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Riglewski glänzt mit Dreierpack – Heimstetten schlägt Türkgücü

Dritter SIeg in Serie

von Patrik Stäbler · 15.09.2025, 09:54 Uhr · 0 Leser
SV Heimstetten : Türkgücü München, 13.09.2025   Jubel zum 2:0, die Torschützen Lukas Riglewski und Yamin H-Wold
SV Heimstetten : Türkgücü München, 13.09.2025 Jubel zum 2:0, die Torschützen Lukas Riglewski und Yamin H-Wold – Foto: Dieter Michalek

Der SV Heimstetten fertigt Türkgücu München 4:1 ab und schiebt sich auf Rang sieben der Fußball-Bayernliga Süd.

Heimstetten - Spiele gegen Türkgücü München, den Nachbarn und einstigen Untermieter im heimischen Sportpark, sind für viele beim SV Heimstetten etwas Besonderes. Nicht so jedoch bei Lukas Riglewski. „Für mich ist das ein Spiel wie jedes andere“, bekundete der Co-Spielertrainer des Bayernligisten im Vorfeld der Partie – so trocken und emotionslos, wie er den Gegner anschließend abfertigte.

Denn mit einem Dreierpack – mithin seine Saisontore fünf bis sieben – hat Riglewski seinen SVH fast im Alleingang zu einem 4:1-Erfolg gegen den Absteiger geschossen. „Der Sieg geht in Ordnung und war auch hoch verdient“, betont Cheftrainerin Sarah Romert.

Trotz klarem Ergebnis: Romert sieht viel Verbesserungspotenzial

Jedoch übt die 30-Jährige zugleich Kritik an ihrem Team und dessen Vorstellung ab der 30. Minute. „Da hatten wir viele Ballverluste und haben es nicht mehr clever gespielt“, moniert Romert. „Das habe ich den Jungs hinterher auch gesagt, dass wir da besser werden müssen.“

Zunächst freilich sehen die 250 Zuschauer im Heimstettner Sportpark von ihrer Elf „die besten zwanzig Minuten in dieser Saison“, so die Trainerin. Dabei kommt dem SVH zupass, dass gleich der erste durchdachte Angriff nach kaum 120 Sekunden in einen Treffer mündet.

Neuer Spieler braucht keine Eingewöhnungszeit

Als Torschütze kann sich Neuzugang Yamin H-Wold feiern lassen, der nach seinem Doppelpack am vorigen Wochenende bereits seinen dritten Streich im dritten Einsatz markiert. „Er hat eine brutale Qualität und hilft uns in der Offensive sehr“, lobt Romert den 21-Jährigen, der kürzlich aus Landsberg zum SVH zurückgekehrt ist.

H-Wolds Führungstor ist der Auftakt zu einer furiosen Anfangsphase der Heimstettner, die sich Chance um Chance erspielen – und Tor um Tor erzielen. So legt Lukas Riglewski bereits in der achten Minute das 2:0 nach, ehe er eine Viertelstunde später sogar auf 3:0 erhöht – per Elfmeter, dem ein Foul an Yamin H-Wold vorausgegangen ist. Spätestens jetzt droht den bis dahin chancenlosen Münchnern ein Debakel, doch in der Folge schalten die Gastgeber plötzlich zwei bis drei Gänge zurück.

Gieriges Heimstetten verliert die Kontrolle

„Ich hatte den Eindruck, dass wir zu viel wollten“, sagt Sarah Romert, „und dadurch haben wir die Balance verloren.“ Selbige findet ihr SVH danach auch nicht wieder. Folgerichtig geht das erste Tor nach dem Wechsel aufs Konto der Münchner, die durch Mert Güzelarslan auf 3:1 verkürzen.

Wirklich in Gefahr gerät der Heimstettner Sieg jedoch auch nach dem Anschlusstreffer nicht. Vielmehr fällt das letzte Tor des Tages abermals aufseiten der insgesamt enttäuschenden Münchner. Wieder ist es ein Elfmeter, wieder legt sich Riglewski die Kugel zurecht, und wieder setzt er den Ball zielgenau in die Maschen – zum 4:1-Endstand.

Für den SVH ist dieser Erfolg der dritte Sieg in Serie, nachdem der Club zu Saisonbeginn gehörige Anlaufprobleme hatte. Mit 14 Punkten rangiert Heimstetten mittlerweile auf dem siebten Tabellenplatz – und vor dem FC Deisenhofen, der an diesem Samstag der nächste Gegner ist. „Man merkt“, sagt Cheftrainerin Sarah Romert, dass wir Schritt für Schritt immer besser reinkommen.“

SV Heimstetten – Türkgücü München 4:1 (3:0) SVH: Scherger, Cavadias, Günzel (90.+4 Ildas), Kehl, Ezeala (54. Rüther/54. Gebhart), Vochatzer, Polat, Arslan (79. Fink), Riglewski, H-Wold (64. Titze), Girtler. Tore: 1:0 H-Wold (2.), 2:0 Riglewski (8.), 3:0 Riglewski (22.; Foulelfmeter), 3:1 Güzelarslan (60.), 4:1 Riglewski (90.+1; Handelfmeter). Gelb-Rot: Tosun (90.+6). Schiedsrichter: Stefan Treiber (VfR Neuburg). Zuschauer: 250.