2026-04-15T12:16:22.084Z

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RSV Eintracht 1949: "Wir wissen, worauf es ankommen wird"

Tabellenführer RSV Eintracht 1949 tritt in der NOFV-Oberliga Süd beim FC Einheit Wernigerode an.

von red · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Laura Bornemann

Der RSV Eintracht 1949 steht vor einer emotionalen und sportlichen Härteprüfung. Am 25. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd gastiert die Mannschaft am Samstag, 18.04.2026 um 14 Uhr, beim FC Einheit Wernigerode. Mit 54 Punkten thront der RSV derzeit an der Tabellenspitze, doch der Weg zum nächsten Erfolg führt über ein Terrain, das in der Vergangenheit schmerzhafte Spuren hinterlassen hat.

Die Rückkehr zum „Mythos Mannsberg“

Die Reise nach Sachsen-Anhalt weckt bei den Stahnsdorfern zwiespältige Gefühle. Es wird eine der schwierigsten Hürden der Liga. RSV-Trainer Patrick Hinze findet deutliche Worte für die bevorstehende Kulisse: „Mythos Mannsberg, wie die Leute so gern da sagen. Wir kamen letztes Jahr selber in den Genuss, dort unterzugehen mit 1:4.“ Doch diese schmerzliche Erfahrung war damals der Wendepunkt: „Danach begann eine unglaubliche Serie, die beiden Spiele danach bei uns waren deutlich.“ Dennoch bleibt der Respekt vor der Heimstärke der Harzer groß.

Taktische Tücken auf engstem Raum

Neben der Atmosphäre ist es vor allem die Beschaffenheit des Spielfeldes, die dem Tabellenführer Kopfzerbrechen bereiten könnte. Die Enge des Platzes lässt kaum Raum für spielerische Eleganz und fordert stattdessen höchste Wachsamkeit in den Zweikämpfen. „Dennoch wissen wir, dass das Spiel nicht einfach wird, da sie auf dem kleinen Platz in der Vergangenheit schon gegen viele Mannschaften siegten“, analysiert Patrick Hinze. Die Eintracht stellt sich auf eine Mannschaft ein, die dem Spitzenreiter das Leben so schwer wie möglich machen wird.

Gefahr durch einen treffsicheren Rückkehrer

Der FC Einheit Wernigerode belegt derzeit den zehnten Tabellenplatz und steckt mitten im Abstiegskampf. Die Hoffnung der Hausherren ruht dabei auch auf einer personellen Verstärkung im Sturmzentrum. „Zudem haben sie mit Niclas Treu einen Rückkehrer, der sehr ordentlich trifft“, warnt der RSV-Coach. Für die Defensive des Tabellenführers wird es darauf ankommen, diesen Akteur nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Hinze ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst: „Einheit spielt immer noch gegen den Abstieg, daher werden auch sie uns nichts schenken, schon gar nicht dem Tabellenführer.“

Mit „voller Kapelle“

Personell könnte die Situation für den RSV Eintracht 1949 kaum besser sein. Nach dem 3:1-Heimsieg gegen den VfB Empor Glauchau, bei dem Tom Fron, Saheed Mustapha und Matthias Steinborn für Jubel sorgten, kann der Trainer nun wieder auf einen wichtigen Baustein seiner Elf zurückgreifen. „Arthur Ekallé ist zurück, daher haben wir volle Kapelle“, verkündet Patrick Hinze erleichtert. Damit stehen ihm alle Optionen offen.

Konzentration als Schlüssel zum Erfolg

Der Fokus liegt ganz klar auf dem nächsten Dreier, um den Vorsprung auf den Verfolger SC Freital (50 Punkte) und den VfB Germania Halberstadt (46 Punkte) stabil zu halten oder gar auszubauen. Die Erinnerung an das Hinspiel, das der RSV mit 3:1 für sich entschied – damals trafen Till Plumpe, Lukas Dirk-Andre Sommer und Endi Jupolli, während Gino Dörnte für Wernigerode erfolgreich war und Maximilian Farwig die Rote Karte sah –, dient als Blaupause. „Wir haben alle Mann an Bord und werden die Sache konzentriert angehen. Wir wollen den nächsten Dreier und wissen, worauf es ankommen wird“, gibt sich Patrick Hinze kämpferisch. Die Mission ist klar definiert: Disziplin und Gier sollen den nächsten Schritt Richtung Meisterschaft ebnen.