2026-03-13T07:45:35.464Z

Transfers

Rückkehr zum Herzensverein 

B 10: Lukas Jonas verlässt den SV Farschweiler nach fünf Jahren. Sein Nachfolger kennt sich im Club bestens aus.

von Andreas Arens · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
Lukas Jonas (links) verlässt den SV Farschweiler im Sommer. Für ihn kommt Sebastian Wahlen
Lukas Jonas (links) verlässt den SV Farschweiler im Sommer. Für ihn kommt Sebastian Wahlen – Foto: FuPa/Archiv (2)

Im fünften Jahr ist Lukas Jonas Spielertrainer beim SV Farschweiler. Seinen Heimatclub führte er am Ende der Saison 2022/23 in die B-Klasse. Hier haben sich die Hochwälder mittlerweile etabliert. Doch am Ende der Saison ist Schluss. Den 30-Jährigen zieht es zurück zur SG Geisfeld, von der er 2021 gekommen war. Beim aktuellen Bezirksliga-Schlusslicht rückt er an die Stelle von Pascal Eli (macht als Spieler weiter) und bildet gemeinsam mit Björn Probst ein Trainerduo. Einen Nachfolger haben sie in Farschweiler schon gefunden: Sebastian Wahlen übernimmt das Team ab Sommer.

Die SG Geisfeld sei seine zweite sportliche Heimat, bekennt Jonas. Nachdem er bei Mosella Schweich Rheinland- und beim SV Mehring Oberliga gespielt hatte, heuerte der Mittelfeldspieler hier 2016 an und sollte fünf Jahre bleiben. Nun will er es noch mal in einem sportlich ambitionierteren Umfeld wissen – bei den Vereinigten aus Geisfeld, Rascheid und Reinsfeld deutet alles darauf hin, dass es nächstes Jahr in der A-Klasse um Punkte geht. „Als der sportliche Leiter Sven Gaspers mich fragte, ob ich mir eine Rückkehr vorstellen könne, musste ich nicht allzu lange überlegen“, sagt Jonas.

Zuvor hatte er den Entschluss gefasst, den SV Farschweiler zu verlassen, obwohl er ursprünglich geplant hatte, über den Sommer hinaus noch eine Saison dranzuhängen. Dann sei aber die Wintervorbereitung schleppend verlaufen. Die Trainingsbeteiligung sei oft gering gewesen. „Das steht auf die Dauer nicht mehr in einem gesunden Verhältnis zum Aufwand, den man als Trainer betreibt.“ Für den Vorsitzenden Kevin Neufing war es „ein kleiner Schock“, als sein „Sandkastenfreund“ Jonas ihm offenbart habe, im Sommer aufhören zu wollen. „Wir hätten gerne mit Lukas weitergemacht. Aber wir akzeptieren seinen Entschluss.“

Zwar wurde das erste Spiel nach der Winterpause am Sonntag mit 0:4 gegen die SG Pölich verloren („Wir hatten zwei Lattentreffer, auf der anderen Seite macht der Gegner aus vier Chancen vier Tore“, so Jonas), dennoch übergibt er im Sommer ein bestelltes Feld. Als Rangachter der B 10 ist der SVF aller Abstiegssorgen ledig. Für frisches Blut ist gesorgt: Mit Tim Bremm, Jonas Gorges und Joel Schmitz rücken drei A-Junioren fest in den Kader auf. Das Trio sammelt in der laufenden Runde bereits Einsatzminuten. Viele Weitere sollen laut Jonas dazukommen, „sofern es sich mit den Spielen der A-Jugend vereinbaren lässt“. Um die zehn Punkte würde der scheidende Coach gerne noch aus den verbleibenden acht Partien holen. „Dazu müssen wir aber in Sachen Chancenverwertung zulegen.“

Vorsitzender Neufing ist froh, mit Sebastian Wahlen einen Einheimischen, der hier früher schon A-Jugendtrainer und als Spieler aktiv war, verpflichtet zu haben. Gerade erst hat Wahlen bei der DJK St. Matthias Trier II (B11) aufgehört. „Die Anfrage kam für mich aus heiterem Himmel. Meine Entscheidungsfindung war einerseits schwer. Denn ich habe ja erst kürzlich schweren Herzens bei Mattheis mein Amt niedergelegt, weil mir gerade drumherum alles zu kräftezehrend geworden war“, sagt der 41-jährige, frühere Schillinger Bezirksligacoach. Gerade die Kombination mit der Arbeit und Privatem habe ihn zum Aufhören bewogen, „obwohl die DJK ein toller Verein ist und ich eine liebenswerte Mannschaft hatte“. Andererseits sei ihm der Entschluss, die Anfrage anzunehmen, leichtgefallen: „Der SV Farschweiler ist mein Heimat- und Herzensverein. Am Ende habe ich mir gesagt: ‚Das kannst du nicht ablehnen.’“ Dienstlich und privat arbeite er an Besserungen für ihn. „Wegfallen werden für mich ja An- und Abfahrtswege, was die Sache auch etwas einfacher macht.“ Sportlich sieht Wahlen eine Mannschaft mit viel Potenzial, „wenn auch zu beachten sein wird, dass sie mit Lukas ihren gut funktionierenden Trainer und gleichzeitig herausragenden Spieler verliert. Dennoch bin ich positiv gestimmt“.