2026-01-15T09:41:53.693Z

Spielbericht
Josef Nesslauer und die Roosters gingen erneut leer aus.
Josef Nesslauer und die Roosters gingen erneut leer aus. – Foto: Bernhard Schramma

Roosters holen wieder nichts.

Zum letzen Spiel in diesem Jahr reiste man zum FC Labertal. Zwei Punkte trennten beide Teams vor der Partie. Das Hinspiel konnten die Roosters sehr deutlich mit 6:0 gewinnen, mussten aber schmerzlich den Verlust von Mo Nelissen hinnehmen, der sich damals das Schlüsselbein dreifach broch. Die Marschroute für die Roosters war klar, ein Sieg sollte es sein, nach vier Niederlagen in Folge. Personell sah es auch wieder besser aus, alle nicht verletzten Spieler waren an Board bis auf Urlauber Martinez.

Doch bereits nach zwei Minuten machte sich Ernüchterung breit. Ecke Labertal nach zwei Minuten, der Ball kommt zu Gerl, der bringt ihn nochmal vors Tor, Nesslauer haut ein Luftloch und somit hatte Rudan freie Bahn und traf aus 5m ins Tor. Im Gegenzug kam Nöllgen rechts durch, suchte Wiedemann, doch seine Flanke ging ins Toraus. Die Hausherren standen tief und versuchten immer wieder die schnellen Kulzer und Forster in Szene zu setzen. Forster kam dann nach einem Fehlpass der Roosters hinter die Abwehrkette, traf dann nur den Außenpfosten. Die Roosters übernhamen mehr oder weniger das Spielgeschehen, wobei die Hausherren stets über Konter und lange Bälle brandgefährlich waren. Dann Aufreger auf der Thalmassinger Bank. Klenner legte sich im 16er den Ball vorbei, wurde klar festgehalten und umgerissen doch der fällige Pfiff für den Strafstoß blieb aus. Wenig später steckte Nöllgen auf Zelzer, doch etwas zu weit. Die erste halbe Stunde ging spielerisch an Thalmassing, doch man fand nicht wirklich einen Weg durch den Labertaler Abwehrriegel. Froschhammer vertändelte dann den Ball gegen Hinreiner, welcher alleine aufs Tor lief. Allerdings machte er die Rechnung ohne Larry, der mit einer Monstergrätsche in letzter Sekunde rettete. Eine ähnliche Situation wiederholte sich dann nochmal, wieder klärte Larry. Das gab den Hausherren Auftrieb. Die beste Chance hatte dann nochmal Forster, lief alleine über die linke Seite aufs Tor, schoss rechts vorbei. Mit dem Pausenpfiff das bittere 2:0 aus Gästesicht. Ecke, Kopfball, Tor. Zu einfach, zu schlecht verteidigt.

Dass die Hausherren nach zwei Standards in Führung gingen passte nicht wirklich zu diesem Spiel, war aber zeichnend für die Lage der Roosters. Eigene Fehler und Unachtsamkeiten schafften die Gegner es zu bestrafen, während man selbst dazu nicht im Stande war.

Nach der Pause drückte Thalmassing weiter nach vorne. Zunächst verzog Wiedemann knapp vorm Tor, der Ball ging rechts vorbei. Nöllgens Distanzschuss ging knapp übers Tor. Klenner verpasste den Anschluss mit einer 100%igen, nachdem Eibensteiner einen Ball nach vorne, direkt vor Klenners Füße, boxte. Reicherseder rettete dann nach einer Stunde gegen Rudan und parierte mit dem Fuß. Wenig später war es Wiedemann der ebenfalls eine 100%ige vergab. Lief er alleine auf Eibensteiner zu, legte sich den Ball zu weit vor und prallte so mit dem Keeper zusammen. Nach einer kurzen Unterbrechung konnte dieser aber weiterspielen. In Minute 70 dann die nächste 1000%ige. Eibensteiner glangte daneben, Wiedemann aus der Drehung - schoss fünf Meter vorm Tor genau so weit drüber. Dann musste Rudan für 10 Minuten vom Feld nachdem er überhart gegen Teichert eingestiegen war. In Unterzahl hatte Miehle dann die Vorentscheidung für Labertal auf dem Fuß, lief alleine aufs Tor und schoss weit drüber. Fünf Minuten vor dem Ende vergab Zelzer kläglich im Strafraum. Auch der hat schon mal gesessen. Das 3:0 geschah dann wieder nach einem Standard. Hätte aber nicht zähle dürfen. Freistoß Rudan in die Mauer, der Ball kullert Richtung Tor. Reicherseder hatte die Hand auf dem Ball und diesen kontrolliert, Forster grätscht den Ball aber ins Tor. Tor zählt. Klare Fehlentscheidung. Den Endstand besorgte der eingewechselte Spreitzer. Labertal mit einem Konter über die rechte Seite, Gerl vors Tor wo Spreiter neben den rechten Pfosten traf.

Eine sehr bittere Niederlage und somit der verpasste Befreiungsschlag der Roosters. Man scheiterte wieder am eigenen Unvermögen vorm Tor und zu leichtsinnigen Fehlern in der Verteidigung. Der Wille war da, der Einsatz stimmte, doch die Belohnung blieb wieder mal aus. Bereits zu Beginn der Saison befand man sich in einer ähnlichen Lage. Schaffte dann aber den Turnaround. Dieser soll auch diesmal wieder gelingen und zwar im neuen Jahr. Jetzt gilt es die Akkus aufzuladen, Wehwehchen auszukurieren und mit Entschlossenheit und absolutem Siegeswillen die nötigen Punkte für einen ordendliche Platzierung zu holen. Die Mannschaft hat das Zeug dazu und das nötige Spielglück muss man sich nun wieder erarbeiten.

Aufrufe: 017.11.2025, 20:30 Uhr
Bernhard SchrammaAutor