
Neustart in der Oberliga: Viktoria Berlin tritt am Sonntag bei SD Croatia an. Mit dabei – und zurück im Amt – ist Rocco Teichmann. Der frühere Geschäftsführer übernimmt wieder Verantwortung als sportlicher Leiter. FuPa Berlin hat mit ihm gesprochen.
Viktoria Berlin in der Krise – Rückkehr von Rocco Teichmann macht Hoffnung
Regionalliga-Absteiger FC Viktoria 1889 Berlin steckt seit Anfang Juni in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Auf dem FuPa-Portal sind aktuell lediglich sechs Spieler im Kader gelistet – und dennoch: Bereits am Sonntag (14:30 Uhr, Bosestraße) treten die Himmelblauen beim Landesligisten SD Croatia an.
Wie es mit dem Traditionsklub aus Lichterfelde konkret weitergeht, weiß derzeit niemand. Offizielle Informationen vom Verein gibt es seit Wochen nicht. Medienanfragen bleiben unbeantwortet.
Doch ein Hoffnungsschimmer kehrt zurück: Rocco Teichmann, früherer Geschäftsführer des Vereins, ist wieder an Bord – wenn auch in neuer Funktion. Er bestätigt gegenüber FuPa Berlin:
„Trotz des dürftigen Kaders treten wir bei SD Croatia an – mit der GmbH, nicht mit dem eingetragenen Verein. Ob wir mit Spielern aus der Zweiten Mannschaft (Landesliga) oder der U19 (Nachwuchsliga) auffüllen, ist noch offen. Ich bin nach einem Jahr als sportlicher Leiter zurückgekehrt – nicht als Geschäftsführer. Die Gesellschafter sind auf mich zugekommen. Beide Seiten haben klare Vorstellungen.“

Zum Insolvenzverfahren äußert sich Teichmann bewusst nicht. Klar ist jedoch: Trainiert wird derzeit am Wildspitzweg, die Heimspiele sollen im Viktoria-Stadion ausgetragen werden.
Ein erstes sportliches Highlight wartet bereits in der ersten Runde des Berliner Landespokals – leider unter schwierigen Voraussetzungen:
„Mit Polar-Pinguin haben wir direkt einen schweren Gegner vor der Brust. Aufgrund des Kaderumbaus und der knappen Vorbereitungszeit hätte ich mir zum Start eine leichtere Aufgabe gewünscht.“
Hier Infos vom ersten Spiel am Sonntag: