
Der SC Portugues Osnabrück überwintert als Tabellenführer der 2. Kreisklasse Osnabrück Staffel B. Cheftrainer Francisco Isco Serrano Guerra blickt im Gespräch sachlich auf die bisherige Saison, die anstehende Vorbereitung und die Ausgangslage für die Rückrunde.
Zunächst steht für die Mannschaft noch ein sportlicher Höhepunkt an. „Aktuell konzentrieren wir uns intensiv auf den Addi-Vetter Cup am 26.12.2025. Danach werden wir bis Ende Januar in die Winterpause gehen“, erklärt Serrano Guerra. Der Wiedereinstieg ist klar terminiert. „Ab dem 04.02.2026 starten wir dann in die Wintervorbereitung 2026, wo wir drei mal die Woche trainieren werden.“ Auch Testspiele sind bereits vereinbart, unter anderem „am 13.02 gegen Voxtrup II“, „am 22.02 gegen VfB Schinkel“ sowie „am 28.02 gegen Portu Rheine“. Eine konkrete Teambuilding-Maßnahme kündigt der Trainer ebenfalls an, hält sich dabei aber bedeckt. „Eine Teambuilding-Maßnahme...das bleibt noch geheim 😉.“
Den bisherigen Saisonverlauf bewertet Serrano Guerra deutlich. „Sehr gut!!!!“, sagt er und verweist zugleich auf einen schwierigen Start. „Die Sommervorbereitung begann etwas holprig. Viele waren im Urlaub, sodass die Vorbereitung grundsätzlich bei uns etwas später beginnt. Dann folgte der Trainerwechsel zu Beginn der Saison.“ Trotz zweier Niederlagen, „0:1 gegen Concordia“ und „1:2 gegen Atter“, sei die Mannschaft ruhig geblieben. „Doch wir haben die Kurve noch bekommen, haben uns von Woche zu Woche weiter entwickelt, sind ruhig geblieben.“ Besonders hebt er die Entwicklung des Kollektivs hervor. „Hinzufügen möchte ich noch, und darauf bin ich persönlich stolz, habe ich seit meines Amtsantritts Ende August als Cheftrainer der 1. Mannschaft es bis hier hin geschafft, eine funktionierende Mannschaft zu entwickeln, die sich respektiert und von Woche zu Woche immer mehr zu einem wahren Team wächst.“
Als entscheidenden Faktor nennt Serrano Guerra die Akzeptanz innerhalb der Mannschaft. „Die Akzeptanz! Damit meine ich die Mannschaft. Ich hatte erst meine Bedenken, dass ich akzeptiert werde, aber diese Akzeptanz war von Anfang an da.“ Der Weg in die Trainerrolle kam für ihn aus der eigenen Vereinsgeschichte heraus. „Ich selbst kam im Sommer als Spieler nach paar Jahren bei der SpVg. Gaste-Hasbergen zurück zum SC Português.“ Nach dem Trainerwechsel habe der Verein Vertrauen gezeigt. „Aufgrund meiner Tätigkeit schon als Jugendtrainer in der D-Jugend in Hasbergen und meiner Basis-Trainer Ausbildung kam der Vorstand mir entgegen und nach guten Gesprächen, die geführt wurden, und mir das Vertrauen geschenkt wurde, habe ich die neue Herausforderung mit Stolz entgegengenommen.“ Seine Motivation fasst er klar zusammen. „Ich bin stolz, ein Teil dieses Projekts zu sein, weil ich immer wieder sehen kann, was für ein Fortschritt zu sehen ist.“
Probleme innerhalb der Mannschaft sieht der Trainer aktuell nicht. „Gibt keine!“, lautet seine knappe Antwort.
Für die Rückrunde ordnet Serrano Guerra die Situation nüchtern ein. „Aktuell stehen wir auf Platz 1 in der Tabelle. Was nichts heißt!“ Die Rolle habe sich verändert. „Wir wollen auf jeden Fall da oben bleiben, dennoch sind wir jetzt, nachdem die Hollager Teams sich Woche für Woche dort oben festgenagelt hatten, die Gejagten.“ Seine Warnung bleibt deutlich. „In dieser Liga darfst du niemanden unterschätzen.“
Personell stehen Veränderungen an. „Abgänge gibt es. Mit Kevin Brickwedde wie Malik Bilalic verlassen uns zwei gute Kicker, aber für Ersatz ist und wird gesorgt.“ Eine Prognose im Meisterrennen vermeidet der Trainer bewusst. „Ich möchte das Thema Meister, Aufsteiger oder ähnliches vorerst nicht in den Mund nehmen, aber selbstverständlich hat meine Mannschaft das Potenzial dazu.“ Entscheidend werde die Rückrunde. „Die Rückrunde wird zeigen, wo wir am Ende stehen werden.“