
Der heutige Auftakt des 21. Spieltags der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern bot den Zuschauern puren Nervenkitzel. In einer Phase der Saison, in der jeder Punkt über Aufstiegshoffnung oder Abstiegsangst entscheidet, lieferten sich die Teams packende Duelle, die oft erst in den Schlussminuten eine Wendung erfuhren.
Vor 98 Zuschauern gelang dem Rostocker FC ein emotionaler Befreiungsschlag gegen den favorisierten SV Pastow. In einer Begegnung, die von großer Leidenschaft geprägt war, suchten die Gastgeber von Beginn an den Weg nach vorne. Die Torfolge begann bereits in der 6. Minute, als Sven Hecker das 1:0 für den Rostocker FC erzielte. Die Gäste aus Pastow ließen sich jedoch nicht beirren und kamen in der 28. Minute durch Albert Romashkin zum 1:1-Ausgleich.
Lange Zeit sah es nach einer Punkteteilung aus, doch die Schlussphase hielt eine dramatische Wendung bereit. In der 87. Minute markierte Michal Lopatynski den Treffer zum 2:1-Endstand und löste damit großen Jubel bei den Hausherren aus.
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Ein Wechselbad der Gefühle durchliefen die 85 Zuschauer in der Partie zwischen dem FSV Bentwisch und dem Penzliner SV. Die Gastgeber gingen zunächst in Führung, als Tim Pergande in der 36. Minute zum 1:0 traf. Lange Zeit verteidigte Bentwisch diesen Vorsprung, doch Penzlin bewies in der Schlussphase eine beeindruckende Moral.
Zunächst erzielte Oliver Kowal in der 79. Minute den Ausgleich zum 1:1. Als sich beide Teams bereits mit einem Unentschieden abgefunden zu haben schienen, schlug der Penzliner SV in der Nachspielzeit eiskalt zu. Alexander Lukesch markierte in der 90.+1 Minute den Siegtreffer zum 1:2.
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Eine Überraschung erlebten die 251 Zuschauer in Malchow. Der Tabellendritte empfing das Schlusslicht Güstrower SC 09 und tat sich gegen die defensivstarken Gäste sichtlich schwer. Der Außenseiter aus Güstrow schockte die Hausherren früh, als Sönke Tammo Ehrig in der 16. Minute zur 0:1-Führung traf.
Die Malchower erhöhten in der Folge den Druck, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren. In der 57. Minute gelang schließlich Ben Grotian der Ausgleich zum 1:1. Trotz weiterer Bemühungen blieb es bei der Punkteteilung, die für Malchow einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen bedeutet.
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Der Tabellenzweite 1. FC Neubrandenburg 04 verpasste es, den Rückstand auf den Spitzenreiter entscheidend zu verkürzen, und kam gegen den MSV Pampow nicht über ein Unentschieden hinaus. In einer abwechslungsreichen Partie eröffnete Wout Abrahams in der 23. Minute die Torfolge mit dem 1:0. Doch die Antwort der Gäste folgte prompt: Nur eine Minute später, in der 24. Minute, glich Johannes Ernst zum 1:1 aus.
Neubrandenburg ging in der 31. Minute durch Daniel Nawotke erneut mit 2:1 in Führung und schien die Spielkontrolle zurückzugewinnen. Doch Pampow bewies Kämpferherz und kam in der zweiten Halbzeit zurück. Linus Schlüter erzielte in der 59. Minute den Treffer zum 2:2-Endstand.
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Am Samstagnachmittag empfängt der fünftplatzierte FSV Kühlungsborn den SV Warnemünde zum richtungsweisenden Aufeinandertreffen an der Küste. Die elftplatzierten Gäste reisen mit breiter Brust aus einem überzeugenden 4:1-Erfolg im Nachholspiel gegen Greifswald an und haben hervorragende Erinnerungen an die erste Begegnung. Im Hinspiel rissen sie die Partie in der Schlussphase entschlossen an sich und sicherten durch späte Treffer von Martin Ahrens sowie Lucas Schewe einen verdienten 2:0-Heimsieg.
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Ein völlig offenes Duell im Tabellenmittelfeld liefern sich die mit 26 Punkten gleichauf liegenden Reservisten des Greifswalder FC und der FC Schönberg 95. Im Hinspiel boten beide Teams einen wahren Krimi, in dem Niclas Kersten Gleisner zunächst die Schönberger Führung durch den zweifachen Torschützen Marco Bode egalisierte, ehe Daniel Halke kurz vor dem Abpfiff doch noch den umjubelten 3:2-Siegtreffer für die Gäste besorgte. Da beide Mannschaften an den vergangenen Nachholspieltagen bittere Niederlagen einstecken mussten, haben beide auch etwas gutzumachen.
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Zum Abschluss des Spieltags geht der seit vier Partien ungeschlagene FC Förderkader Rene Schneider als Favorit in das brisante Stadtderby gegen den zwölftplatzierten SV Hafen Rostock 1961. Im Hinspiel erlebte die Hafen-Elf ein regelrechtes Debakel, als sie trotz einer frühen Führung durch Paul Hübener komplett einbrach und durch Tore von unter anderem Florian Ahrens mit 1:5 unterging. Während die formstarken Gastgeber ihren Siegeszug fortsetzen wollen, kämpfen die Rostocker nach ihrer jüngsten Niederlage gegen Malchow um jeden Zähler im Abstiegskampf.
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