Kein Glück für Rheydt.
Kein Glück für Rheydt. – Foto: Theo Titz

RSV schießt beim 0:0 gegen Neersbroich drei Abseitstore

Der Rheydter SV verpasst drei Punkte gegen die Sportfreunde Neersbroich.

Am letzten Hinrundenspieltag standen sich der Rheydter SV und die Sportfreunde Neersbroich im Spitzenspiel gegenüber. Sowohl für RSV-Geschäftsführer Daniel Imdahl als auch für Neersbroichs Trainer Oliver Glogau kommen ihre derzeitigen Platzierungen in der Fünfer-Spitzengruppe ein wenig überraschend. Am Ende trennten sich beide mit einem attraktiven, aber torlosen Remis.

Mit dem „Spö“, der auf Kurzpassspiel und Ballbesitz setzt, und Neersbroich, die mit ihrer Spielweise das Mittelfeld schnell überbrücken wollen, trafen zwei unterschiedliche Spielsysteme aufeinander. Sportfreunde-Coach Glogau sah vor Spielbeginn die Gastgeber im Vorteil und hätte es vorab unterschrieben, mit einem Punktgewinn nach Hause zu fahren. Und der RSV setzte die Gäste von Beginn an unter Druck. So war es Neersbroichs Keeper Niklas Schnitzler vorbehalten, mit drei abgewehrten Schüssen in der achten Minute einen frühen Rückstand zu vermeiden. Eine Minute später war er dann zwar geschlagen, doch RSV-Sturmpitze Murat Ok stand beim Treffer auf der Torlinie und damit im Abseits. Im Gegenzug brachte Tim Heymanns eine gut geschlagene Flanke auf Dennis Kylau, doch dessen Kopfball verhungerte auf dem Weg ins Gehäuse. Bis zur 39. Minute standen beide Abwehrreihen sicher, sodass sich keine nennenswerten Chancen auftaten. Dann sah Heymanns, dass sich der Rheydter Torhüter Stevica Blazeski zu weit vor seinem Kasten befand und versuchte es aus 40 Metern, verfehlte das Tor aber knapp. RSV-Stürmer Ok traf kurz darauf zur vermeintlichen Führung, doch erneut stand er bei der Ballabgabe im Abseits. Auch in der Nachspielzeit wurde ein Rheydter Treffer aberkannt.

Schmitz wird vermisst

Im zweiten Durchgang bestimmte der Rheydter SV weiterhin Ball und Tempo, Neersbroich lauert hingegen auf Konter. Durukan Celik versuchte es zweimal auf brasilianische Art per Seitfallzieher (51./89.), Bilal Ok vergab frei stehend (75.) und verletzte sich dabei, sodass er ausgewechselt wurde. Aber auch Neersbroich hatte in Unterzahl – Jan Hüsges sah in der 61. Minute die Ampelkarte – seine Chancen. Kylaus Freistoß landete nur auf dem Tornetz, Leon Garches Direktabnahme ging knapp drüber und ein Konter in der Nachspielzeit wurde nicht konsequent zu Ende gespielt.

„Wir haben über die gesamte Distanz das Spiel bestimmt, leider haben wir es versäumt, effektiver zu agieren. Da hätte uns Pascal Schmitz (fehlte verletzungsbedingt) sicherlich mit einem dreckigen 1:0 geholfen. Und wenn du kein Tor erzielst, dann kannst du auch nicht gewinnen“, konstatierte Rheydts Trainer Michael von Amelen. Oliver Glogau war dagegen mehr als zufrieden: „Die halbe Stunde in Unterzahl haben die Jungs gut dagegen gehalten, da kann ich mit dem Punkt gut leben. Jetzt wollen wir in der Rückrunde genauso weitermachen und mal sehen, was noch drin ist“.

Aufrufe: 027.11.2022, 20:00 Uhr
RP / Horst HöckendorfAutor