
Der RSV Eintracht 1949 hat im gestrigen Heimspiel der NOFV-Oberliga Süd einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Vor 92 Zuschauern besiegte die Mannschaft von Trainer Patrick Hinze die SG Union Sandersdorf mit 2:1. Trotz einer frühen Führung und einer langen Überzahl wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend, als die Gäste unmittelbar nach dem zweiten Tor der Hausherren den Anschlusstreffer erzielten. Mit nun 61 Punkten festigt der RSV seine Tabellenführung vor dem Verfolger SC Freital.
Frühe Führung bringt die nötige Ruhe
Der Start in die Begegnung verlief für die Hausherren nach Maß. Bereits in der 6. Spielminute brachte Tim Göth den Favoriten mit 1:0 in Front. Dieser frühe Erfolg half der Mannschaft, die Belastungen der vergangenen Tage besser zu verarbeiten. Trainer Patrick Hinze ordnete gegenüber FuPa den Beginn nach der Partie wie folgt ein: „Nach der Woche ein schweres Spiel. Das wussten wir vorher, wir gehen Gott sei Dank früh in Führung, konnten es dann ein bisschen ruhiger angehen lassen.“
Harter Einsatz führt zum Platzverweis
Obwohl der RSV Eintracht 1949 in Führung lag, schenkte die SG Union Sandersdorf keinen Zentimeter Boden her. „Wobei Sandersdorf es nicht wirklich ruhiger angehen lassen hat. Sie waren sehr lauffreudig, aggressiv, so wie wir es erwartet haben“, konstatierte Patrick Hinze. In der 36. Minute kam es zu einer entscheidenden Szene, als Sandersdorfs Erik Exner des Feldes verwiesen wurde. Der Trainer der Stahnsdorfer bewertete die Rote Karte als alternativlos: „Wir hatten eine relativ lange Überzahl. Die rote Karte war berechtigt.“ Mit der knappen Führung und einem Mann mehr auf dem Feld ging es für das Team in die Kabine.
Turbulente Schlussphase nach der Pause
In der zweiten Halbzeit dauerte es lange, bis die Vorentscheidung fiel. Der RSV wechselte in der 59. Minute Till Plumpe für Endi Jupolli ein, was sich später als Glücksgriff erweisen sollte. In der 80. Minute erzielte der eingewechselte Till Plumpe das 2:0. „Zur Halbzeit steht es 1:0. Wir kommen dann raus, machen dann relativ zum wichtigen Zeitpunkt das 2:0“, so Patrick Hinze. Doch die Freude währte nur kurz, denn quasi im Gegenzug markierte Oliver Mathurin Koto'O Djouokou in der 81. Minute das 2:1. Der Coach beschrieb die folgende Hektik: „Und dann kriegen wir gleich nach dem 2:0 das 2:1. Deswegen wurde es am Ende noch ein bisschen hektisch, aber die Mannschaft hat sich dagegen gestemmt.“
Physische Erschöpfung und moralischer Sieg
Das RSV-Team rettete den Vorsprung über die Zeit. „Wir waren am Ende auch mausetot, aber grundsätzlich hat die Mannschaft ein Kompliment ausgesprochen bekommen, dass sie da sehr fleißig war und super verteidigt hat heute“, lobte Patrick Hinze seine Schützlinge. Die Bewältigung dieser „Mammutaufgabe“ war für den Trainer das entscheidende Fazit: „Das war das Wichtigste, dass wir nochmal siegen. Mehr war nicht zu erwarten.“
Blick auf das Brandenburg-Duell in Krieschow
Mit diesem Erfolg im Rücken geht der Blick nun nach vorne. Für den RSV Eintracht 1949 steht am Sonntag, 03.05.2026, um 14 Uhr ein emotionales Highlight an. Es wartet das Brandenburg-Duell beim VfB 1921 Krieschow. Nach der gezeigten Disziplin und dem Fleiß gegen Sandersdorf will der Tabellenführer auch in der Fremde bestehen und seine Position an der Spitze der Oberliga weiter zementieren.