
Im heutigen Nachholspiel der NOFV-Oberliga Süd ist die Erfolgsserie des RSV Eintracht 1949 gerissen. Vor 722 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Trainer Patrick Hinze beim VFC Plauen mit 1:2. In einer emotional geführten Begegnung bestraften die Hausherren die Unkonzentriertheiten in der Defensive der Stahnsdorfer. Zwar gelang Till Plumpe der zwischenzeitliche Ausgleich, doch ein verwandelter Foulelfmeter von Tyron Profis sorgte am Ende für die Entscheidung zugunsten des Regionalliga-Absteigers.
Ein folgenschweres Missverständnis zu Beginn
Die Partie begann für den Spitzenreiter denkbar unglücklich. Bereits in der 3. Minute geriet der RSV Eintracht 1949 durch ein Missgeschick in Rückstand, das den gesamten Matchplan zunächst über den Haufen warf. Trainer Patrick Hinze analysierte den Start: „Natürlich sind wir schlecht reingekommen ins Spiel durch den Fehler. Louis Samson will den Torwart anspielen und schießt den Ball ins eigene Tor.“ Durch dieses Eigentor führte der VFC Plauen relativ früh mit 1:0, was die Atmosphäre im Stadion früh anheizte.
Reaktion und spielerische Klasse vor der Pause
Doch der Tabellenführer zeigte sich vom frühen Schock unbeeindruckt und bewies, warum er derzeit an der Spitze steht. Mit viel Druck und spielerischer Reife suchte die Mannschaft den Weg nach vorne. „Die Mannschaft hat super reagiert auf dieses Tor. Hat dann den Ausgleich gemacht und auch eine gute erste Halbzeit gespielt. Sie war sehr griffig, das war sehr ordentlich“, lobte Patrick Hinze die Phase nach dem Rückstand. In der 11. Minute belohnte Till Plumpe die Bemühungen mit dem Treffer zum 1:1. Die Stahnsdorfer agierten in dieser Phase diszipliniert und waren dem Führungstreffer zeitweise näher als die Gastgeber.
Ein individueller Fehler leitet die Wende ein
Nach dem Seitenwechsel wollten die Gäste an die Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen, wurden jedoch erneut durch eine Unaufmerksamkeit kalt erwischt. In der 49. Minute führte eine Kette von Fehlentscheidungen zum erneuten Rückstand. „In der Halbzeit haben wir angesprochen, dass wir klar bleiben wollen. Dann kommt ein 47 Meter langer Ball. Und statt den Ball dann rauszuköpfen, lässt unser Abwehrspieler den Ball durch. Der Stürmer spritzt dazwischen, Elfmeter. Liam Brenn foult den Spieler, den Elfmeter hauen sie dann rein“, beschrieb der Coach die entscheidende Szene, die Tyron Profis zum 2:1 nutzte.
Mangelnde Gier in der entscheidenden Phase
In der verbleibenden Spielzeit versuchte der RSV Eintracht 1949 mit den Einwechslungen von Endi Jupolli, Muratcan Mert Yatkiner und Giso Koschembahr noch einmal Impulse zu setzen, doch die nötige Durchschlagskraft gegen das Abwehrbollwerk der Vogtländer fehlte. Die Defensive des RSV hatte zwar kaum noch Chancen zuzulassen, doch offensiv fehlte die letzte Konsequenz. „Danach hatte es nichts mehr mit Fußball zu tun. Wir machten wenig Gefahr nach vorne aus. Plauen hat mit allen Mitteln verteidigt. Ein, zwei gute Gelegenheiten hatten wir noch aus hohen Bällen. Aber es war dann in der zweiten Halbzeit von der Galligkeit, von der Gier her zu wenig“, bilanzierte Patrick Hinze enttäuscht.
Tabellenführung trotz Niederlage behauptet
Am Ende stand eine Niederlage, die für den Spitzenreiter schmerzhaft ist, aber aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz nicht zum Sturz von Platz eins führte. Dennoch fand der Trainer mahnende Worte: „Plauen hat es verpasst, dann den Deckel draufzumachen. Dementsprechend ist der Sieg nicht unverdient für Plauen. Und wir sind heute noch mal mit einem blauen Auge davongekommen, wenn man das Ergebnis von Freital sieht. Aber wir sollten erst mal zusehen, dass wir selber wieder in eine Spur finden, weil sich das so ein Stück weit angebahnt hat.“ Mit 51 Punkten bleibt der RSV vor dem SC Freital (49 Punkte).
Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Sonntag, 12.04.2026, um 14 Uhr. Dann empfängt der RSV Eintracht 1949 den VfB Empor Glauchau zum Heimspiel.