2026-01-20T07:14:11.657Z

Spielbericht
Malte Hauenstein würde mit der DJK Gnadental gerne noch einmal aufsteigen.
Malte Hauenstein würde mit der DJK Gnadental gerne noch einmal aufsteigen. – Foto: Michael Jäger

Routinier mit der DJK Gnadental vor Aufstieg

Gnadentals Bezirksliga-Fußballer haben am vorletzten Spieltag der Saison einen „Matchball“. Mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Mönchengladbach wäre die Titel sicher.

Nach der Corona-Pause hat sich die DJK Gnadental in den Top 5 der Bezirksliga etabliert. Am Sonntag (15.30 Uhr) kann der Spitzenreiter bereits im vorletzten Saisonspiel die Meisterschaft und somit den ersten Landesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte klar machen.

Entsprechend groß ist die Vorfreude am Nixhütter Weg. „So eine Chance hatten wir im Verein noch nie, das bringt natürlich einen gewissen Druck mit sich. Wir wissen, dass die Partie kein normales Spiel ist, aber wenn wir unser Spiel durchziehen wie immer, bin ich guter Dinge“, sagt DJK-Coach Sebastian Michalsky. Kapitän Malte Hauenstein, der seit fünf Jahren im Verein spielt, könnte am Sonntag seinen wohl letzten Aufstieg feiern. Der mittlerweile 34 Jahre alte Führungsspieler konnte in seiner Karriere mit dem SV Uedesheim bereits aufsteigen. In der Saison 2011/2012 schaffte er mit dem SVÜ den Sprung aus der aus der Landesliga in die Oberliga.

Entwicklung in Uedesheim war unerfreulich

Nach zwei Jahren in der fünfthöchsten Spielklasse wurde der SVÜ schnell in die Bezirksliga durchgereicht. Daher ist auch für Malte Hauenstein die letzte Landesliga-Saison bereits zehn Jahre her. „Als junger Spieler nimmt man einen Aufstieg ganz anders wahr. Mit 34 weiß man, dass man nicht mehr ewig spielt, deswegen genieße ich diese Saison deutlich mehr. Dennoch weiß ich auch, dass noch nichts entschieden ist und da müssen die älteren Spieler als Vorbild vorangehen“, erklärt der Kapitän.

Trotz seiner mittlerweile 15 Jahre im Seniorenfußball gab es in dieser Saison ein Novum für den 1,95 Meter großen Hünen. Von Innenverteidigung bis Mittelstürmer hat Hauenstein schon auf allen Positionen gespielt. Auch innerhalb der Saison ist er oft rotiert, das hat seit vergangenem Sommer ein Ende. „Das ist meine erste Spielzeit, in der ich nur auf einer Position gespielt habe. Aber mir ist es am Ende egal, ob ich wie dieses Jahr als Stürmer oder auf einer anderen Position spiele“, erklärt er. Die offensive Position hat sich für Hauenstein ausgezahlt. In der laufenden Spielzeit kommt er bereits auf zehn Treffer und sechs Vorlagen, mehr Torbeteiligungen in einer Saison hatte er noch nie.

Aufstieg gegen den 1. FC MG?

Nachdem die DJK in den vergangenen beiden Jahren auf den Tabellenplätzen zwei und drei landete, kann sie gegen den 1. FC Mönchengladbach endlich den langersehnten Aufstieg schaffen. Während unter seinem Vorgänger Stefan Pennarz sportlich bereits die Weichen gestellt wurden, hat die Mannschaft unter Trainer Sebastian Michalsky noch mal einen Sprung gemacht. „Ich habe nicht gedacht, dass ich in meinem Alter noch so viel lernen kann. Sebastian merkt man an, dass er vor wenigen Jahren noch in der Oberliga aktiv war. Mit so einer Qualität in der gesamten Mannschaft und im Trainerteam spielen zu können, macht einfach verdammt viel Spaß“, betont Hauenstein.

Der Allrounder spricht offen von seinem wohl letzten Aufstieg seiner Karriere. Dennoch soll für den zur neuen Saison bereits 35-Jährigen nicht Schluss sein. „Ich spiele so lange es mein Körper mitmacht, da ist mir auch die Liga nicht wichtig, solange ich der Mannschaft helfen kann“, so Hauenstein.

Aufrufe: 024.5.2025, 21:30 Uhr
RP / Noah KnotheAutor