Endlich wieder Training:  In Langengeisling stand  der Ball im Mittelpunkt.
Endlich wieder Training: In Langengeisling stand der Ball im Mittelpunkt. – Foto: DIETER PRIGLMEIR

FC Langengeisling: Zurück in der Bezirksliga mit Spielertrainer Maxi Hintermaier

Wunsch: Ostgruppe mit TSV Dorfen und FC Moosinning

Der FC Langengeisling ist nach über 30 Jahren zurück in der Bezirksliga. Im ersten freiwilligen Training standen 36 Spieler auf dem Rasen. Die Vorfreude auf die kommende Saison ist hoch.

Langengeisling – „Zum Abschluss gibt’s jetzt noch die Tschechenrolle“, rief der neue Trainer Maxi Hintermaier. Und der anwesende Pressemann freute sich: „Das haben wir vor 30 Jahren auch schon gespielt.“

1990 stieg der FC Langengeisling aus der Bezirksliga ab, jetzt ist er wieder zurück. Keiner der aktuellen Spieler war damals schon geboren, aber die Euphorie ist riesengroß. „Heute waren 36 Spieler da – nicht schlecht für ein freiwilliges Training“, sagt Maximilian Maier, sportlicher Leiter und Spieler.

Maxi Hintermaier kommt als Spielertrainer vom Regionalligisten SV Heimstetten

Erstmals nach der coronabedingen Pause trafen sich die Geislinger Kicker wieder auf dem Rasen. Wer alles da war: die Aufstiegshelden, verhinderte Aufstiegshelden, Neuzugänge, Rückkehrer, alte und neue Trainer.

Wie berichtet, wechselt Maxi Hintermaier vom Regionalligisten SV Heimstetten als Spielertrainer zum FCL – seine erste Station als Coach. Unterstützt wird der 29-Jährige von Marco Zehner, der die Geislinger vor sechs Jahren von der Kreisklasse zurück in die Kreisliga geführt hat. Außerdem im Trainerteam: Jo Reiner, der Hermann Gerland des FCL (nicht so bärbeißig, aber genauso treu), Torwart-Ikone Tom Niedermeier, Douglas Wilson und Samir Merdanovic.

Ein großes Trainerteam , aber auch der Kader ist groß. „Wir werden auch noch eine dritte Mannschaft melden“, sagt Maier und freut sich über viel frisches Blut im Kader. Louis Rotert, Philipp Hellemann und Jonas Hennig haben schon in der Jugend beim FCL und der JFG Sempt gespielt. David Riederle war auch in F- und E-Jugend in Geisling, ehe er wie auch Ömer Alitinisik die komplette Jugend in Altenerding spielte. Mert Gül und Daniel Karamatic wechseln von Klettham und Maurice Steck vom FC Erding nach Langengeisling. Alexander Grüll kommt aus der Ergoldinger BOL-Jugend. Junge Spieler, die der FCL mangels eigener A-Jugend bestens brauchen kann und die jenen Kader verstärken, der mit Trainer Mario Sinicki den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat.

Durch Absage der Aufstiegsspiele schafft es die Zweite nicht in die Kreisklasse

Der Zweiten ist der Sprung in die Kreisklasse nicht gelungen. Hinter dem SVE reichte es nur zu Platz zwei. Bekanntlich wurden nach dem Saisonabbruch alle Aufstiegsspiele abgesagt. „Sehr schade, wir hätten gern höher gespielt“, sagt Trainer Samir Merdanovic- Jetzt hoffen er und seine Spieler auf eine spannende Gruppeneinteilung: Mit der SpVgg Altenerding, FC Erding, SpVgg Eichenkofen und Türkgücü spielen schließlich gleich vier Stadtrivalen in der A-Klasse.

Apropos Lokalrivalen: In der Bezirksliga würden die Geislinger gern in der Ost-Gruppe spielen, wo auch der TSV Dorfen vertreten sein wird. Der FC Moosinning habe auch großes Interesse daran, erzählt Maier. „Wir hätten tolle Derbys.“ Und die Spielorte seien landschaftlich auch schöner. „Das erzählen jedenfalls die Bezirksliga-Spieler von damals immer“, sagt Maier, dessen Vater Helmut einst dazu gehört hat.

Bleiben nur noch die Fragen: Macht der Gruppeneinteiler mit? Und was ist eigentlich die eingangs erwähnte Tschechenrolle? Zwei Tore, drei Mannschaften: Team A ist im Ballbesitz und greift B an. Schießt A ein Tor oder verliert den Ball, greift B nun Team C an. Ein Pendelspiel mit vielen Torabschlüssen und Zweikämpfen – und schon mal ein Vorgeschmack auf die Bezirksliga.

Kader des SC Langengeisling zur Saison 2021/22.
Kader des SC Langengeisling zur Saison 2021/22. – Foto: DIETER PRIGLMEIR

(DIETER PRIGLMEIR)

Aufrufe: 04.6.2021, 06:33 Uhr
Dieter PriglmeirAutor

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