
Stadtallendorf. Nach der fünften Niederlage im fünften Spiel, diesmal mit 0:5 (0:4) beim TSV Eintracht Stadtallendorf, sind die Walldorfer Hessenliga-Fußballer ganz unten in der Tabelle angekommen. Wieder einmal versäumte es der SV Rot-Weiß, in Führung zu gehen, als die Gäste die erste gute Torchance des Spiels hatten. Nach Pass von Yu Ataka ließ Eduard Zhakishev allein auf TSV-Torhüter Nils Schneider zu, wenn auch aus seitlicher Position: „Da kann man schon mal ein Tor machen, aber wir machen es halt nicht“, sagte Sascha Volk, Cheftrainer des SV Rot-Weiß zusammen mit Taner Yalcin.
Kurz darauf liefen die Walldorfer den Keeper beim Versuch an, den Ball wegzuschlagen. Dabei schoss er Nico Helbig an, die Kugel flog Richtung leeres Tor – aber eben knapp drüber. Mit mehr Glück und Konsequenz ging der TSV Eintracht zu Werke, als die Walldorfer eine Flanke gestatteten und der freistehende Loris Weiss trefflich zur Stelle war (19.). „Da haben wir schlecht verteidigt, mit wenig Gegenwehr“, kritisierte Volk. Die Stadtallendorfer Führung hinterließ einen sichtbaren Bruch im RWW-Spiel. Auch die Walldorfer Körpersprache ließ nichts Gutes erahnen. Und in der Tat: „Die Art und Weise, wie wir dann in der ersten Halbzeit verteidigt haben, das war auf jeden Fall zu wenig“, sagte Volk. Insbesondere verlorene Zweikämpfe, da es die Gäste der Eintracht mit mangelnder Aggressivität arg leicht machten, ließen den Rückstand bis zur Pause auf 0:4 anwachsen. Wobei Jacob Pistor binnen 22 Minuten ein Hattrick gelang.
Beim Halbzeitstand von 4:0 war das Spiel praktisch schon entschieden. Danach „haben wir uns zumindest nicht ergeben und haben schon versucht, uns zu wehren“, so Volk. Eine Umstellung auf eine Dreier-Abwehrkette, um dafür das Mittelfeld zu verstärken, habe der Mannschaft nach der Pause mehr Stabilität gegeben. Kurzfristig verzichten mussten die Rot-Weißen auf Takuto Tanaka, der sich am Vorabend krank meldete. Mit Blick auf die kommende Trainingswoche sehen Volk und Yalcin ihre Aufgabe darin, erst einmal ihre geknickte Mannschaft wieder aufzurichten. Inhaltlich „müssen wir aber auch ganz klar machen, dass wir mit einer anderen Härte verteidigen müssen“, betonte Volk.