
Was eigentlich das Endspiel, zumindest aber eine Paarung im Halbfinale, sein könnte, steht nun schon in der 2. Runde des Niederrheinpokals an. Rot-Weiß Oberhausen empfängt im Derby Rot-Weiss Essen. Das alles steigt vor großer Kulisse im Stadion Niederrhein. RWE geht derweil zwar als Favorit in das Spiel, doch Essens Trainer Uwe Koschinat hat Respekt vor dem Gegner.
Mit mindestens 3.400 Fans im Rücken tritt RWE am Samstag im Niederrheinpokal bei Rot-Weiß Oberhausen an. Für Kurzentschlossene gibt es zudem eine Tageskasse. "Es ist ein absolutes Hammerlos zu diesem frühen Zeitpunkt im Wettbewerb. Wir wissen, wie viel es den Leuten in Essen bedeutet, dass wir das Derby gewinnen und entsprechend werden wir auch auftreten", erklärt Koschinat beim Pressegespräch am Freitagmittag. "Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir die Atmosphäre im Stadion aufnehmen und den Rhythmus vorgeben", unterstreicht er.
Auf dem Platz sieht er seine Mannschaft in der Favoritenrolle, warnt zugleich aber auch vor dem Gegner. "Zuletzt waren die Spiele gegen Oberhausen immer sehr knapp. Im Halbfinale der Vorsaison haben uns ein paar magische Minuten auf die Siegerstraße gebracht, davor war RWO eigentlich das bessere Team", erläutert er. Über den späten Spieltermin ärgert sich der Übungsleiter: "RWO ist jetzt sehr gefestigt, die Spieler harmonieren sehr gut miteinander", sagt er. Ursprünglich hätte das Duell schon Anfang September steigen können. Damals war RWO mit drei Niederlagen, einem Sieg und zwei Unentschieden denkbar schwach in die Regionalliga-Saison gestartet. Seitdem kamen vier Erfolge hinzu und die Kleeblätter sind in der Tabelle auf den sechsten Platz geklettert.
Im Training hat Koschinat sein Team auf einen spielfreudigen Opponent eingestellt. "Ich denke nicht, dass RWO defensiv agieren wird. Das ist nicht ihre Art und auch nicht die Art von meinem Gegenüber. Ich habe sie fünfmal gesehen und jedes Mal haben sie mit Spielfreude und frühem Pressing gespielt. Das erwarte ich auch am Samstag und darauf sind wir eingestellt. Ich glaube nicht, dass es das klassische Spiel zwischen einer höherklassigen und einer tieferklassigen Mannschaft sein wird", erklärt er abschließend.