
Es war ein Aufstieg mit Hindernissen. Nachdem Venezia zwischenzeitlich eine komfortable 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte, zitterten sich die Fans in der Schlussphase zum rettenden Punkt. Doch als der Schlusspfiff ertönte, gab es kein Halten mehr. Mit nun 79 Punkten führt das Team die Tabelle uneinholbar vor den Verfolgern an und macht den „Fahrstuhl“-Effekt der letzten Jahre vergessen.
Maßgeblich am Erfolg beteiligt war einmal mehr der finnische Top-Stürmer Joel Pohjanpalo. Mit beeindruckenden 24 Saisontoren ballerte er den Klub fast im Alleingang zurück in die Serie A. Der „Iceman“ von Venedig bewies in den entscheidenden Momenten die nötige Nervenstärke und untermauerte seinen Status als absoluter Publikumsliebling.
Auch Trainer Giovanni Stroppa schreibt Geschichte: Für ihn ist es bereits der vierte Aufstieg seiner Karriere in die höchste Spielklasse. Er schaffte es, nach dem Abstieg im Sommer 2025 die Defensive zu stabilisieren (nur 31 Gegentore in 37 Spielen) und eine Siegermentalität zu impfen, die in einer Serie von acht Siegen am Stück gipfelte.
Während Venedig feiert, richtet sich der Blick bereits auf die kommende Saison. Für den Klub ist es die 15. Spielzeit in der Serie A. Die große Herausforderung wird sein, den direkten Wiederabstieg – wie bei den letzten drei Aufstiegen geschehen – diesmal zu verhindern.
„Dieser Verein gehört in die Serie A – wegen der Fans, wegen der Stadt und wegen unserer Leidenschaft“, rief ein sichtlich bewegter Kapitän den Anhängern während der Feierlichkeiten zu.
Am kommenden Freitag, dem letzten Spieltag, kann das Team im Heimspiel gegen Palermo die Meisterschaft der Serie B endgültig krönen. Danach wartet im Sommer wieder die große Bühne: Spiele gegen Inter, Milan und Juventus im wohl außergewöhnlichsten Stadion der Welt, das nur mit dem Boot erreichbar ist.