
Beim 2:1-Erfolg im Niederrheinpokal über ESC Rellinghausen führte Rey Alonso die Blau-Weißen in Abwesenheit von Lukas Reitz als Kapitän auf das Feld. Und auch beim 3:2-Derbysieg über den FC Kosova nahm der Mann mit den spanischen Wurzeln zum Ligaauftakt eine Schlüsselrolle ein. „Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir so gut aus den Startlöchern gekommen sind“, sagt der Spanier, der im Sommer 2018 von den Sportfreunden Baumberg zurück an die Feuerbachstraße wechselte und nunmehr die achte Saison am Stück im Turu-Dress bestreitet.
Dass es für die Oberbilker so schnell schon so gut laufen würde, war vor wenigen Wochen nicht unbedingt zu erwarten. „Wir haben zwölf neue Spieler dazu bekommen, die auch alle erst einmal integriert werden müssen. So etwas dauert normalerweise seine Zeit“, betont Rey Alonso. Doch es scheint, als habe sich das neu formierte Team binnen kürzester Zeit schon zu einer homogenen Einheit zusammengefunden. „Die Stimmung in der Kabine ist überragend. Das hatten wir so noch nie. Die Jungs unternehmen auch abseits des Platzes einiges zusammen. Das wirkt sich dann auch positiv auf den Platz aus“, schwärmt Rey Alonso.
Ein gut funktionierendes Kollektiv wird auch am Sonntag gefragt sein, wenn sich der ASV Süchteln in Düsseldorf vorstellt. Die Gäste kommen nach dem 2:1-Auftaktsieg über den hoch eingeschätzten DV Solingen nicht nur mit Selbstvertrauen, sondern auch mit einem der überragenden Einzelspieler der Liga in die Landeshauptstadt. Gemeint ist Leon Falter. „Er wird uns mit Sicherheit ganz schön beschäftigen“, ahnt Rey, der in den höchsten Tönen vom 24-Jährigen schwärmt. „Vom Potenzial her gehört er mindestens in die Regionalliga. Dass er überhaupt noch in Süchteln spielt, ist erstaunlich.“ Falter auszuschalten dürfte der Schlüssel zum Erfolg für die Turu sein.
Und um dies zu schaffen, wäre es von Vorteil, wenn die Mannschaft von Trainer Francisco Carrasco die Partie in voller Stärke beenden würden. In den bisherigen beiden Pflichtspielen gelang das nicht. Während sich Amin Saouti im Pokal aus taktischen Gründen Gelb-Rot einhandelte, musste dessen Vertreter Frederik Brünen gegen Kosova ebenfalls mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz. „Sein Platzverweis war zwar nicht nachzuvollziehen. Dennoch müssen wir zusehen, die Spiele zu elft zu beenden. Denn das verteidigen in Unterzahl geht schon ganz schön an die Substanz“, sagt Rey Alonso.
