
Der RSV Eintracht 1949 kehrt nach dem emotionalen Highlight im DFB-Pokal wieder in den Alltag der NOFV-Oberliga Süd zurück. Am Sonntag um 14 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Patrick Hinze den VfB Germania Halberstadt. Nach dem denkwürdigen, aber auch ernüchternden 0:7 gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern will das Team die Antwort auf dem Platz geben – und sich in der Liga wieder als kompakte, kampfstarke Einheit präsentieren.
Dank an Verein, Fans und Helfer
Bevor der Blick endgültig nach vorne geht, nimmt sich Hinze Zeit, um Danke zu sagen. „Überragendes Event, wo es gilt, nochmal Danke zu sagen an alle Beteiligten des Vereins, den DFB und auch den 1. FC Kaiserslautern. Tolle Stimmung, toller Tag.“ 7479 Zuschauer im Karl-Liebknecht-Stadion haben den Oberligisten gefeiert, auch wenn es sportlich nichts zu holen gab.
Kritischer Blick auf das eigene Spiel
Trotz des besonderen Moments spart Hinze nicht mit klaren Worten. „Rein sportlich war ich mit der Vorstellung nicht zufrieden, das weiß die Mannschaft auch. Diese Gegentore gehen nicht, egal ob 2. Liga oder Oberliga – die Tore bekommt man, wenn man so verteidigt, immer wieder. Wir können das Spiel verlieren, ja, aber nicht so und vor allem nicht mit sieben Gegentoren.“
Der Coach fordert eine schnelle Reaktion. Denn die Liga verzeiht keine Schwächen, besonders nicht gegen einen Gegner, der wie Halberstadt mit viel Selbstvertrauen nach Stahnsdorf reist.
Halberstadt als hungriger Gegner
Die Gäste aus Sachsen-Anhalt sind mit zwei Siegen aus zwei Spielen perfekt in die Saison gestartet. Hinze warnt deshalb eindringlich vor dem kommenden Kontrahenten. „Am Sonntag erwartet uns ein hungriger Gegner, eine sehr junge Mannschaft, mit viel Elan. Wir müssen da anders auftreten als in Halle – allein von der Einstellung von Beginn an. Ansonsten werden wir da auch wieder überlaufen und überrascht.“
Halberstadt hat nach dem 3:1-Sieg gegen Wernigerode und dem 1:0-Erfolg gegen Grimma Selbstvertrauen getankt und kommt als Tabellenzweiter nach Brandenburg.
Rotation im RSV-Kader notwendig
Personell ist der RSV Eintracht 1949 gezwungen, Veränderungen vorzunehmen. „Leon Hellwig, Till Plumpe, Simon Hauck, Louis Samson werden fehlen oder angeschlagen auf der Bank sitzen. Das heißt große Rotation im Kader“, erklärt Hinze. Außerdem wird ein bekanntes Gesicht nicht mehr im Aufgebot stehen: „Emre Aydin ist nicht mehr im Kader, da er nach Amerika gegangen ist.“ Die Ausfälle treffen den RSV hart.
Blick auf die Tabelle
Nach zwei Spieltagen steht der RSV mit vier Punkten auf dem vierten Platz – eine solide Ausgangslage, die aber schnell ins Wanken geraten könnte, wenn am Sonntag keine Punkte folgen. Halberstadt reist als Zweiter mit sechs Zählern an, punktgleich mit Spitzenreiter FC Einheit Rudolstadt. Ein Heimsieg könnte den RSV im oberen Tabellenfeld halten und Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.
Lehren aus dem Saisonstart
Schon in den ersten beiden Ligaspielen zeigte der RSV, dass er offensiv variabel agieren kann. Acht Tore in zwei Partien unterstreichen die Durchschlagskraft. Doch die Defensive offenbarte immer wieder Schwächen – sowohl beim 4:4 in Halle als auch im Pokalspiel gegen Kaiserslautern.
Hinze weiß um diese Baustellen: „Wir müssen unser Defensivverhalten verbessern.“ Gegen Halberstadt will er sehen, dass seine Mannschaft kompakter steht, früher stört und vor allem die entscheidenden Zweikämpfe konsequenter führt.
Fans als Rückhalt
Auch wenn der Pokal vorbei ist, bleibt die Euphorie rund um den RSV spürbar. Die Fans, die schon im Karl-Liebknecht-Stadion für eine beeindruckende Kulisse gesorgt haben, werden hoffentlich auch im Heimspiel gegen Halberstadt wieder zahlreich erscheinen. Diese Unterstützung soll der Mannschaft helfen, nach der klaren Niederlage im Pokal wieder Selbstvertrauen zu finden.
Der Blick nach vorn
Für den RSV Eintracht 1949 ist das Duell mit Halberstadt mehr als nur ein weiteres Ligaspiel. Es ist die Chance, die Lehren der letzten Wochen umzusetzen und den eigenen Anspruch zu unterstreichen, in dieser Saison im oberen Tabellendrittel mitzuspielen.
Mit einer konzentrierten Leistung, der Unterstützung der Fans im Rücken und der richtigen Einstellung will der RSV gegen den Favoriten bestehen – und zeigen, dass die Mannschaft bereit ist, aus Rückschlägen zu lernen und gestärkt daraus hervorzugehen.