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Rote Karte sorgt bei Wormser Landesliga-Derby für Ärger

Ab der zehnten Minute war Pfeddersheim im Spiel gegen Wormatia II bereits in Unterzahl

von Michael Mayer · 02.11.2025, 15:07 Uhr · 0 Leser
Nicht zu greifen: TSG-Kapitän Fabio Schmidt (rechts) muss Wormatias Lukas Sundin im Zweikampf ziehen lassen.	Foto: Dirigo/pakalski-press
Nicht zu greifen: TSG-Kapitän Fabio Schmidt (rechts) muss Wormatias Lukas Sundin im Zweikampf ziehen lassen. Foto: Dirigo/pakalski-press

Pfeddersheim. Die Reserve der Wormatia hat das Landesliga-Derby bei der TSG Pfeddersheim mit 3:2 gewonnen und rückt auf den sechsten Tabellenplatz vor. Gastgeber Pfeddersheim steht punktgleich mit Schlusslicht Neuhausen auf dem vorletzten Platz.

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„Dunkelgelb“ und Wunsch nach Fingerspitzengefühl

Die vermeintlich spielentscheidende Szene ereignete sich bereits in der 10. Minute: Pfeddersheims Finn Cleres unterband auf der rechten Außenbahn einen Tempogegenstoß der Gäste und holte David Boateng von den Beinen. Schiedsrichter Kacper Spychala zückte sofort Rot. Eine harte Entscheidung, da waren sich sowohl TSG-Spielertrainer Marcell Oehler als auch VfR-Coach Björn Weisenborn nach dem Schlusspfiff einig. „Dunkelgelb“ hätte man mit etwas mehr Fingerspitzengefühl auch zeigen können, fand Weisenborn. „Wenn er schon so hart durchgreift, hätte er diese Linie in der Folge auch beibehalten müssen. Hat er aber nicht“, ärgerte sich Oehler. Spychala und sein Team hatten nach dieser Szene keinen guten Stand beim Heimpublikum im gut gefüllten Uwe Becker-Stadion. Mindestens zweimal, so TSG-Co-Trainer Manuel Wöllner, sei zudem der fällige Elfmeterpfiff ausgeblieben: „Was dieses Schiedsrichtergespann hier heute gezeigt hat, ist eine Schande!“

In Unterzahl hatte die frühe TSG-Führung durch Dominick Schwarz (2.) nicht mehr lange Bestand. Nach einem Ballgewinn hatte Kapitän Fabio Schmidt den pfeilschnellen Schwarz auf die Reise geschickt, der sich vom herausgeeilten VfR-Torwart John Dos Santos zwar nach außen abdrängen, nicht aber am Torschuss aus spitzem Winkel hindern ließ – 1:0. Auf der anderen Seite war es David Boateng (26.), der einen stark herausgespielten Angriff nach Doppelpass mit Lukas Sundin zum Ausgleich veredeln konnte.

Die Gäste drängten die TSG nun zweitweise hinten rein, ohne die numerische und spielerische Überlegenheit in Zählbares ummünzen zu können. Bis zur 42. Minute: Einen Freistoß von Emanuel Rodriguez-Ibarra in den Fünfmeterraum konnte Leon Guth nicht abfangen. Nach einer Kopfballstafette von Freund und Feind stocherte Tim Nagel den Ball zur 2:1-Pausenführung für Worms über die Linie. Nach der Pause kam Pfeddersheim wieder besser in die Partie, auch weil Oehler auf eine Dreierkette in der Abwehr umgestellt hatte.

Selbst in doppelter Unterzahl – Rik Hiemeleers musste zwischenzeitlich eine Zeitstrafe absitzen – spielte die TSG mutig nach vorne und kam zu einigen Chancen. Die besten in der Schlussphase, als Lazar Ilic (84.) verzog und Fabio Schmidts (85.) Kopfball von Dos Santos noch über die Latte gelenkt wurde. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft – bis auf der anderen Seite Amir Moore (91.) mit dem dritten Gästetreffer die Euphorie im weiten Rund augenblicklich dämpfte. Der Anschlusstreffer zum 2:3 durch Fabian Herchenhan (94.) fiel zu spät, danach war Schluss und Björn Weisenborn mit dem Ergebnis natürlich zufrieden. „Aber wir haben es wieder nicht geschafft, die Überzahl für uns zu nutzen. Abgezocktheit und Chancen haben bei uns gefehlt. Chapeau vor der Leistung der Pfeddersheimer.“ Die sich, so Spielertrainer Oehler, für eine intensiv geführte zweite Halbzeit hätten belohnen müssen.