
Fünf Punkte Vorsprung hatte Spitzenreiter SV Raigering vor dem 23. Spieltag der Kreisliga Süd. nach der auch überraschend klaren 1:4-Niederlage der Kratzer-Elf (1./48) in Vilseck und dem 2:0-Sieg des schärfsten Verfolgers TuS Rosenberg (2./46) gegen den SV Freudenberg ist dieser bis auf zwei Punkte zusammengeschrumpft, was gleichzeitig die Spannung am oberen Rand der Tabelle vor den finalen drei Matches noch einmal erhöht. Federn gelassen haben auch die zwei Mitbewerber um Platz 2, die nun schon einen Rückstand von fünf Zählern zu der Elf des Trainerduos Kramer/Dotzler aufweisen. Da kam der TSV Königstein (3./41) in Schmidmühlen nicht über ein 2:2 hinaus, der 1. FC Rieden (4./41) kehrte gar ohne jeglichen Ertrag ins Vilstal zurück, setzte es doch bei "Favoritenkiller" FC Weiden-Ost II eine klare 0:3-Niederlage.
Im Tabellenkeller hat der lange Zeit doch abgeschlagene SV Köfering (14./14) seine Aufholjagd fortgesetzt, gewann er doch das Gemeindederby beim ASV Haselmühl (13./15) mit 2:1 und ist nun bis auf einen Zähler an Relegationsrang 13 herangerückt. Quasi im Keller auf der Stelle getreten ist der SC Luhe-Wildenau II (12./18), der nach einem 2:2 beim Tabellennachbarn FC Edelsfeld (11./27) - der Ausgleich für den FCE fiel erst in der 91. Minute - einen Rückstand von nun neun Punkten zum rettenden Ufer aufweist. Rechnerisch ist das Umgehen von Überstunden für die Scheler-Elf noch möglich, hierzu muss sie allerdings das Nachholspiel unter der Woche gegen den SV Freudenberg unbedingt gewinnen, sonst fährt der Zug in Richtung direkter Klassenerhalt wohl ohne die Oberwildenauer ab.
Im Überblick die Matches des 23. Spieltags:
Vierte Niederlage in Folge für die DJK, die damit endgültig ins Niemandsland der Tabelle abgerutscht ist. Gegen einen über weite Strecken überlegenen Gast bewahrte die Kotzbauer-Elf die mangelhafte Chancenverwertung der Kaolinstädter davor, schon frühzeitig auf die Verliererstraße zu geraten. So blieb es vom Ergebnis her eng bis zum Abpfiff, ehe der verdiente Gästesieg feststand. Mit der beeindruckenden Bilanz von nunmehr vierzehn Zählern nach der Winterpause löste die Truppe von Andreas Meyer nun auch vorzeitig das Ticket für die kommende Kreisligasaison.
DJK-Spielertrainer Thomas Kotzbauer: "Auch gegen Hirschau konnten wir keine Punkte einfahren. Aktuell läuft es nicht rund, aber das gehört bei einer jungen Mannschaft auch zum Entwicklungsprozess dazu. Wichtig ist jetzt, dass wir diese Phase gemeinsam angehen und uns als Team aus dieser Situation wieder herausarbeiten. Dem Spieler aus Hirschau, der sich verletzt hat, wünschen wir an dieser Stelle eine schnelle und gute Besserung."
Gästespielertrainer Andi Meyer: "Heute wollten wir von Anfang an ein besseres Zweikampfverhalten als in der Vorwoche auf den Platz bringen. Dies ist uns sehr gut gelungen. Wir waren sofort gut im Spiel und erspielten uns Torchancen. In der 8. Minute sind wir auch gleich verdient in Führung gegangen. Danach verpassten wir es allerdings bei zahlreichen guten bis sehr guten Torchancen über das ganze Spiel hinweg, den Deckel drauf zu machen und somit blieb es immer spannend. Am Ende stand ein verdienter Sieg für die Mannschaft, mit dem wir auch den Klassenerhalt in der Tasche haben. Die nächsten Aufgaben können wir nun befreit angehen."
Tor: 0:1 Tobias Gnan (8.) - Schiedsrichter: Werner Hofbeck - Zuschauer: 100
Zwei Treffer in Edelsfeld, zwei - sehenswerte - Treffer gegen Freudenberg, Christoph Bäumler trägt aktuell viel dazu bei, dass die Hüttenstädter richtig "dick" im Geschäft bleiben - nach der Raigeringer Niederlage in Vilseck umso mehr. Die erste halbe Stunde gehörte der Heimelf, die sich mit dem Doppelschlag Bäumlers - er markierte die Saisontreffer 9 und 10 - dafür belohnte. Gegen Ende des ersten Abschnitts kamen die Gäste dann besser zum Zug, der Ausgleich in einer langen Nachspielzeit von Halbzeit 1 kam nicht unverdient. Nach dem Seitenwechsel boten die Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch, hier boten sich Möglichkeiten auf eine Vorentscheidung, dort auf den Gleichstand. Nach einer turbulenten Schlußphase mit gleich zwei Feldverweisen blieb es letztlich beim knappen Heimsieg für die Elf des Trainerduos Kramer/Dotzler.
