
Ingelheim. Herber Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg für die Landesliga-Fußballer der Spvgg. Ingelheim: Gegen den seit dem 23. November sieglosen Tabellennachbarn ASV Fußgönheim musste sich die Elf vom Blumengarten vor 85 Fans mit 2:3 (0:1) geschlagen geben.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.
Anschlusstreffer kommt zu spät
Weil die Konkurrenten Phönix Schifferstadt und TSG Pfeddersheim jeweils dreifach punkteten, sind die Ingelheimer wieder auf den viertletzten Platz zurückgefallen. Die Anschlusstreffer von Routinier Thiemo Stavridis (80.) und Francesco Teodonno (90.+3, Foulelfer, nachdem der frei stehende Arian Mansouri von hinten umgerissen worden war) kamen zu spät. Zuvor hatte Ingelheims Torwächter Fabian Haas bereits dreimal hinter sich greifen müssen – beim 0:1 und 0:2 von Ronny Krause (42., 46.) sowie beim 0:3 durch David Schinnerer (48.). Aus der Roten Karte gegen Fußgönheims Manuel Schiess wegen des Fouls an Mansouri (90.+3) konnte die Spielvereinigung kein Kapital mehr schlagen.
„Ein ernüchterndes Spiel“, befand Ingelheims Coach Eric Oehler. „Wir sind nach dem 0:3 zurückgekommen, haben uns nicht aufgegeben. Das entspricht alles der Wahrheit. Letztendlich muss man aber auch konstatieren, dass es trotz alledem nicht dazu reicht, gegen einen Gegner zu gewinnen, der spielerisch nach unserem Dafürhalten von der Qualität nicht an das heranreicht, was wir auf dem Platz haben.“
Was Oehler mächtig wurmte: Seine Jungs schenkten die Tore her. „Durch einen Standard und einen Spieler, der durch unseren kompletten Halbraum dribbelt, 16 Zweikämpfe und Pressbälle hat – und 16 Stück gewinnt. Und wir schaffen es nicht, mal ein Foul zu ziehen, den Mann zu bremsen.“ Zur Entstehung des 0:1 konnte Oehler nur den Kopf schütteln. „Die Zone war komplett überladen, alle Männer waren verteidigt und trotzdem zocken sich die Gäste da irgendwie durch, ohne dass wir den finalen Zweikampf finden. Und dann steht Krause am 16er-Eck frei, schießt locker ein. Wir dagegen stehen dreimal im 16er frei – und schießen das Ding 16 Meter drüber.“ Oehler wörtlich: „Das sind die Sachen, die entscheidend sind, warum du bis zum letzten Tag um die Klasse kämpfen musst. Weil dich diese Momente in der Landesliga den Kopf kosten.“
Spvgg. Ingelheim: Haas; Schlör, Vogelsberger (46. Auletta), Commes, Schmitt, Zey (65. Mukanya), Stavridis, Schmidt (85. Mansouri), Trost, Tzieply, Teodonno.