2026-05-15T09:36:57.455Z

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"Rundum perfekte Leistung": Hilden erhöht den Druck im Meisterrennen

Oberliga Niederrhein: Tim Schneider, Trainer des VfB Hilden, war nach dem 2:0-Erfolg am Freitagabend gegen die DJK Adler Union Frintrop voll des Lobes. Auch sein Gegenüber Marcel Cornelissen sah keinen Grund, Trübsal zu blasen, richtet den Blick im Abstiegskampf aber wieder nach vorne.

von Markus Becker · Gestern, 23:52 Uhr · 0 Leser
Tim Schneider war hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
Tim Schneider war hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. – Foto: Markus Becker

Der VfB Hilden springt für den Moment auf Platz eins und drückt am Sonntag der Holzheimer SG die Daumen. Sollte der Aufsteiger mindestens einen Punkt gegen Ratingen 04/19 holen, könnte die erwachsene Vorstellung bei der DJK Adler Union Frintrop umso mehr wert sein. Die Essener verpassen gleichzeitig Big Points im Abstiegskampf.

"Vom Ergebnis her tut es ein bisschen weh“, erklärte Marcel Cornelissen, Trainer von Adler Frintrop nach der Partie. Gleichzeitig stellte der Übungsleiter aber klar, dass er mit der Leistung seiner Mannschaft absolut einverstanden war: "Ich habe gerade im Kreis gesagt: Die Jungs haben in der 92. Minute noch zweite Bälle geholt und sich in alles reingeschmissen.“

Besonders in der ersten Hälfte gelang es, dem Favoriten Paroli zu bieten. Frintrop hielt die Gäste lange vom eigenen Tor fern und setzte selbst immer wieder Nadelstiche über Umschaltsituationen. "Wir haben es in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht“, sagte Cornelissen. Nach dem Seitenwechsel habe das Umschaltspiel zwar nicht mehr ganz so gut funktioniert, dennoch betonte er: "Das ist eine Top-Truppe, gegen die wir hier gespielt haben.“

Schneider zufrieden mit zweiter Halbzeit

Auf der Gegenseite konnte Tim Schneider sich nicht nur über die vorübergehend erreichte Tabellenführung, sondern auch über eine erwachsene Leistung gegen einen hartnäckigen Kontrahenten freuen: "Gegen so eine Truppe war es ein hart erkämpfter Sieg. Man hat heute gesehen, dass man in der Konterabsicherung richtig gut aufpassen muss", bilanzierte der Hildener Trainer. Besonders die zweiten 45 Minuten hatten es ihm angetan: "Da waren wir schon klar spielbestimmend. War der Ball weg, haben wir ihn uns direkt wieder geholt.“

Auch die Laufbereitschaft seiner Mannschaft hob Schneider hervor. "Ich will nicht wissen, wer von den Jungs heute mindestens zehn oder zwölf Kilometer gemacht hat“, sagte der Coach zufrieden, der insgesamt eine "rundum perfekte Leistung" seiner Schützlinge sah.

Dass Hilden nach dem Sieg vorerst Tabellenführer ist, wollte Schneider seinen Spielern ausdrücklich nicht madig machen. "Wenn man drei Punkte holt, dann soll man das auch feiern“, sagte er mit Blick auf die "Spitzenreiter“-Rufe nach Abpfiff. "Fakt ist: Wir sind jetzt gerade Spitzenreiter. Deswegen dürfen sie das auch feiern bis Sonntag.“

Cornelissen kann sich mit Frintrop noch nicht im Abstiegskampf ausruhen.
Cornelissen kann sich mit Frintrop noch nicht im Abstiegskampf ausruhen. – Foto: Markus Becker

Für Cornelissen braucht es noch drei Punkte

Vor allem nach der Pause haben die Hildener die richtige Balance gefunden. "Wir wollten den Gegner erst dazu zwingen, mit drei Spitzen anzulaufen“, erklärte Schneider die Anpassungen im Spielaufbau. Nach der Pause habe Hilden personell eine Linie höher agiert und dadurch deutlich mehr Kontrolle gewonnen.

Dass am Ende ein ruhender Ball zum Erfolg führte, passte für Schneider ins Bild. "Eine Standardvariante hat wieder funktioniert. All das gehört dazu, wenn du ganz nach oben willst“, erklärte der Hildener Trainer.

Mit dem 2:0-Erfolg setzte sich der VfB zumindest für zwei Nächte an die Spitze der Oberliga. Frintrop hingegen blieb nach zuvor zwei Siegen in Folgen wieder ohne Punkte. Die Ausgangslage bleibt aber in jedem Fall vielversprechend. Für Cornelissen braucht es in den verbleibenden zwei Spielen aber noch drei Punkte. "Wir müssen gucken, wie sich das unten sich entwickelt. Vielleicht läuft mal was für uns. Aber im Grunde genommen, glaube ich, brauchen wir 41."