2026-04-01T12:50:56.008Z

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Riesenblamage im WFV-Pokal: SSV Ulm scheitert an Großaspach

Der Drittligist unterliegt beim Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach im Viertelfinale mit 1:2.

von red · Gestern, 21:35 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Der SSV Ulm 1846 Fußball ist überraschend aus dem WFV-Pokal ausgeschieden. Im Viertelfinale unterlag der Favorit aus der 3. Liga bei der SG Sonnenhof Großaspach mit 1:2. Trotz des Ausgleichs durch Dennis Chessa konnte die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev die Niederlage gegen den Klub aus der Regionalliga Südwest vor 1812 Zuschauern nicht abwenden. Während Aspach nun vom Halbfinale gegen die TSG Backnang träumen darf, verbleibt den Ulmern eine bittere Erkenntnis nach einem enttäuschenden Pokalabend.

Der frühe Schock für den Favoriten

Die Partie unter Flutlicht im Fautenhau begann für die Ulmer mit einem Kaltstart. Bereits in der fünften Spielminute geriet der Drittligist in Rückstand, als Fabian Eisele nach einer kurz ausgeführten Ecke am langen Pfosten per Kopf zum 1:0 traf. In der Folge überließen die Gastgeber dem SSV weitestgehend den Ball und die Spielgestaltung, während die eigene Viererkette tief stand und auf griffige Ballgewinne sowie Umschaltmomente lauerte. Die Ulmer bemühten sich um Spielkontrolle, stießen jedoch auf eine konzentrierte Defensive der Mannschaft von Trainer Pascal Reinhardt.

Umschwung und der verdiente Ausgleich

Nach rund einer halben Stunde erhöhten die Ulmer den Druck signifikant. In der 29. Minute verhinderte der Aspacher Torhüter Maximilian Reule mit einer starken Doppelparade gegen Abschlüsse von Lucas Röser und Dennis Chessa noch. Doch nur eine Minute später war der Widerstand gebrochen: Über die rechte Seite kombinierten sich die Spatzen nach vorne, und da Aspach den Ball nicht entscheidend klären konnte, schob der zentral frei stehende Dennis Chessa zum 1:1-Ausgleich ein. Die Partie entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch, wobei der SSV vor der Pause durch großen Aufwand versuchte, das Spiel komplett zu drehen.

Personalentscheidungen und der entscheidende Treffer

Zur zweiten Halbzeit brachte Aspach Michael Kleinschrodt für Niklas Pollex, während die Ulmer zunächst unverändert blieben. Das Spiel war nun von Umschaltmomenten geprägt, in denen die finale Genauigkeit bei den Hausherren jedoch oft fehlte. Nach einer Stunde wurde die Begegnung hitziger: Dennis Dressel sah in der 61. Minute die erste Gelbe Karte der Partie, bevor er in der 65. Minute für Elias Löder ausgewechselt wurde. Zeitgleich kam Ensar Aksakal für Leon Dajaku. Auf Seiten der SG wurde in der 55. Minute Marius Kunde für Christian Mistl und Elias Rahn für Luca Damiano Molinari eingewechselt. Für Rahn war es das 100. Pflichtspiel im Dress der Aspacher – ein Jubiläum, das er in der 73. Minute krönte, als er den Ball zum 2:1 für die SG in die Maschen drosch. Zuvor hatte Michael Kleinschrodt nach einer Flanke von Leon Maier eine Großchance per Kopf nur knapp vergeben.

Vergebliche Schlussoffensive und die bittere Blamage

In der Schlussphase warfen die Ulmer alles nach vorne. Trainer Pavel Dotchev wechselte in der 81. Minute dreifach: Jan Boller, Streli Mamba und André Becker kamen für Jonathan Meier, Niko Vukancic und Lucas Röser in die Partie. Zuvor hatte Jonathan Meier in der 72. Minute noch die Gelbe Karte gesehen. Die Ulmer drängten vehement auf den Ausgleich, scheiterten jedoch immer wieder an Maximilian Reule, der in der 79. Minute gegen Dennis Chessa und in der 84. Minute gegen einen Kopfball von André Becker glänzend parierte.

Auf der Gegenseite vergaben Fabian Eisele (77.) und der eingewechselte Lukas Stoppel (86.), der für Mert Tasdelen gekommen war, die vorzeitige Entscheidung. Trotz fünfminütiger Nachspielzeit und einer Schlussoffensive blieb es beim 2:1. Während der FC Holzhausen im Parallelspiel den FV Ravensburg mit 4:1 besiegte und nun im Halbfinale auf die Stuttgarter Kickers trifft, endet die Pokalreise für Ulm in einer Blamage.