2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

Rothosen punkten in Unterzahl – Weidenhausen überrascht

28. Spieltag der Hessenliga

von red · Gestern, 21:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sascha Wolff

Der 28. Spieltag hat die Lage der drei nordhessischen Hessenligisten auf sehr unterschiedliche Weise verändert. KSV Baunatal bleibt nach dem späten Siegtreffer gegen Darmstadt II Vierter, CSC 03 Kassel festigt mit dem Unentschieden in Pohlheim Rang 12, und SV Weidenhausen sendet mit dem Sieg gegen den FC Gießen ein unerwartet starkes Lebenszeichen im Tabellenkeller.

Ausrufezeichen des Spieltags

Die Adler lieferten gegen den Tabellendritten ihre wohl stärkste Vorstellung der vergangenen Wochen ab. Zwar brachte Mirco Geisler die Gäste früh in Führung, doch Weidenhausen reagierte bemerkenswert ruhig: Erst half ein Eigentor von Constantin Pauly zum Ausgleich, dann drehte Marius Jung die Partie per Strafstoß, ehe Jan Gerbig ebenfalls vom Punkt alles klar machte. Dass der SVA nach dem frühen Rückschlag nicht einbrach, sondern das Spiel binnen weniger Minuten kippte, gab dem Nachmittag seine Richtung.

Aus Weidenhäuser Sicht war der Sieg auch deshalb so wertvoll, weil er nicht aus Zufall entstand. Die Adler störten den Favoriten im Aufbau konsequent, setzten immer wieder Nadelstiche und ließen sich selbst von einem aberkannten Treffer nicht aus dem Konzept bringen. Der dritte Heimsieg des Jahres kommt spät, könnte für das Selbstverständnis im Saisonendspurt aber noch wichtig werden.

Erlösung in der Nachspielzeit

In Baunatal sah lange alles nach einem zähen Nachmittag ohne Ertrag aus. Der KSV hatte zwar mehr Ballbesitz, fand aber zunächst kaum Tempo und Präzision im eigenen Spiel, während Darmstadt über Konter gefährlich blieb. Erst in der Nachspielzeit fiel die Entscheidung, als Egli Milloshaj per sehenswertem Abschluss doch noch das 1:0 erzielte und damit die Baunataler Heimserie ohne Sieg beendete.

Der Sieg war aus Sicht der Nordhessen weniger glanzvoll als wichtig. Lukas Berger hielt den KSV mit starken Paraden im Spiel, dazu wurden ein Borgardt-Treffer und später ein weiterer Abschluss wegen Abseits aberkannt. So passte es ins Bild, dass ein Spiel ohne viel Feuerwerk am Ende durch einen späten Geistesblitz entschieden wurde.

Stand gehalten trotz Unterzahl

Der CSC hat in Pohlheim nicht die erhoffte Revanche mit einem Sieg geschafft, aber einen Punkt geholt, der im Gesamtbild wertvoll ist. Nach dem frühen Rückstand drehte Kassel die Partie zunächst durch Alban Meha und Kevin Nennhuber, ehe Brian Mukasa noch vor der Pause zum 2:2 traf. In der zweiten Halbzeit mussten die Rothosen nach Gelb-Rot gegen Jan Iksal fast eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen – und nahmen den Zähler dennoch mit.

Gerade deshalb fühlt sich dieses Remis für den Aufsteiger eher nach Stabilität als nach verpasster Chance an. Nach dem 0:6 aus dem Hinspiel war der Auftritt in Pohlheim deutlich reifer, und dass der CSC nun in mehreren Wochen hintereinander punktet, unterstreicht den kleinen Aufwärtstrend der Rothosen. Im engen unteren Mittelfeld bleibt das ein Ergebnis, das Gewicht hat.