. „Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft und haben es sauber zu Ende gespielt. Weil wir auch körperlich stark dagegengehalten haben, bin ich mit dem Auftritt gegen eine aus meiner Sicht unfaire Ellscheider Mannschaft sehr zufrieden.“
SV Sirzenich – TuS Mosella Schweich ⇥0:0
Der SVS bleibt auch im vierten Spiel der Saison ungeschlagen. Sirzenich fand gut ins Spiel und besaß in Bastian Neises, Nico Geib und Dominic Zimmermann einige Hochkaräter. Der Mosella gehörten die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit, in dem sie auch hätten in Führung gehen können. Luca Bierbrauer klärte für seinen schon geschlagenen Keeper Felix Bollig auf der Linie. Die Hausherren besaßen auch im zweiten Durchgang Kontrolle und hatten im agilen Robin Esser und Kevin Walter in der Schlussphase große Einschussmöglichkeiten. Esser verfehlte bei einem Distanzschuss von der Mittellinie aus das Ziel nur knapp, Walters Freistoß klärte Mosella-Keeper Leon Gerhard zur Ecke. Die größte Möglichkeit, mit einem Dreier den Rückweg nach Schweich anzutreten, besaß Nico Schäfer. Dessen Freistoß parierte Bollig in überragender Manier. Sirzenichs Trainer Tillmann Schweitzer war zufrieden. „Wenn man gegen Schweich nicht verliert, ist das immer ein gutes Resultat. Wir besaßen sogar ein Chancenplus und haben aus dem Spiel heraus kaum Chancen zugelassen. Wir haben alles super wegverteidigt und vor allem in der ersten Halbzeit ein starkes Umschaltspiel gezeigt. Es war auch spielerisch eine überzeugende Leistung.“
SV Tawern – SG Franzenheim ⇥1:2 (0:1)
Bei seinem Debüt als Trainer des SV Tawern erlebte Benny Leis keinen gelungenen Einstand, während Aufsteiger Franzenheim den zweiten Sieg in Folge einfuhr. Nachdem die quicklebendigen Gäste aus dem vorderen Hochwald bereits zweimal Aluminium getroffen hatten, legte Franzenheim fast schon logisch-konsequent mit einem verwandelten Foulstrafstoß von David-Ovidiu Rus nach einem ungeschickten Einsteigen an Paul Bladt nach 36 Minuten vor. Es dauerte bis in die Schlussminuten, ehe Bladt mit einem 20-Meterschuss ins lange Eck dem 2:0 für die Gäste den Sack bereits zuband (81.). Zwar machte es Johannes Weber mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 noch mal spannend, doch Franzenheim rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. Benny Leis machte die Niederlage daran fest, nicht zwingend genug vor dem Tor gewesen zu sein. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und es hat auch an der Sauberkeit in den finalen Situationen gefehlt. Die Niederlage ist verdient. Lucas Jungandreas hat unsere Abwehr etliche Male vor Probleme gestellt.“ Dem SVT wurde kurz vor Schluss der mögliche Ausgleichstreffer wegen einer Abseitsstellung verwehrt.
SG Zewen – FSV Trier-Tarforst ⇥0:5 (0:3)
Nach dem 3:1-Erfolg im Rheinlandpokal gegen denselben Gegner erwies sich der FSV Tarforst auch vier Tage später im Punktspiel als eine Nummer zu groß für die sich tapfer wehrenden Zewener. Nico Neumann mit einem Heber über Alexander Hinz, der zuvor zweimal stark gegen Florian Weirich parierte, eröffnete in der elften Minute den Tarforster Torreigen. Nur drei Minuten später sorgte Nicola Rigoni mit einem Distanzschuss für das 2:0 der Gäste. Als Zewen einen Ball in der eigenen Hälfte leichtfertig vertändelte, Rigoni den Braten roch und auf Luca Heintel passte, stand es nach 35 durch Neumann bereits 3:0 für den FSV. Zewen investierte in Halbzeit zwei mehr und kam durch Sidy Diop und Simon Blasius, der am Pfosten scheiterte, zu tollen Möglichkeiten. Felix Kloy im FSV-Tor erwies sich in einigen Situationen als Turm in der Abwehr, pflückte nahezu jeden Ball herunter. Der für den auf Hochzeitsreise befindlichen Cheftrainer Dominik Wintersig an der Zewener Seitenlinie stehende Daniel Maes, sah eine insgesamt gute Leistung. „Phasenweise waren wir gut im Spiel, hatten auch unsere Möglichkeiten. Nachdem Simon das 1:3 verpasste, zog uns das 0:4 postwendend dann den Stecker. Doch die Jungs haben sich volles Rohr reingehangen.“ Tarforsts Coach Patrick Zöllner bilanzierte, dass „wir es über weite Strecken ordentlich gemacht und die Partie von A bis Z dominiert haben. Wichtig war, früh in Führung zu gehen. Nico Neumann hat den Unterschied gemacht, dennoch war es auch eine gute Kollektivleistung.“
Bezirksliga Mitte
TuS Ahbach – TuS Mayen ⇥0:2 (0:1)
Gegen den Tabellenführer TuS Mayen setzte es für den TuS Ahbach vor 150 Zuschauern in Leudersdorf die erste Saisonniederlage in der Bezirksliga Mitte. Beim frühen Gegentor in der 20. Minute durch Artur Kurogjan verteilten die Ahbacher Geschenke. „Da haben wir den Ball selber scharf gemacht, nachdem die Aktion beinahe schon geklärt schien“, sagte Ahbachs Trainer Roger Stoffels. Im zweiten Abschnitt hielt Ahbach gegen die mit einigen Spielern Gardemaße aufweisende Akteure der Gäste lange Zeit gut mit. Doch kurz nach der Pause hatte beim 0:2 die Zuordnung bei einem Standard nicht gepasst, als Tim Krechel (52.) auf 2:0 stellte. Weil die Personalsituation der Ahbacher durch die unter der Woche diagnostizierte Verletzung von Leon Nahrings (Außenbandanriss) noch einmal verschärft wurde, wechselte Stoffels mit Jonas Benner und Allan Schmitz zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft ein. „Gegen eine starke Mayener Mannschaft haben wir mit Leidenschaft, Einsatz und Willen dagegengehalten. Die Mentalität hat mir imponiert und die Einstellung zum Spiel. Durch den frühen Rückstand und direkt nach der Halbzeit mit dem 2:0 hat sich Mayen in eine komfortable Situation gebracht. Nach dem 0:2 war das Spiel gefühlt durch gewesen. Leider hat uns der Schiedsrichter zwei Situationen wegen angeblichen Abseits abgewunken. Der Sieg von Mayen aber ist verdient“, sah der Ahbacher Coach trotz der ersten Niederlage ein gutes Spiel seiner Mannschaft.