
Nach dem Aufstieg im Sommer 2022 hatten die A-Junioren des VfB Ottersleben in der Verbandsliga sofort um den Titel mitgespielt. Zweimal in Folge (2023, 2024) ging die Vize-Landesmeisterschaft der U19 in den Schwarzen Weg nach Magdeburg. Nun allerdings musste sich der VfB während der laufenden Saison aus der Verbandsliga verabschieden.
"Es war leider nicht anders möglich", sagt Vorstandsmitglied Matthias Wölfer über den sofortigen Rückzug der U19-Mannschaft. "Auf dem Zettel waren wir im vergangenen Sommer mit 30 Jungs in die Saison gestartet, regelmäßig da waren aber nur zwölf bis 16." So wurde es immer schwieriger, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. "Andere Dinge wurden wichtiger: Abitur, Freundin oder Spiele vom FCM." Schon im Verlauf der Hinrunde hatte der VfB Ottersleben häufiger Verlegungen beantragen müssen. Bis dato hatte der VfB nur neun Spiele absolviert und vier Punkte geholt.
Im Winter hatte der Verein noch einmal einen neuen Impuls gesetzt. Mit Andreas Hauert und Patrick Pabst wurde ein neues Trainerteam installiert, das die Nachfolge von Markus Neitzel und Tim Arndt antrat. "Dieser Schritt hatte für kurze Zeit ein neues Feuer entfacht, aber das war leider offenbar nur ein Streichholz", sagt Wölfer. Einen "ausdrücklichen Dank" richtet der 46-Jährige an beide Trainerteams: "An ihnen liegt es definitiv nicht. Alle vier waren in der Arbeit mit der Mannschat sehr engagiert. Für ihren Einsatz gebührt ihnen unser Dank des Vereins."
Für den VfB Ottersleben, der sich vor allem über die gute Nachwuchsarbeit und die hohe Durchlässigkeit in den Herrenbereich auszeichnet, ist der Rückzug der A-Junioren schmerzhaft. "Wir hätten es gerne verhindert und die Zeit bis zum Sommer irgendwie überbrückt, aber für jedes Spiel immer wieder mehrere Jungs aus der B-Jugend hochzuziehen, war für uns nicht die Lösung", sagt Wölfer.
Mit dem Rückzug der U19 endet für den VfB nun das Verbandsliga-Kapitel. "Das ist sehr schade, soll aber kein Abschied für immer sein", betont Wölfer. Viele Jungs aus der aktuellen B-Jugend - sie steht auf Tabellenplatz sechs der U17-Verbandsliga - rücken im Sommer hoch. "Sie werden unsere neuen A-Junioren bilden", sagt Wölfer. Und vielleicht kann der VfB Ottersleben mit diesen dann an alte Erfolg anknüpfen.