2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Rieden-Coup: Timo Studtrucker wird Chefcoach

Der ehemalige Landesliga-Trainer von Burglengenfeld und Ettmannsdorf tritt die Nachfolge des im April zurückgetretenen Bernd Scheibel an +++ Julian Pospiech rückt auf die Position des Co-Trainers

von Werner Schaupert / Peter Gattaut · Heute, 10:00 Uhr · 0 Leser
Der neue Trainer Timo Studtrucker (Zweiter von links) und Neuzugang Sebastian Grau (rechts daneben) bei ihrer Vorstellung in Rieden.
Der neue Trainer Timo Studtrucker (Zweiter von links) und Neuzugang Sebastian Grau (rechts daneben) bei ihrer Vorstellung in Rieden. – Foto: Peter Gattaut

Der Amberger Kreisligist 1. FC Rieden hat die Nachfolge des im April überraschend zurückgetretenen Trainers Bernd Scheibel geregelt. Zur Saison 2026/2027 übernimmt Timo Studtrucker den Tabellendritten der abgelaufenen Saison in der Kreisliga Süd Amberg/Weiden als Cheftrainer. Julian Pospiech bleibt dem Verein als Co-Trainer erhalten und wird gemeinsam mit Neuzugang Sebastian Grau vom SV Köfering das Trainerteam komplettieren. Dies machte der FCR am Donnerstagabend publik.

Studtrucker, der ehemalige Coach des ASV Burglengenfeld und SC Ettmannsdorf in der Landesliga Mitte, sowie des SC Katzdorf in der Bezirksliga Süd, konnte der Offerte des 1. FC Rieden nach eigener Aussage nicht widerstehen: „Die Voraussetzungen mit einer sensationellen Sportanlage und das gesamte ‚menschelnde‘ Umfeld sind beim 1. FC Rieden ideal.“

Seine aktive Laufbahn als Fußballer begann in Katzdorf, wohin er – geboren in Neuburg an der Donau und aufgewachsen in Rain am Lech – 1985 im Alter von zehn Jahren zog, weil sein Vater beruflich in die Oberpfalz versetzt wurde. Während es seine Familie zwei Jahre später nach Burglengenfeld zog, kam ein Vereinswechsel für ihn zunächst dennoch nicht in Frage. Erst in der B-Jugend wechselte Studtrucker dann doch zum ASV Burglengenfeld. Seine Karriere als Spieler ging dann steil nach oben: Über die Seniorenteams des ASV und des FC Schwandorf kam er zum zum TV Wackersdorf, wo er in der Landesliga seine schönste Zeit erlebte. Nach einem kurzen Intermezzo bei Linde Schwandorf wechselte er noch einmal nach Burglengenfeld zurück, wo er nach vielen und langwierigen Verletzungen schließlich die Reißleine zog.

Auch wenn es ihm – wie er sagt – wehtat, aber schließlich wechselte er – mehr oder weniger gezwungenermaßen – in die Trainerschiene. Anfragen als Spielertrainer lehnte er ab, ehe er in Katzdorf seine ersten Sporen als Coach verdiente. 2013 übernahm Studtrucker den SC Ettmannsdorf, wo er nach seinen Aussagen die beste Lehrzeit als Trainer verbrachte. Nach vier Jahren nahm er eine Auszeit, ehe er zu Saisonbeginn 2018/19 wieder beim SC Katzdorf anheuerte. 2021 schließlich zog es ihn wieder zum ASV Burglengenfeld, wo er bis zum Sommer 2024 die sportlichen Geschicke leitete. Der 50-jährige erfahrene Landesligatrainer setzt auf Kameradschaft, klare Strukturen und den Glauben an die eigenen Stärken. Junge Eigengewächse sollen ohne überzogenen Aufstiegsdruck integriert und das gesamte Team weiterentwickelt werden.

Pascal Hirteis, Sportlicher Leiter des 1. FC Rieden, freut sich sehr über Studtruckers Zusage: „Mit Timo bekommen wir einen Trainer mit hoher fachlicher Qualität, Erfahrung, klaren Strukturen und großer Leidenschaft. Mit Sebastian erhalten wir zusätzliche Erfahrung und Kompetenz – vor allem im Athletikbereich. Und mit Julian behalten wir einen unfassbar tollen Menschen und geschätzten Übungsleiter im Verein.“



Mit Sebastian Grau (29, SV Köfering) und Rückkehrer Markus Morten (23, FC Amberg II) stehen beim Kreisligisten zudem zwei Neuzugänge fest. Grau wird den Angriff verstärken und gleichzeitig Verantwortung als Co-Trainer übernehmen. Mit Morten kehrt zudem ein junger, dynamischer Mittelfeldspieler zurück zu seinem Heimatverein. Bereits in der Jugend begann der 23-Jährige seine Fußballerlaufbahn in Rieden und wurde anschließend in der SG Rieden/Schmidmühlen ausgebildet. Nun hat er den Weg zurück nach Rieden gefunden. „Wir stehen bereits seit längerer Zeit in engem Austausch und Markus hat sowohl im Training als auch menschlich einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Er passt charakterlich perfekt in unsere Mannschaft und bringt spielerisch genau die Qualitäten mit, die wir suchen“, freut sich Sportchef Hillen auf den Rückkehrer.