TuS Spielertrainer Dennis Kramer: "Wie erwartet war Freudenberg eine schwere Aufgabe. Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten die ersten 30 Minuten guten Zugriff und viel Kontrolle. Durch zwei sehenswerte Treffer sind wir auch verdient in Führung gegangen. Im Anschluss kam Freudenberg dann aber besser ins Spiel und erzielte nicht unverdient mit dem Pausenpfiff den Anschluss. Im zweiten Durchgang gab es dann aus meiner Sicht Chancen auf beiden Seiten, die letztendlich aber keine Mannschaft verwerten konnte. Am Ende haben wir unser Ziel, die nächsten Punkte einzufahren, erreicht und wollen den Schwung mit in die letzten drei Partien nehmen."
Gästepielercoach Florian Neiß: "Es war ein umkämpftes Spiel, das aufgrund der individuellen Klasse eines Christoph Bäumler zugunsten von Rosenberg ausging. Beides feine Tore, die in der Kreisliga nicht gleich jemand macht. Wir hatten gute und ausbaufähige Phasen, am Ende des Tages haben wir alles gegeben, daher mache ich der Mannschaft null Vorwürfe. Am Ende hatten wir noch zwei Situationen, bei denen der Ausgleich durchaus drin gewesen wäre, aber es sollte nicht sein. Wermutstropfen ist die Knieverletzung unseres Spielers Benno Riß, wir drücken die Daumen, dass es glimpflich ausgeht.
Tore: 1:0 und 2:0 Christoph Bäumler (16./30.), 2:1 Fabian Göbl (45.+8) - Schiedsrichterin: Simone Panatiogides - Zuschauer: 100 - Platzverweise: Gelb-Rot für Patrick Meiler (88.) und Elias Köbler (89./beide Freudenberg)
Ein Unentschieden, mit dem man am Hahnenkamm sicherlich mehr leben kann, als in Oberwildenau. Dabei sahen die 100 Fans einen ersten Spielabschnitt, in dem der FCE dominierte, sich das 1:0 verdiente, es allerdings verpasste, das Spiel schon vor dem Pausentee in seine Richtung zu drehen. Nach dem Gleichstand kurz vor dem Seitenwechsel und dann nach Wiederbeginn legten die Gäste zu und gingen nach knapp einer Stunde auch verdientermaßen in Front. In Folge ließ der SC dann bei schlecht ausgespielten schnellen Gegenzügen die Möglichkeiten liegen, den so wichtigen Dreier frühzeitig in trockene Tücher zu legen. Die Bestrafung dafür folgte in der "Overtime", als dem FCE noch der umjubelte Ausgleich gelang.
FCE-Coach Martin Dehling: "Aufgrund des glücklichen Treffers zum Ende des Spiels war es auch ein glückliches Unentschieden, wenngleich es über 90 Minuten betrachtet verdient war. Wir konnten eine Vielzahl von Chancen nicht nutzen und nach dem Rückstand verloren wir die Kontinuität. Definitiv bringt uns der Punkt aber mehr, als Luhe-Wildenau."
Gästetrainer Dieter Scheler: "Wir sind recht schwer in die Partie reingekommen. Gefühlt haben wir in den ersten 25 Minuten fast alle wichtigen Zweikämpfe verloren, beziehungsweise hatten wenig Zugriff. Unser Torwart hat uns da öfters gerettet. Mit unserem Ausgleich wurde es deutlich besser. In der 2. Halbzeit waren wir deutlich überlegen samt Führung bis über die 90. Minute hinaus. Davor sind wir teilweise fahrlässig mit unseren Konterchancen umgegangen. Wie es oft so ist, wird man dann bestraft. Trotzdem gute 65 Minuten in Edelsfeld."
