2025-12-03T05:51:34.672Z

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FB A-Klasse Moosach (gelb). links Marc Koch , Marinus Eichler
FB A-Klasse Moosach (gelb). links Marc Koch , Marinus Eichler – Foto: Sro

Rügers goldener Kopfball – Spielstopp in Moosach – Aschheimer Aufholjagd

„Haben das Spielen eingestellt“

Ein Derbysieg für die Grafinger Zweite, eine katastrophale zweite Halbzeit in Moosach und ein Comeback der Spitzenklasse. Highlights der A-Klasse 6 München

A 6 (München)

Von Startschwierigkeiten, die man bei den Platzherren nach zwei spielfreien Wochen sowie fünf Ausfällen in der Stammformation hätte erwarten können, war nichts zu sehen. „In den ersten etwa 60 Minuten haben wir ein wirklich tolles Spiel gemacht“, lobte Moosachs Abteilungschef Jürgen Werner den Auftritt der SG Moosach/Bruck gegen den Spitzenreiter. Zwar habe die ungeschlagene KSC-Reserve auch dank ein paar Landesliga-Verstärkungen wie Angreifer Lenny Gremm individuelle Klasse gezeigt, „aber wir haben richtig gut dagegengehalten“, so Werner.

Dank eines kuriosen Rückpass-Eigentores (20.) der Gäste (Werner: „den Torwart auf dem falschen Fuß erwischt“), ging die SG sogar mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Kurz nach Wiederanpfiff hatte das Team von SG-Spielertrainer Marc Koch sogar das 2:0 auf dem Fuß. „Das müssen wir machen“, haderte Werner, „stattdessen bekommen wir den Ausgleich (56.) und haben dann irgendwie das Spielen eingestellt.“

Spätestens als Aaron Makenda eine KSC-Flanke unglücklich ins eigene Kreuzeck zum 1:2 (59.) umlenkte, stand die Partie kopf. Gremm (66.) und Florian Rädler (80.) erhöhten auf 4:1 für den Gast, Kochs Anschlusstor vom Elfmeterpunkt (85.) fügte Michael Janker (86.) prompt den 2:5-Schlusspunkt an. „Hört sich zwar nach einer Klatsche an, aber so deutlich war es nicht.“ Jürgen Werner hofft, dass die SG am Samstag gegen Grüne Heide II gleich wieder an die „starke Stunde“ anknüpfen kann.

„Wenn man überhaupt etwas kritisieren könnte, dann vielleicht die mangelhafte Chancenverwertung.“ Christian Heindl war rundum zufrieden mit dem Auftritt seiner Grafinger Zweiten beim Aufsteiger Kirchseeon II. Nicht zuletzt, weil Alex Rüger bereits in der zwölften Minute das goldene Tor gelang. Gegen seinen Kopfball nach einer Ecke war der ATSV-Schlussmann machtlos. Sein Grafinger Pendant Leon Kiermeier hatte da mehr Fortune und eine stabile Abwehr vor sich. „Hinten zu Null, das kann sich sehen lassen“, so Heindl, der seinem Team eine „ganz starke Mannschaftsleistung“ bescheinigte. So gingen die Kirchseeoner von Daniel Kirchhof-Zuther leer aus. Zumal sie die Schlussphase zu zehnt bestreiten mussten, da Tim Köck für ein Foul eine Zeitstrafe kassierte (83.).

Die erste Saisonniederlage kassierte die SCBV-Reserve „zu Recht“, wie auch Trainer Ralf Rensch eingestehen musste. „Dornach war einfach in allen Belangen überlegen. Individuell und spielerisch waren sie einfach stärker.“ Seine Mannschaft sei zwar gut vorbereitet in die Partie gegangen, doch Dornach hätte ganz klar die Grenzen aufgezeigt und dem SCBV II schnell den Schneid abgekauft. Asaad Khalil (9. + 59.) und Dren Gashi (33.) trafen für den Gast.

Während der abendlichen Lasagne-Zubereitung durfte Anzing-Parsdorfs Co-Trainer Stefan Spyra motzen und loben zugleich: „Das waren die schlechtesten 20 Minuten, die ich jemals von meiner Mannschaft gesehen haben. Wenn ich genügend Ersatzspieler gehabt hätte, hätte ich in der 15. Minute fünf Spieler ausgewechselt.“ Doch mangels Quantität auf der Gäste-Bank mussten die elf FC-Startspieler doch länger durchhalten und schafften nach einem 0:3-Rückstand nach 22 Minuten am Ende noch ein 4:4-Remis. „Damit kann man dann am Ende auch zufrieden sein“, fand Spyra. Für das zumindest befriedigende Remis sorgte Gabriel Thul mit einem Doppelpack (85., 90.+5), die beiden anderen Treffer erzielte Nikolas Stangl (35., 36.).

„Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel.“ Was Egmatings Interimscoach Bernhard Riedl, der Thomas Brunner (Knie-OP) vertrat, letztlich egal war. Der TSV Egmating fuhr mit 3:2 wichtige Auswärtspunkte ein und hält Anschluss an die obere Tabellenregion der A-Klasse 6 (München).

Korbinian Kratzer hatte gegen einen unsicher wirkenden Waldtruderinger Keeper die Führung herausgeschossen (16.). Nach dem Ausgleich (38.) durften sich die Egmatinger erneut beim gegnerischen Torwart bedanken. Der zeigte beim Freistoß von Max Schadhauser keine Reaktion, ließ den Ball an die Unterkante der Latte klatschen, von wo er ihm in die Hacken und von dort ins Netz prallte (53.).

Noch während die Egmatinger sich über die erneute Führung freuten, traf Waldtrudering zum 2:2-Ausgleich (54.). Wiederum dauerte es nur wenige Augenblicke, bis der nächste Treffer fiel. Kapitän Sebastian Moser war bei einem Angriff der Gäste mitgelaufen und beförderte die Kugel am Schlussmann vorbei zum 3:2-Siegtreffer ins Tor (56.).

A 1 (Inn/Salzach)

Mehr als 100 Zuschauer hatten im Pfarrbachstadion vergeblich gehofft, dass Emmering II im Heimspiel gegen das Spitzenteam aus Höhenrain den Abstiegsplatz verlassen könnte. „Das ist ärgerlich“, so Coach Daniel Kelsch zum 0:2, da seine Grün-Weißen 20 Minuten „gut im Spiel gewesen“ seien und sich „taktisch gut verhalten“ hätten. Als Pech sah es Kelsch, dass der Ball nach einer Ecke zum 0:1 „hinten rein fiel“ (12.), während eigene Kontermöglichkeiten ohne Wirkung blieben.

Die gelb-rote Karte für Alex Scheibel („offene Sohle“) machte die Aufgabe nicht einfacher. „Aber selbst in Unterzahl haben wir uns gut verkauft.“ Mit Cleverness holte der SC schließlich einen Elfer raus, der das 0:2 bedeutete (71.). Kurze Zeit danach ging der Unparteiische Adrian Koch K.o. Ein Schuss von Martin Redl raubte ihm kurzzeitig die Besinnung. „Ein junger Kerl, der sich schnell gefangen hatte“, so Kelsch, und „der wirklich gut gepfiffen hat“.

Aufrufe: 014.10.2025, 10:30 Uhr
Christian ScharlAutor