– Foto: Timo Babic

Robin Cordes will die jungen Wilden zähmen

Saisonstart in der Bezirksliga: Heeslinger SC II mit neuem Trainer - Schlagkräftiges Team mit jungen Spielern und alte „Hasen“

Heeslingen. „Wir haben einen Ausbildungsauftrag, dem wir gerecht werden wollen“, meint Coach Robin Cordes, der die U23 des Heeslinger SC II zu Saisonbeginn übernommen hat. Den Fußball-Bezirksligisten möchte der 30-Jährige gemeinsam mit seinem spielenden Co-Trainer Jan-Niklas Leschniok weiter entwickeln.

„Wir hatten in den Gesprächen einen sehr guten Austausch und sind froh, dass Robin sich für uns entschieden hat. Bei uns kann er den nächsten Karriereschritt machen“, glaubt Teammanager Thomas Holsten, der die Verpflichtung mit eingefädelt hat.

Auch Defensivspieler Enis Busch zeigt sich sehr angetan von der Zusammenarbeit mit dem neuen Übungsleiter. „Ein Trainerwechsel sorgt immer für neue Reize und heizt den Konkurrenzkampf an. Wir haben in der Vorbereitung sehr intensiv an der Physis, Technik und Taktik gearbeitet und sind auf einem guten Level“, findet Enis Busch. „Das obere Tabellendrittel ist mein Anspruch“, so der 26-Jährige, der im JFV A/O/Heeslingen eine gute Ausbildung erfuhr und längst ein Startelf-Spieler ist. Der TSV Ottersberg und VSK Osterholz-Scharmbeck sind seine Favoriten.

„Wir haben viele junge Spieler dazu bekommen, die bisher einen guten Eindruck hinterlassen haben“, räumt Cordes ein, der damit zum Beispiel auf Wyn Weger und Marten Meyer abzielt, die in der abgelaufenen Saison U23-Einsätze hatten und ihr Talent aufblitzen ließen. Doch zum „Überflieger“ wird nach seiner Einschätzung Eigengewächs Fabio Gerke, der nach Lennard Martens und Maximilan Köhnken eine hoffnungsvolle Zukunft vor sich hat.

Klare Ansagen der Oldies

Die Leader sind Spielmacher Syuleman Shakirov und Defensivmann Leschniok, die für klare Ansagen stehen werden. Und die Gruppe der Mitzwanziger, wie Calvin Blicharski, Dominic Stam, Christo Stergioulas und Enis Busch, sind längst zu festen Größen geworden, übernehmen Verantwortung und gehen voran.

Der Kader hat eine gute Breite, bietet in Abwehr und im Mittelfeld Alternativen, egal wie die taktische Ausrichtung aussieht. Das große Problem ist der Angriff, denn ein klassischer Stürmer fehlt. „Den Lewandowski-Typen haben wir nicht, und daher müssen wir über eine spielerische Lösung nachdenken“, meint Robin Cordes, der attraktiven Ballbesitz-Fußball spielen lassen möchte. „Ich bin kein Freund von abwarten und mauern, sondern will offensiv agieren“, erklärte der DFB-Elite-Jugend-Lizenz-Inhaber.

Bei der Zusammenarbeit mit der Ersten und Coach Lars Uder sieht der Zevener keine Probleme. Personelle Dinge sollen durch einen guten Austausch auf dem kurzen Dienstweg geregelt werden. „Die Personalabstellung wird in beide Richtungen erfolgen. Das hat in der Vorbereitung sehr gut funktioniert. Während der Saison wird die Personallage nach dem Abschlusstraining besprochen“, berichtet Cordes, der dann auch noch die Zusammenarbeit mit seinem spielenden Co-Trainer als etwas ganz Besonderes hervorhebt. „Das habe ich so noch nicht erlebt und in Leschi meine rechte Hand direkt auf dem Platz. Während des Spiels hat er eine ganz andere Wahrnehmung, als ich an der Linie“, weiß Cordes, der gut vorbereitet ins erste Heimspiel der Saison starten wird.

Das findet am heutigen Freitag um 19.30 Uhr im Waldstadion gegen einen spielstarken Aufsteiger SV Lilienthal-Falkenberg statt. „Spiele gegen einen Aufsteiger sind immer schwer. Und dann treten die auch noch mit einem neuen Trainer an. Der Gegner ist spielerisch stark und bringt viel Ehrgeiz und Power auf den Platz“, räumt Cordes ein. (mk)

Aufrufe: 05.8.2022, 06:30 Uhr
/ Zevener ZeitungAutor