Tore: 1:0 Fabian Spies (30.), 1:1 Lukas Winderl (40.), 1:2 Xaver Siemski (58.), 2:2 Simon Strehl (90.+1) - Schiedsrichter: Moritz Fischer - Zuschauer: 100
Ein gebrauchter Tag für den ersatzgeschwächten 1. FC Rieden. Die Pospiech-Truppe verlor auch in dieser Höhe bei den Ostlern verdient mit 0:3 und dürfte somit auch die letzten minimalen Aufstiegschancen verspielt haben. Ohne seine bewährten Offensivkräfte Härtl, Kölbl und Nimsch fehlte in der Offensive einfach die Durchschlagskraft. In der ersten Halbzeit war kein einziger Torschuss der Vilstaler zu notieren. Anders die jungen, motivierten Gastgeber, die Ball und Gegner laufen ließen und folgerichtig in der 25. Minute durch einen durchdacht vorgetragenen Angriff den Führungstreffer erzielten. Aus kurzer Distanz hatte Yaroslav Demaretski wenig Mühe, die Kugel im Tor unterzubringen. Ein Sonntagsschuss in den Winkel durch Nico Herber in der 31. Minute bescherte dem FC Weiden Ost II die verdiente 2:0-Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel das gewohnte Bild. Die Heimmannschaft war der klare Chef im Ring und hatte wenig Mühe, die Riedener vom eigenen Tor fernzuhalten. Schon vier Minuten nach Wiederanpfiff sorgte erneut Nico Herber mit seinem zweiten Treffer für die vorzeitige Entscheidung. Bei konsequenter Chancenverwertung wäre durchaus noch ein höherer Sieg der Platzherren möglich gewesen. Ein Kopfball von Sven Florek in der 75. Minute war die einzig nennenswerte Tormöglichkeit der an diesem Tag chancenlosen Gäste. (Quelle: Spielbericht Peter Gattaut, FCR)
Gästetrainer Julian Pospiech: "Gebrauchter Tag für uns. Wir haben einfach nicht ins Spiel gefunden und Weiden Ost hat das mit Willen und Einsatzbereitschaft gnadenlos ausgenutzt. Unterm Strich ein verdienter Sieg für unsere Gegner."
FC-Coach Tim Schlesinger: "Allergrößtes Kompliment an meine Jungs! Fakt ist: Das war die beste Saisonleistung unsererseits. Im Großen und Ganzen ein fußballerisches Ausrufezeichen für die Kreisliga - das war schon richtig gut! Rieden weiterhin viel Erfolg und alles Gute."
Tore: 1:0 Yaroslav Demaretski (25.) 2:0 und 3:0 Nico Herber (31./49.) - Schiedsrichter: Markus Schreiner - Zuschauer: 50 - Zeitstrafe für Sven Florek (33./Rieden).
Der SV Hubertus Köfering hat das „Alles-oder-nichts“-Derby beim ASV Haselmühl mit 2:1 gewonnen und damit die Kreisliga Süd im Abstiegskampf komplett auf den Kopf gestellt. Mit dem dritten ungeschlagenen Spiel in Serie und dabei sieben eingefahrenen Punkten rückt das Team bis auf einen Zähler an den Gemeindekonkurrenten heran. Der Gast aus Köfering übernahm von Beginn an das Kommando. Die Mannschaft von Daniel Boes, Sebastian Grau und Simon Heller wirkte griffiger und erspielte sich die besseren Möglichkeiten. Die Belohnung folgte kurz vor dem Pausenpfiff: Tim Troidl trat zum Freistoß an, sein Schuss wurde unhaltbar abgefälscht und schlug zum umjubelten 1:0 in den Maschen ein (45.).
Der SVK kam mit dem perfekten Schwung aus der Kabine. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff veredelte Daniil Chaika einen hervorragend herausgespielten Spielzug eiskalt zum 2:0. Zu diesem Zeitpunkt war der SVK weiterhin besser und hätte den Sack bei weiteren Chancen sogar früher zumachen können. Zehn Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal hektisch: Ein klassisches „Ping-Pong-Tor“ brachte Haselmühl den 1:2-Anschluss. Doch die Abwehrschlacht der letzten Minuten blieb erfolgreich. Mit Leidenschaft und Kampf brachte Köfering den verdienten Dreier über die Zeit. Mit diesem Derby-Sieg im Rücken ist im Saisonfinale nun alles wieder völlig offen. Der SV Hubertus Köfering hat das Momentum auf seiner Seite und empfängt am Freitagabend den FV Vilseck in Köfering. (Quelle: Spielbericht SV Köfering).
SVK-Sportvorstand Christopher Ernst: „Wir waren heute über die gesamte Spielzeit gesehen die bessere Mannschaft mit den klareren Chancen. Der Sieg ist absolut verdient. Wir haben uns von ganz unten zurückgekämpft und sind jetzt bis auf einen Punkt dran. Wer uns vor drei Wochen abgeschrieben hat, hat sich getäuscht!“
ASV-Trainer Dominik Schuster: "Völlig verdiente Niederlage. Der Gegner war das ganze Spiel über griffiger und einfach besser im Spiel. Mit solch schwachen Leistungen wird es schwer mit dem Klassenerhalt."
Tore: 0:1 Aaron Preischl (45./Eigentor), 0:2 Daniil Chaika (50.), 1:2 Aaron Preischl (80.) - Schiedsrichter: Timo Roth - Zuschauer: 62 - Platzverweis: Gelb-Rot für Daniel Boes (90.+4/Haselmühl)
Freude und auch ein wenig Aufatmen beim FVV, der auch von der Höhe her überraschende erste Dreier im neuen Jahr für die Garnisonsstädter war in jeder Hinsicht verdient, während die favorisierten Gäste doch sehr enttäuschten. Nach 0:1-Rückstand zur Pause brachten gleich drei Wechsel zur Halbzeit auch nicht die erhoffte Wende für den Tabellenführer, der erst nach dem vorentscheidenden 0:3 zum Ehrentor kam. Max Schönberger setzte mit seinem zweiten Tagestreffer den Schlußpunkt unter eine herausragende Leistung der Heimelf, die damit einen großen Schritt in Richtung endgültiger Klassenerhalt tun konnte.
FVV-Spielertrainer Tobias Graßler: "Von der ersten Minute an zeigten wir eine sehr konzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung. Über die gesamte Spielzeit hinweg traten wir fokussiert und engagiert auf, sodass der Sieg auch in dieser Höhe absolut verdient war. Endlich konnten wir uns für unseren Aufwand belohnen, was uns natürlich sehr gut tut. An diese Leistung wollen wir in den kommenden Spielen anknüpfen und genauso weitermachen."
Gästecoach Martin Kratzer: "Verdienter Sieg für Vilseck. Waren lauffreudiger, zweikampfstärker, geradliniger und haben viel mehr investiert ins Spiel. Wir haben unser schlechtestes Spiel in der Saison gemacht und deswegen verloren."
Tore: 1:0 Max Schönberger (35.), 2:0 Lukas Madl (49.), 3:0 Marcel Suttner (69./Strafstoß), 3:1 Elias Segerer (73.), 4:1 Max Schönberger (90.) - Schiedsrichter: Sebastian Scheidler - Zuschauer: 200 - Platzverweise: Gelb-Rot für Christian Dowridge (68.) und Michael Sommerer (89./beide Raigering)
Nach turbulenten sechs Minuten Mitte der ersten Hälfte lagen die Platzherren mit 2:1 in Front, ehe der TSV die Führung des SVS noch vor dem Gang in die Kabinen ein zweites Mal ausgleichen konnte. Nach dem Pausentee hatten beide Teams den Lucky Punch vor Augen, gelingen sollte er keinem der beiden Kontrahenten. Während sich die Vilstalelf weiterhin im "ruhigen Fahrwasser" des Klassements aufhält, schwinden die Chancen der Gäste, in der Endabrechnung noch einen der beiden ganz vorderen Plätze belegen zu können.
SVS-Spielercoach Alex Greger: "Ein gutes Kreisligaspiel von beiden Seiten und ich denke über 90 Minuten auch ein gerechtes Unentschieden. Beide Mannschaften hatten immer wieder ihre Aktionen. Schade war für uns, dass wir unsere Führung immer zu schnell wieder hergegeben haben. Aber Königstein - so ehrlich muss man sein - war stets gefährlich und wir mussten immer auf der Hut sein. Jetzt gilt es, auf der Leistung aufzubauen und sie nächste Woche beim Tabellenführer zu bestätigen."
Gästecoach Roland Winkler: "In einem zerfahrenen Spiel geht das Unentschieden am Ende so in Ordnung. Eine zweimalige Führung der Heimmannschaft konnten wir immer gleich ausgleichen. In der zweiten Halbzeit hatte jede Mannschaft zwei richtig gute Chancen, aber ohne Erfolg. Uns nützt das Ergebnis weniger, wie Schmidmühlen, das Rennen um die ersten beiden Plätze dürfte fast entschieden sein."
Tore: 1:0 Adrian Robinson (21.), 1:1 Simon Lederer (22.), 2:1 Adrian Robinson (27.), 2:2 Benedikt Guttenberger (43.) - Schiedsrichter: Niklas Wagner - Zuschauer: 100
Ausblick auf ein Nachholspiel am kommenden Mittwoch:
SC-Coach Dieter Scheler: "Heimspiel gegen eine gute Mannschaft aus dem vorderen Drittel. Für uns zählen nur Punkte beziehungsweise Siege. Im Spiel nach vorne müssen wir noch zielstrebiger, konsequenter und einfacher agieren."