2026-04-02T18:01:11.048Z

Allgemeines

Rothosen überrollen Baunatal – Weidenhausen bleibt ohne Ertrag

20. Spieltag der Hessenliga

von red · Gestern, 23:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sascha Wolff

Gründonnerstag hat die nordhessische Hessenliga-Landschaft kräftig durcheinandergewirbelt: Der CSC 03 Kassel landete mit dem 3:0 im Derby bei KSV Baunatal einen ebenso überraschenden wie wichtigen Coup im Abstiegskampf, während SV Weidenhausen im Heimduell mit dem Hünfelder SV trotz ordentlicher zweiter Halbzeit knapp mit 0:1 unterlag. In der Tabelle bleibt Baunatal zwar im oberen Feld, der CSC sendet aber ein starkes Lebenszeichen, während die Adler weiter tief unten festhängen.

Dickes Ausrufezeichen

Die Rothosen haben sich im Parkstadion nicht nur drei Punkte geholt, sondern auch ein klares Derby-Statement gesetzt. Finn Bindbeutel brachte den CSC in der 23. Minute in Führung, nach der Pause legten Kevin Nennhuber und der früh für den verletzten Christoph Reuter gekommene Alban Meha nach. Besonders bemerkenswert: Selbst ein verschossener Foulelfmeter von Jon Mogge in der 69. Minute änderte nichts daran, dass Kassel den Abend klar auf seine Seite zog.

Für Baunatal ist die Niederlage vor allem deshalb bitter, weil das Derby nach dem 0:2 gegen Eintracht Frankfurt II die nächste verpasste Chance war, sich im oberen Tabellendrittel zu stabilisieren. Der CSC dagegen bestätigte, dass in dieser Mannschaft trotz aller Schwankungen Qualität für solche Spiele steckt – und dass Derbys im Abstiegskampf manchmal mehr bewegen als ein gewöhnlicher Dreier. Die Vorgeschichte des Duells war ohnehin besonders, weil gleich mehrere CSC-Spieler eine Baunataler Vergangenheit haben.

Früher Rückstand

Für die Adler begann der Abend denkbar schlecht: Hünfeld nutzte seine starke Anfangsphase und ging früh durch seinen Stoßstürmer in Führung, danach arbeitete sich Weidenhausen zwar zunehmend in die Partie, konnte die stabile Gäste-Abwehr aber nicht mehr entscheidend knacken. Die beste Szene der Gastgeber vor der Pause hatte Kilian Krug, dessen Kopfball nach einer Ecke nur an die Latte ging.

Nach der Pause zeigte Weidenhausen deutlich mehr Leben und blieb durch mehrere Offensivaktionen im Spiel, während auf der Gegenseite Lucas Waßmann im Eins-gegen-eins eine noch frühere Entscheidung verhinderte. Doch weder ein Gerbig-Freistoß noch die späten Szenen um Marius Jung und Kilian Krug brachten den Ausgleich. So blieb unter dem Strich eine knappe Heimniederlage, die aus Adler-Sicht umso mehr schmerzt, weil sie nach dem verdienten 2:1 gegen Darmstadt II wieder einen kleinen Rückschritt markiert.