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Ligabericht

Romminger: »Ich traue meiner Mannschaft alles zu«

Seit diesem Sommer coacht der ehemalige Jahn-Profi den Bezirksligisten SpVgg Ramspau

von Florian Würthele · 02.12.2025, 15:00 Uhr · 0 Leser
David Romminger steht in Ramspau mit 42 Jahren noch selbst auf dem Platz.
David Romminger steht in Ramspau mit 42 Jahren noch selbst auf dem Platz. – Foto: Dominik Adlhoch

„Die Ausgangslage ist okay, könnte aber noch besser sein.“ So formuliert es David Romminger, blickt der Spielertrainer der SpVgg Ramspau aufs aktuelle Tabellenbild der Bezirksliga Süd. Nach knapp zwei Dritteln der Saison steht da für die Grün-Weißen ein neunter Platz mit 24 Punkten. Immerhin sieben Zähler beträgt das Polster auf die Abstiegszone. Ex-Profi Romminger, den es im Sommer vom TB 03 Roding nach Ramspau zog, zieht im Gespräch mit FuPa ein Zwischenfazit. Zudem blickt er auf die Restsaison sowie auf sein Engagement am Ufer des Regens.

„Im Großen und Ganzen zufrieden“ ist Romminger mit dem bisherigen Saisonverlauf. „Grundsätzlich ist mir als Trainer die Balance zwischen dem Spiel mit und gegen den Ball wichtig. Wir erspielen uns viele Offensivaktionen. Die Chancenauswertung ist allerdings ausbaufähig, da hapert es noch ein bisschen. Auf der anderen Seite stellen wir die fünftbeste Abwehr der Liga. Letzte Saison kassierte die Mannschaft über 70 Gegentore, aktuell sind es 33. Da merkt man, dass eine Entwicklung stattfindet. Weil die Jungs im Training mitziehen, blieben wir bislang weitestgehend von Verletzungen verschont. Toi, toi, toi, dass das so bleibt“, führt der 42-Jährige aus. Ein, zwei Spiele seien dabei gewesen, „die ärgern mich richtig“. Darunter die Heimniederlage gegen Thalmassing. „Dadurch haben wir den direkten Vergleich verloren.“ Wirklich chancenlos sei die Mannschaft seltenst gewesen in der Herbstrunde. „Wenn es alle Spieler auf die Platte bringen, sind wir richtig eklig zu bespielen“, ist Romminger überzeugt.

Mit 42 Jahren steht der ehemalige Profi des SSV Jahn Regensburg immer noch selbst auf dem Platz. Bisher acht Mal lief er diese Saison in der Innenverteidigung auf. „Für mich gibt es nur gut und schlecht und kein Alter. Landesliga würde ich spielerisch aber nicht mehr machen“, schmunzelt Romminger. Zwischenzeitlich setzte ihn ein Verletzung über zwei Monate außer Gefecht. Notgedrungen sprang Simon Unfried aus der A-Klassen-Mannschaft in die Bresche. „Simon ist engagiert und wissbegierig, hat es über die Wochen super gemacht. Davor kann ich nur den Hut ziehen.“

Die Bezirksliga Süd kennt Romminger noch aus seiner Zeit in Roding: „Da hast du superspannende Spiele. Auch als Verein ist die Liga sicherlich interessanter als die Kreisliga.“ In dieser Spielzeit gäbe es hinter den Spitzenteams aus Regenstauf, Kareth, Parsberg und Wenzenbach eine kleinere Kluft, dann ein paar wenige Mittelfeldmannschaften. „Und ab Platz 7 oder 8 haben die Teams eher mit der Relegation nach unten zu tun. Da kann es jeden erwischen.“ Das große Ziel der Ramspauer ist und bleibt der direkte Klassenerhalt. Dazu müssen mindestens vier Teams hinter sich gelassen werden. Der Spielertrainer ist optimistisch gestimmt: „Mit den spielstarken Mannschaften aus Bach, Kareth und Regenstauf haben wir im neuen Jahr ein bomben Auftaktprogramm. Daher war es wichtig, mit einem Sieg gegen Töging in die Winterpause zu gehen. Nichtsdestotrotz traue ich meiner Mannschaft alles zu. Jetzt ist erstmal Pause und dann greifen wir nach der Winterpause wieder an. Wir können uns nicht ausruhen, müssen weiter fleißig sein. Doch das sind meine Spieler. Die Jungs sind gewillt und fleißig, geben sich nie auf.“

Wie geht es mit David Romminger über den Sommer hinaus weiter? Bleibt er in Ramspau? „Wenn mal etwas Ruhe vom Fußball ist, setzen wir uns zusammen. Und tauschen uns aus, in welche Richtung es gehen soll und was man vielleicht auch ändern kann. Ich habe da keine Eile. Schauen wir mal, was passiert“, sagt der in Zeitlarn wohnende Familienvater.

Prinzipiell gefällt es dem langjährigen Abwehrchef der DJK Vilzing sehr bei der Spielvereinigung, die er als „große Familie“ bezeichnet:Drumherum wird angepackt und zusammengeholfen. Das wird dem Verein auch in Zukunft guttun. So stelle ich mir in solchen Ligen ein Vereinsleben vor. Auch die Zusammenarbeit mit meinen beiden Co-Trainern Michi Diermeier und Robert Schneider läuft gut. Fürs erste halbe Jahr ist alles super“, berichtet Romminger. Bei seiner Kaderplanung setzt der Dorfklub auch in der Bezirksliga weiterhin voll auf Regional und Einheimisch. Geld gibt es für die Spieler keines. „Ich weiß nicht, ob es das sonst noch so großartig gibt in der Bezirksliga.“ Romminger hofft, dass der Kunstrasenplatz für die Marktgemeinde Regenstauf bald bespielbar ist. In der Wintervorbereitung reist der SpVgg-Tross wieder nach Tschechien ins Trainingslager.